Starre Struktur
CSV-Dateien bearbeiten mit dem Record Editor
Geordnetes Versteckspiel
Um bei größeren Tabellen den Überblick zu behalten, kann Record Editor alle uninteressanten Daten vorübergehend ausblenden. Dazu wählen Sie aus dem Hauptmenü Data | Filter, woraufhin die Maske aus Abbildung 6 erscheint. In der Liste in der Mitte haken Sie alle Spalten an, die Record Editor anzeigen soll. Weitere Einschränkungen legen Sie mit den Feldern direkt darunter fest. Jede Zeile gibt dort genau ein Filterkriterium vor. Unter Field wählen Sie zunächst die betroffene Spalte, der Operator rechts daneben legt fest, wie Record Editor auf den unter Value eingetippten Wert achten soll.
Um beispielsweise im Adressbuch aus Abbildung 4 nur noch alle Maier zu sehen, darf Record Editor nur noch alle Zeilen einblenden, die in der Spalte Name den Wert Maier enthalten. Folglich setzen Sie wie in Abbildung 6 in der ersten Zeile die Ausklappliste unter Field auf Name, den Operator rechts daneben auf Contains (enthält) und tippen unter Value den Maier ein. Über die nachfolgenden Zeilen könnten Sie jetzt noch weitere Bedingungen vorgeben. Ein Klick auf Filter öffnet die reduzierte Tabelle schließlich in einem neuen Fenster. Die Filterregeln bleiben dabei weiterhin geöffnet, eine Änderung und ein weiterer Klick auf Filter öffnen ein neues Tabellenfenster. Auf diese Weise erhalten Sie schnell unterschiedliche Ansichten auf Ihren Datenbestand.
Ergänzend kann Record Editor die Datensätze umordnen und so etwa die Adressdaten alphabetisch auf- oder absteigend sortieren. Die Funktion versteckt sich im Hauptmenü hinter Data | Sort. Es erscheint dann das Fenster aus Abbildung 7. Unter Field wählen Sie alle Spalten, nach denen Record Editor die Zeilen sortieren soll. Stellen Sie im Fall des Adressbuchs beispielsweise in der obersten Ausklappliste die Straße und direkt darunter den Vornamen ein, so sortiert Record Editor alle Datensätze zunächst nach den Straßennamen und bei gleichen Straßennamen untereinander noch einmal nach dem Vornamen. Ob das jeweils alphabetisch aufsteigend geschieht, zeigt ein Haken im Kästchen rechts daneben. Fehlt er, sortiert Record Editor die Zeilen absteigend. Unter Use schränken Sie bei Bedarf die Sortierung auf alle gerade markierten Datensätze ein. Ein Klick auf Sort schafft schließlich die gewünschte Ordnung.
Haben Sie die Tabelle nach Ihren Wünschen modifiziert, speichern Sie das Ergebnis via File | Save oder unter einem neuen Namen per File | Save as. In letztem Fall haben Sie sogar die Möglichkeit, die Tabelle als HTML- oder XML-Dokument zu exportieren. Möchten Sie nur die gerade markierten Tabellenzeilen speichern, achten Sie darauf, unter What to Save den Punkt Selected Records auszuwählen.
Fazit
Wer sich erst einmal an das Bedienkonzept der Benutzeroberfläche gewöhnt hat, editiert mit Record Editor schneller und komfortabler CSV-Dateien als mit jedem Texteditor – der obendrein die Daten weder sortieren noch filtern kann.
Neben CSV-Dateien frisst das kleine Werkzeug auch andere Textdateien mit tabellarischen Inhalten. Das dürfte insbesondere Programmierer freuen, die beispielsweise so Log-Dateien bequem einlesen und auswerten. Um dem Record Editor solche exotischen Formate beizubringen, muss man sich allerdings mit dem mitgelieferten Layout Editor auseinandersetzen. In seine Bedienung führt die etwas karge, für den Einstieg aber ausreichende Dokumentation ein. Sie steckt im Record Editor-Verzeichnis in der Datei readme.html.
Bei weiteren Fragen und Problemen empfiehlt sich das Forum auf Sourceforge.net [3]. Auch wenn dort nur gemächlich neue Nachrichten eintrudeln, antwortet der Programmautor Bruce Martin relativ zügig.
Infos
[1] Record Editor: http://record-editor.sourceforge.net
[2] Download: http://sourceforge.net/projects/record-editor/files/Prod/
[3] Foren: http://sourceforge.net/projects/record-editor/forums
[4] RFC 4180: http://www.ietf.org/rfc/rfc4180.txt



