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© Victorinox

Text- und Code-Editor Komodo Edit

Multitalent

Komodo Edit bringt das Kunststück fertig, den Funktionsumfang von Feature-Monstern wie Emacs in einer eingängigen Oberfläche zu verpacken.

Textbearbeitungsprogramme für Linux stehen sehr hoch im Kurs der Entwickler, allerdings teilen viele davon einige Gemeinsamkeiten: Entweder sind sie eher spartanisch ausgestattet oder kompliziert zu bedienen. Wer sich näher mit Vim und Emacs beschäftigt hat, weiß ein Lied davon zu singen.

Dass es auch anders geht, beweist Komodo Edit [1]. Das Programm erweist sich mit knapp 160 MByte Umfang im installierten Zustand zwar als wahrer Riese unter den Texteditoren – allerdings nicht ohne Grund, steckt es doch im Funktionsumfang die meisten bekannten Editoren locker in die Tasche und verpackt seine umfangreichen Konfigurationsoptionen auch noch in einer übersichtlichen Oberfläche.

Installation

Eine Installation im herkömmlichen Sinn via Paketverwaltung benötigt das Programm nicht. Sie laden den Tarball von der Projektseite [2] herunter und entpacken diesen. Danach wechseln Sie in den neu entstandenen Ordner Komodo-Edit-Version und starten die Einrichtung mittels ./install.sh. Der Installer fragt nun nach dem gewünschten Speicherort, wobei er /home/Nutzer/Komodo-Edit-6/ vorgibt. Für den Start per Kommandozeile erstellen Sie mittels

ln -s "/home/Nutzer/Komodo-Edit-6/bin/komodo" /usr/local/bin/komodo

einen symbolischen Link im allgemeinen Programmverzeichnis. Zwar legt das Programm bei der Installation ein Start-Icon auf dem Desktop an, im Start-Menü erscheint es jedoch nicht. Die benutzerspezifischen Einstellungen speichert es im Verzeichnis /home/Nutzer/.komodoedit.

Der erste Start

Nach dem Start des Programms erscheint eine merkwürdig vertraut wirkende Oberfläche – ein Blick hinter die Kulissen zeigt, dass der Eindruck nicht täuscht: Komodo Edit verwendet als Grundlage den Mozilla-Browser, von dem es sowohl Teile des Look & Feel als auch Funktionen übernimmt. So finden Sie im Menü unter Tools | Add-ons (Abbildung 1) den altbekannten Firefox-Addon-Manager. Der Hersteller Activestate [3] bietet auf diesem Weg einige Erweiterungen für das Programm an.

Abbildung 1: Der Addon-Manager des Editors erlaubt die nachträgliche Installation zusätzlicher Funktionen.

Das Programmfenster (Abbildung 2) teilt sich mehrere Bereiche auf. In der Mitte sehen Sie nach dem ersten Programmstart einen Hinweis über die Neuigkeiten in der aktuellen Version. Dieser Bereich dient auch zur Anzeige geöffneter Dateien. Diese wählen Sie am einfachsten über die linke Spalte Places aus, welche im oberen Teil einen rudimentären Dateibrowser darstellt. Darunter befindet sich der Abschnitt Project, in dem Sie Ihre Projekte verwalten (dazu aber später mehr).

Abbildung 2: Auf den ersten Blick verwirrt der Editor mit vielen verschiedenen Fensterbereichen, deren Sinn und Aufgaben sich in der Arbeit jedoch schnell erschließen.

Die rechte Seite des Fenster enthält eine Spalte namens Toolbox. Sie enthält unter anderem gespeicherte Makros, Code-Snippets und Shortcuts, beispielsweise zu lokalen Verzeichnissen. Die vorinstallierten Samples geben Aufschluss über den Funktionsumfang. Im unteren Teil des Fensters beherbergt Komodo Edit den Abschnitt Command output. Dieser stellt das Ergebnis von Abfragen via Tools | Run Command... dar. Alle genannten Bereiche blenden Sie mit den Schaltern Toggle LeftBottomRight aus der Icon-Leiste bei Bedarf ein oder aus.

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Kommentare
Sehr guter Editor
Anwender (unangemeldet), Donnerstag, 20. Dezember 2012 15:46:05
Ein/Ausklappen

Der für meine Zwecke (PHP, HTML, JS, CSS, etc.) beste Editor, den ich je getestet habe - und das waren einige. Schön ist auch, dass Komodo für Linux, Mac und Windows verfügbar ist und damit das Arbeiten auch auf unterschiedlichen Systemen leicht fällt.


Bewertung: 278 Punkte bei 33 Stimmen.
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