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© Olga Mitsova, 123rf.com

Termine und Aufgaben immer synchron halten

Zeitmanagement

Ein kleines Applet bringt Ordnung in Termine und Aufgaben und synchronisiert zugleich PC und Smartphone, sodass Sie immer auf dem neusten Stand sind.

Kalenderprogramme wie etwa Sunbird oder Kontact kommen als ausgewachsene Standalone-Applikation mit großem Funktionsumfang daher, andere wie Lightning arbeiten als Add-on eines zusätzlichen Programms, das sich nicht für jeden Einsatz eignet. Sehen Sie sich nach einen kompakten Terminmanager um, der optisch ansprechend ähnlich einem Applet auf dem Desktop schwebt und die Synchronisation mit vielen Smartphones beherrscht, dann fällt die Wahl schnell auf Rainlendar [1].

Auf die Platte

Rainlendar steht in der Version 2 als native Linux-Applikation in zwei Spielarten bereit: als kostenlose "Lite"-Version sowie als "Pro"-Variante für 9,95 Euro. Für Debian, Ubuntu und Derivate bieten die Entwickler ein fertiges Paket an; für andere Distributionen gibt es ein Tar-Archiv.

Die Funktionsunterschiede zwischen der Lite- und der Pro-Version halten sich in Grenzen: Gegenüber der kostenfreien Variante verfügt die kommerzielle Version über mehrere Formatfilter, die die Synchronisation beispielsweise mit Google Calendar oder den Import und Export von CSV-Dateien ermöglichen. Darüber hinaus unterstützt die Lite-Version die Synchronisation unterschiedlicher Kalender über ein Intranet nicht.

Das eigentliche Terminmanagement und dessen Funktionen wie Prioritätendefinition, Alarme und Backup-Routinen sowie ein Aufgabenplaner enthalten alle beiden angebotenen Varianten dagegen gleichermaßen uneingeschränkt.

Nach dem Download installieren Sie das DEB-Paket auf entsprechenden Distributionen komfortabel per Mausklick. Bei einem RPM-basierten System haben Sie die Möglichkeit, sich das manuelle Entpacken und Einrichten des Tar-Archivs zu sparen, indem Sie nach dem Download das DEB-Paket im Terminal mithilfe des Befehls alien -r --scripts Paket in ein RPM-Päckchen konvertieren und anschließend ebenfalls per Mausklick installieren. In diesem Fall legt die Installationsroutine unter Gnome auch einen entsprechenden Starter im Menü Anwendungen | Büroprogramme an.

Für die Distributionen, die kein DEB- oder RPM-Paketmanagement verwenden, entpacken Sie den Tarball mittels dem Befehl tar -xjvf rainlendar-Version.tar.bz2> auf der Kommandozeile. Dabei legt das Setup ein Unterverzeichnis rainlendar2 an, in dem Sie alle relevanten Dateien finden. Nach dem Wechsel dorthin starten Sie den elektronischen Terminkalender mit dem Befehl ./rainlendar2. Damit sich die Software besser ins System integriert, empfiehlt es sich, grundsätzlich das Programmverzeichnis an einen geeigneten Ort zu verschieben, beispielsweise ins Verzeichnis /opt, und zusätzlich einen Starter in einem der Anwendungsmenüs anzulegen.

Terminator

Der erste Aufruf des Programms fördert drei in dezenten Blautönen gehaltene Fenster zutage: einen Übersichtskalender des aktuellen Monats sowie je ein Termin- und ein Aufgabenfenster (Abbildung 1). Die Fenster dürfen Sie wahlfrei auf dem Desktop anordnen. Das Konfigurationsmenü bietet die Möglichkeit, diese anschließend zu fixieren. Dieses Menü für die grundlegenden Einstelloptionen der Software erreichen Sie mit einem Rechtsklick auf eines der drei Fenster.

Abbildung 1: Rainlendar arbeitet mit drei Fenstern auf dem Desktop.

Ein weiterer Klick auf den Eintrag Einstellungen... öffnet ein übersichtliches Optionsfenster, in dem Sie links mehrere Kategorien finden und rechts die entsprechenden Einstellmöglichkeiten. Neben diversen weiteren Anzeigeoptionen sorgen Sie hier durch Setzen eines Häkchens vor dem Eintrag Fensterpositionen fixieren dafür, dass die Fenster auf dem Desktop stets an der gleichen Stelle erscheinen (Abbildung 2).

Abbildung 2: Rainlendar lässt sich optisch flexibel anpassen.

Rainlendar unterstützt durch Skins unterschiedliche Desktop-Themes, sodass Sie durch den Austausch des Designs ein optisch konsistentes Erscheinungsbild der Oberfläche erreichen. Wechseln Sie dazu in den Einstellungsdialogen links auf die Schaltfläche Skins und wählen Sie anschließend entweder eine der vordefinierten Ansichten aus oder laden Sie eine zusätzliche aus dem Internet.

Verschiedene Links zu Ressourcen im Internet, die Skins enthalten, finden Sie auf einer Sammelseite [2]. Weitere wichtige Grundeinstellungen für die Software nehmen Sie im Fenster Erweitert vor. Über diesem Fenster steuern Sie sehr detailliert Optionen zum Erscheinungsbild, der Funktionalität und Steuerung des Programms. Bei Bedarf aktivieren Sie mehrere Kalender simultan, wobei Sie die Möglichkeit haben, diese durch unterschiedliche Skins optisch von einander abzuheben (Abbildung 3).

Abbildung 3: Detaillierte Einstellmöglichkeiten finden sich im erweiterten Dialog.

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