Aufpoliert
Bilder entrauschen mit Neat Image
Besitzer von Kompakt- und Bridge-Kameras kennen das Problem nur zu gut: Speziell bei schlechteren Lichtverhältnissen oder einer höher eingestellten ISO-Empfindlichkeit zeigt sich in den Aufnahmen ein mehr oder weniger starkes Bildrauschen. Das liegt hauptsächlich daran, dass die Hersteller immer mehr Megapixel auf die in diesen Kameras winzigen Bildsensoren packen. Da dadurch zwangsläufig die Größe der einzelnen Fotodioden abnimmt, verringert sich die Ausbeute an verwertbaren Photonen pro Diode, womit das Rauschen steigt. Diese Bildstörung geht immer mit einem Qualitätsverlust der Aufnahmen einher, da sie sowohl den Kontrast als auch die Zeichnung verwässert.
Zwar besitzen praktisch alle digitalen Kameras einen integrierten Rauschfilter, jedoch arbeitet dieser nicht selten kontraproduktiv: Zwar entfernt er oft recht wirkungsvoll die störenden Artefakte, beseitigt jedoch häufig die Zeichnung und Details in Bildern gleich mit. Speziell bei Aufnahmen im JPEG-Format lässt sich daran im Nachhinein auch nichts mehr ändern.
Ein wesentlicher Vorteil der nachträglichen Bildentrauschung am heimischen PC besteht darin, dass Sie stets die Kontrolle darüber behalten, was sie macht. Darüber hinaus sehen Sie in der Regel auch im Vorschaubild, wie sich die Änderungen auswirken und können gegebenenfalls gegensteuern.
Seit vielen Jahren versuchen deswegen Hersteller, dem Übel mittels Software zu Leibe zu rücken. Absoft ist eine der wenigen Softwareschmieden, die auch Linux-Anwender berücksichtigt und entsprechende Varianten bereitstellt. Allerdings handelt es sich bei Neat Image [1] um eine kommerzielle Software, deren billigste Home-Version 34 Euro kostet. Die kostenfreie Demoversion unterliegt zwar einigen Einschränkungen (siehe Kasten "Demoversion"), genügt aber zum Testen oder dem
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