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Httrack lädt ganze Web-Seiten bequem herunter

Um eine Webseite auf den lokalen Rechner zu spiegeln, greifen eingefleischte Linux-Gurus gerne zu Download-Managern wie Wget. Httrack zeigt hingegen, dass sich ein hoher Funktionsumfang und ein gewisser Bedienkomfort keineswegs ausschließen müssen. Das Tool erlaubt das gleichzeitige Spiegeln mehrerer Webseiten, bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Steuerung des Datenflusses und kann auch mit Proxy-Servern umgehen. Wie bei Wget lässt sich das Spiegel einer Site auch bei Httrack über Kommandozeilenparameter steuern. Ohne Parameter aufgerufen, startet das Programm einen Konfigurationsassistent, der auf der Konsole schrittweise durch eine einfache Konfiguration führt. Der Assistent fragt nur nach den wichtigsten Parametern wie URL, Download-Verzeichnis, Proxy-Server oder Art der Spiegelung. Weitere Anpassungen wie Transferlimits oder die zu verwendende Browser-Kennung gilt es hingegen als Kommandozeilenparameter anzugeben. Wer nicht die ganze Site spiegeln möchte, beschränkt durch Filterparameter die Übertragung auf bestimmte Dateitypen und schließt so beispielsweise große Audio-Dateien aus. Alternativ lässt sich das Datenvolumen auch über die Tiefe der Verzeichnissuche reduzieren. Weitere Parameter verändern das Timeout-Verhalten oder die Browser-ID und starten auf Wunsch mehrere Verbindungen zur Übertragung. Permanente Einstellungen, die für jede Httrack-Sitzung gelten, nimmt die Konfigurationsdatei httrack.conf auf. Da die Anzahl an Konfigurationsparametern insbesondere für Einsteiger kaum zu überblicken ist, steht mit Webhttrack auch eine komfortable Weboberfläche zur Verfügung. Sämtliche Einstellungsmöglichkeiten finden sich hier zu funktionalen Gruppen, was die Orientierung erheblich erleichtert.

Httrack 3.44.1

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://www.httrack.com

Wertung

Httrack ist ein leistungsfähiges Tool zum Spiegeln ganzer Webseiten. Dank einer Weboberfläche konfigurieren Sie das Tool bequem.

Iotop zeigt den aktuellen Datendurchsatz

Mit dem Python-Programm Iotop werfen Sie jederzeit einen Blick auf den Datendurchsatz der Prozesse und Threads auf dem Rechner. Wie der Name bereits vermuten lässt, übernahmen die Entwickler das Anzeigekonzept und einige der Funktionen vom bekannten top: Jede Zeile enthält genau einen Prozess samt den zugehörigen Daten. Zu den Prozessdaten, die Iotop zusätzlich zum Datendurchsatz anzeigt, zählen unter anderem die Prozess-ID und der zugehörige Nutzer. Beim Datendurchsatz unterscheidet das Tool zwischen Lese- und Schreibzugriffen und gibt alle Werte standardmäßig in Byte/s an. Über einen Kommandozeilenparameter lässt sich die Einheit in KByte/s ändern. Gesamtdurchsatz und Swapping je Prozess zeigt Iotop hingegen als Prozentwert an. Über die Pfeiltasten passen Sie die Sortierung der angezeigten Prozesse im laufenden Betrieb an, das Invertieren der gewählten Sortierung erledigt ein Druck auf [R]. Trotz der sortierten Ausgabe verliert man bei Systemen mit zahlreichen aktiven Prozessen leicht den Überblick. Um dem vorzubeugen, grenzen Sie bei Bedarf über Kommandozeilenparameter die Anzahl der erfassten Prozesse ein. So beschränkt der Parameter --pid die Auswertung auf eine Liste vorgegebener Prozesse. Mit dem Parameter --user aufgerufen, wertet Iotop nur jene Prozesse aus, die einem bestimmten Nutzer gehören. Damit Iotop überhaupt in der Lage ist, I/O-Daten zu erfassen, muss der verwendete Kernel entsprechende Eigenschaften mitbringen. Dazu dienen die Optionen CONFIG_TASK_DELAY_ACCT, CONFIG_TASK_IO_ACCOUNTING, CONFIG_TASKSTATS und CONFIG_VM_EVENT_COUNTERS in der Kernelkonfiguration, welche die meisten Linux-Distributionen praktischerweise bereits aktivieren.

Iotop 0.4.3

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://guichaz.free.fr/iotop/

Wertung

Iotop bietet die Möglichkeit, sich im laufenden Betrieb interaktiv einen Überblick über den aktuellen Datendurchsatz auf einem System zu verschaffen.

Piedock verwaltet Menüs in Kuchenform

Der Menü-Manager Piedock stellt seine Auswahlpunkte in Form der entsprechenden Programmsymbole in übersichtlicher Kreisform dar. Das erlaubt eine intuitive Bedienung, sodass man sofort mit dem Mauszeiger in der Anzeige losblättern kann. Informationen wie beispielsweise Programmnamen erscheinen in der Kreismitte, sobald der Mauszeiger über einem Programmsymbol verweilt – vorausgesetzt, diese Funktion ist in der Konfiguration aktiviert. Die Konfiguration von Piedock erfolgt über die Konfigurationsdatei .PieDockrc im Benutzerverzeichnis. Dort lässt sich unter anderem das Erscheinungsbild des Tools definieren. Neben Fenstergröße und Transparenzeinstellungen beeinflussen Sie so beispielsweise auch die Anzeige des Programmnamens in der Kreismitte. Darüber hinaus definieren Sie in der Konfigurationsdatei auch die unterschiedlichen Auswahlmenüs. Jedes davon erhält einen eindeutigen Menünamen und darf seinerseits weitere Untermenüs enthalten, in die sie beim späteren Gebrauch durch Anklicken absteigen. Ein Menüeintrag besteht aus dem Schlüsselwort icon gefolgt von Programmnamen und Programmaufruf. Über Alias-Definitionen fassen Sie gegebenenfalls Programmname und -aufruf zu einem Befehl zusammen. Das Sternchen fungiert außerdem als Platzhalter für aktuell laufende Programme, die Piedock an dieser Stelle beim Aufruf in das jeweilige Menü integriert. Der Name ermöglicht es außerdem, jedem Menü eine Tastenkombination zuordnen, über die es sich aufrufen lässt. So reagiert das Standardmenü beispielsweise auf eine Kombination aus Maus- und Funktionstaste. Anregungen und Beispiele für eigene Settings finden Sie in der mitgelieferten Beispielkonfiguration, eine Manpage besitzt Piedock nicht.

Piedock 1.2.2

Lizenz: MIT-License

Quelle: http://www.markusfisch.de/PieDock

Wertung

Der Menü-Manager Piedock kombiniert Benutzerfreundlichkeit mit Style und lässt sich einfach und intuitiv bedienen.

Weechat, der schlanke IRC-Client

Weechat ist ein kompakter Client für all jene, die auch in Zeiten von ICQ und Facebook-Chat nicht auf IRC verzichten möchten. Das Tool bietet eine übersichtliche, auf den Ncurses-Bibliotheken basierende Oberfläche, in der Sie mit dem gewohnten IRC-Befehlssatz agieren. Übersetzen Sie Weechat aus den Quellen, können Sie zudem zwischen einer GTK- oder Qt-basierten Oberfläche wählen. Die probehalber erzeugte GTK-Oberfläche reagierte im Test allerdings nicht auf die eingegebenen Befehle. Standardmäßig besitzt der Client keine umfangreiche Liste vordefinierter Server und kennt lediglich den Freenode-Server, die Verbindungsdaten für weitere Server müssen Sie mittels des Befehls /server selbst anlegen. Informationen zu unterstützten Parametern sowie eine Reihe von Beispielen liefert der Aufruf /help server. Ist der Wunschserver angelegt und steht die Verbindung, betreten Sie mit /join einen beliebigen Channel, für den Weechat einen Puffer anlegt. Zwischen den Puffern der einzelnen Channels blättern Sie mit [F5]/[F6]. Möchten Sie mehrere Channels gleichzeitig im Auge behalten, teilen Sie dazu einen Puffer auch vertikal oder horizontal auf. Darüber hinaus zeigt Weechat in seiner Statuszeile, in welchem Puffer gerade ein neues Posting erfolgte. Die Mitglieder des jeweiligen Channels führt Weechat in einer Buddy-Liste am Fensterrand auf, Channel-Eigentümer und Operatoren hebt es dabei über einen Klammeraffen ("@") hervor. Ohne Parameter aufgerufen, listet /help alle von Weechat unterstützten Befehle. Eine Liste aller verfügbaren Tastenkürzel rufen Sie mit dem Befehl /key list ab. Der /key-Befehl bietet außerdem die Möglichkeit, eigene Tastenkürzel zu definieren. Bei Bedarf erweitern Sie den Funktionsumfang von Weechat über Plugins. Je nach verwendeter Compiler-Option unterstützt das Tool Erweiterungen in den Sprachen Perl, Python, Ruby, TCL und Lua. Sämtliche Einstellungen speichert das Tool im .weechat-Verzeichnis des jeweiligen Anwenders. Hier finden sich auch Einstellungen, über die sich die Interaktion von Weechat mit Programmen wie der Rechtschreibprüfung Aspell konfigurieren lässt.

Weechat 0.3.4

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://www.weechat.org

Wertung

Der dank Ncurses-basierter Oberfläche sehr schlanke IRC-Client Weechat interagiert mit anderen Konsolenprogrammen wie Aspell und erlaubt, den Funktionsumfang mit eigenen Skripten zu erweitern.

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