Alles einpacken, bitte!

Weiterhin wählen Sie aus, welche Objekte LibreOffice ins PDF überträgt. Das Exportieren von Lesezeichen erleichtert die Navigation im Dokument: Sofern Sie konsequent mit Formatvorlagen arbeiten, bildet der Export jede Überschrift (beziehungsweise bei Präsentationen die einzelnen Folien) als Lesezeichen ab (Abbildung 4).

Abbildung 4: Eine mit Lesezeichen exportierte Präsentation.

Auch Kommentare exportieren Sie bei Bedarf, doch ist hier Vorsicht geboten: Oft befinden sich in der Rohfassung eines Dokuments noch Anmerkungen, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht sind. Zur Sicherheit aktivieren Sie die Exportwarnung unter Extras | Optionen... | Sicherheit | Optionen.... Auch den Export automatisch eingefügter Leerseiten können Sie beeinflussen. In der Vorgabe entfernt LibreOffice leere Seiten, die beispielsweise durch Seitenumbrüche entstehen. Manchmal sollen diese jedoch gerade erhalten bleiben, etwa im im Duplexdruck einen korrekten Seitenlauf zu garantieren. Damit das auch so bleibt, erzwingen Sie bei Bedarf den Leerseiten-Export.

Zu guter Letzt konfigurieren Sie noch das Einbetten von Schriften. Von sich aus bettet LibreOffice die verwendeten Zeichen aller im Dokument benutzten Schriften ein, damit der Empfänger sie auch darstellen kann, falls er den fraglichen Zeichensatz nicht installiert hat. Dieses Verhalten lässt sich auch nicht beeinflussen (siehe dazu auch Kasten "Rechtslage bei Schriftarten"). Allerdings gibt es bestimmte sogenannte Standardschriftarten, die jeder Reader beherrscht, wie beispielsweise Courier. Kommen diese in Ihrem Dokument vor, haben Sie die Wahl, diese – und nur diese – nicht einzubetten.

Rechtslage bei Schriftarten

Bei Fonts lauert ein juristischer Stolperstein, denn auch unter Linux sind nicht alle installierten Schriftarten frei. Manche lassen sich für alle Zwecke frei verwenden, andere nur für den privaten Gebrauch, und wiederum andere nur nach dem Erwerb einer Lizenz. Falls Sie unfreie Schriften einbetten und dadurch weitergeben, stellt das unter Umständen eine Urheberrechtsverletzung dar. Verwenden Sie im Zweifelsfall daher immer freie Fonts, um auf der sicheren Seite zu bleiben.

Mit dem Hybridformat, das Sie ebenfalls über die Registerkarte Allgemein auswählen, erstellen Sie ein PDF, das zusätzlich die Originaldatei im Open-Document-Format enthält. Sie erzeugen dadurch eine Datei mit der gewohnten Endung PDF, die sich in jedem beliebigen PDF-Reader öffnen lässt. Öffnen Sie die Datei dagegen mit LibreOffice oder OpenOffice samt installiertem PDF-Import [4], dann erhalten Sie die bearbeitbare Version im OpenDocument-Format.

Wie schaut's aus?

Auf den folgenden Registerkarten stellen Sie die Feinheiten für das PDF ein, wobei Standard jeweils die Standardeinstellungen des jeweiligen PDF-Readers heranzieht. Unter Anfangsdarstellung legen Sie mittels Bereiche fest, wie das Dokument dargestellt wird.

Zur Auswahl stehen die bloße Seite, die Anzeige der Lesezeichen (Abbildung 5) oder die Vorschau mit sogenannten Thumbnails (Abbildung 6). Ebenso konfigurieren Sie, welche Seite der Reader später mit welcher Vergrößerung öffnet und ob er die Seiten einzeln, fortlaufend oder als Doppelseiten anzeigt. Geben Sie beispielsweise eine Diplomarbeit weiter, konfigurieren Sie das PDF so, dass der Reader es beim Empfänger direkt auf dem Inhaltsverzeichnis ab Seite 4 mit fortlaufenden Seiten angezeigt. Beachten Sie aber, dass nicht jeder PDF-Reader alle fraglichen Funktionen beherrscht.

Abbildung 5: Lesezeichen oder vielleicht doch …
Abbildung 6: … lieber Thumbnails, das ist hier die Frage.

Auch die nächste Registerkarte namens Benutzeroberfläche beeinflusst das Aussehen des PDF-Readers, sofern dieser das unterstützt. So lässt sich dessen Programmfenster zentriert darstellen oder in seiner Größe an die erste Seite anpassen, wobei auch die im vorherigen Reiter festgelegten Darstellungsoptionen berücksichtigt werden. Haben Sie unter Datei | Eigenschaften... | Beschreibung einen Titel vergeben, blenden Sie ihn mit der entsprechenden Option auch in der Titelzeile des PDF-Readers ein (Abbildung 7).

Abbildung 7: Der Dokumentname in der Titelzeile sorgt für Klarheit.

Als ideal für Präsentationen oder Kataloge erweist sich der sogenannte Kiosk-Modus, den Sie über Im Vollbildmodus öffnen aktivieren. Dabei zeigt der Reader das Dokument direkt im Vollbild ohne störendes Programmfenster. Möchten Sie hingegen nur bestimmte Bedienelemente entfernen, ohne gleich ins Vollbild zu schalten, sorgen die Benutzeroberflächenoptionen für den gewünschten Effekt. Damit blenden Sie wahlweise die Menüleiste, die Symbolleisten und andere Elemente aus. Handelt es sich bei der Quelldatei um eine LibO/OOo-Impress-Präsentation, exportieren Sie auch Übergangseffekte mit der entsprechenden Option.

Praktisch ist auch die Funktion, die Anzeige der Lesezeichenebenen zu beschränken. Insbesondere bei umfangreichen Dokumenten mit zahlreichen Gliederungsebenen (Abbildung 8) wird es schnell unübersichtlich, weswegen Sie mit LibreOffice die Zahl der angezeigten Ebenen limitieren (Abbildung 9). Das Programm exportiert dabei übrigens trotzdem alle Ebenen, die Option beeinflusst nur die Standardanzeige im Reader.

Abbildung 8: Alle Gliederungsebenen auf einmal sind unübersichtlich…
Abbildung 9: …drei hingegen lassen sich noch bequem überschauen.

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