Fazit

Mit den Bordmitteln eines Linux-Systems erheben Sie problemlos alle Informationen zu Dateien und Verzeichnissen – sowohl die Dateigröße und die Zugriffsrechte als auch den Füllstand auf den Dateisystemen. Dabei kommt es aber darauf an, die Ausgabe der Programme richtig zu deuten. Je nach Werkzeug fällt diese recht unterschiedlich aus und verwirrt mitunter.

Wer Zahlen wie Byte-Größe und Größe des Disk-Blocks richtig deutet, kommt den wahren Speicherfressern schnell auf die Spur. Dabei erleichtern die vorgestellten Werkzeuge bereits vielfach die Arbeit im Alltag. Bestimmte Funktionen fehlen jedoch noch, wie etwa das Filtern der Dateinamen anhand regulärer Ausdrücke. Während auf der Kommandozeile die Kombination aus den Kommandos find und grep zum Erfolg führt, unterstützen der Midnight Commander, Vfu und Vifm bisher Muster nur rudimentär.

Ähnliches gilt für das Durchsuchen anhand von Größenspannen. Hier bietet neben Find mit der Option -size und Grep nur noch Gt5 eine Option, mit der Sie kleine Dateien aus einer Ansicht ausblenden (bis maximal 30 Prozent Größenanteil am Volumen des Verzeichnisses).

Für eine Recherche anhand des Zeitstempels der letzten Änderung glänzt ls mit der Option -t, ebenso helfen in diesem Fall der Midnight Commander und JDiskReport weiter. JDiskReport bietet eine Übersicht des Dateizugriffs mit den Kriterien heute, gestern und im letzten Monat. Nichtsdestotrotz gilt weiterhin: Das sichere Beherrschen der Grundlagen hilft bei Situationen, in denen die grafischen Werkzeuge nicht zur Verfügung stehen. 

Glossar

Named Pipes

Benannte Pipes dienen der Kommunikation zwischen Prozessen, bei Bedarf auf verschiedenen Rechnern im Netzwerk. Sie ermöglichen es, in beide Richtungen Daten auszutauschen.

Infos

[] Die Autoren bedanken sich bei Jörg Schilling, Detlef Drewanz, Wolfram Schneider, Wolfram Eifler und Maximilian Techter für deren kritische Anmerkungen und Kommentare im Vorfeld dieses Artikels.

[1] Ncdu: http://dev.yorhel.nl/ncdu

[2] Gt5: http://gt5.sourceforge.net

[3] Midnight Commander: http://www.midnight-commander.org

[4] Vfu, http://cade.datamax.bg/vfu/

[5] Vifm, http://vifm.sourceforge.net

[6] Tdu: http://webonastick.com/tdu/

[7] Kdiskfree: Elisabeth Bauer, "Hinter den Kulissen", EasyLinux 04/2009, http://www.easylinux.de/Artikel/ausgabe/2004/09/038-kde-tools/

[8] Kdiskfree: http://docs.kde.org/stable/en/kdeutils/kdf/main-window.html

[9] Treesize: http://treesize.sourceforge.net

[10] JDiskReport: http://www.jgoodies.com/freeware/jdiskreport/

[11] JDiskReport: Tim Schürmann, "Platz schaffen", LinuxUser 04/2011, S. 70, http://www.linux-community.de/22929

[12] Filelight: http://www.methylblue.com/filelight/

[13] Baobab: http://www.marzocca.net/linux/baobab/

[14] Gdmap: http://gdmap.sourceforge.net/

[15] Kdirstat: http://kdirstat.sourceforge.net

[16] Xdu: http://sd.wareonearth.com/~phil/xdu/

[17] Xdiskusage: http://xdiskusage.sourceforge.net

Der Autor

Sven Guckes studierte Mathematik und Informatik an der FU Berlin. Er unterstützt einige Programme, insbesondere Mutt, Slrn, Vim, Zsh). Er hat auf vielen Events und Konferenzen, sowie bei LUGs viele Vorträge und Workshops zu Programmen, freiem Wissen und FLOSS gegeben. Darum betreute er auch seit 2003 einen Kalender zu FLOSS Events. Heute wirkt er beim Projekt GridCalendar mit.

Frank Hofmann hat Informatik an der Technischen Universität Chemnitz studiert. Derzeit arbeitet er in Berlin im Büro 2.0, einem Netzwerk von Open-Source-Experten, als Dienstleister mit Spezialgebiet Druck und Satz. Seit 2008 koordiniert er das Regionaltreffen der Linux User Groups aus der Region Berlin-Brandenburg.

Beide Autoren leben in Berlin und sind in der überregionalen Open-Source-Szene verankert.

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