Kein Linux gleicht dem anderen. Wer wissen will, wie ausgereift ein System ist, greift zu einem extra harten Prüfstein: dem Tablet-PC.
Tablet-PCs sehen auf den ersten Blick aus wie größere Netbooks, glänzen jedoch durch einige Besonderheiten: So verfügen die Geräte über ein drehbares Display, das Sie bei Bedarf umlegen und auf der Tastatur fest fixieren. Anschließend bedienen Sie das Tablet mithilfe eines Stifts. Sofern die Software dies unterstützt, haben Sie bei manchen Modellen die Möglichkeit, handschriftlich Texte einzugeben.
Im Vergleich zu ihren größeren Geschwistern haben die Tablets jedoch einen gravierenden Nachteil: Es gibt sie so gut wie nicht mit vorinstalliertem Linux. Wir wollten daher wissen, in welchem Umfang das freie Betriebssystem mit der Tablet-Technologie harmoniert, und haben ein aktuelles Gerät mit fünf unterschiedlichen Distributionen auf Herz und Nieren geprüft.
Testszenario
Das Testgerät kam von der Firma IP-Web GmbH aus Schwandorf [1]. Es handelt sich um einen fabrikneuen Lenovo X200t im mattschwarzen Gehäuse plus der dazugehörigen Docking-Station, in der sich neben vielen Anschlüssen ein DVD-Brenner befindet (siehe Tabelle “Technische Daten”). Beim Öffnen des Gerätes stachen zunächst der rechts unterhalb des Displays angeordnete integrierte biometrische Sensor sowie die eingebaute Webcam mit 1,3 Megapixeln Auflösung ins Auge.
Technische Daten
| Prozessor | Intel Core 2 Duo (“Penryn”), 1,4 GHz (SL- und SU-Varianten) |
| Grafik | Intel GMA 4500MHD |
| Arbeitsspeicher | 4 GByte DDR3, PC3-8500, 1066 MHz SODIMM |
| Festplatte | 160 GByte, 7200 U/min (SATA-II) |
| Display | 12,1 Zoll (1280 x 800) IPS |
| LAN | Intel Gigabit Ethernet (10/100/1000, PCI-Express) |
| WLAN | Intel Wifi Link 5100 a/g/n |
| Webcam | Chicony (1,3 Megapixel) |
| Erweiterungen | ExpressCard/54-Slot |
| Kartenleser | 5 in 1 (SD/SDHC/MMC/MS/MS Pro) |
| Audio | Intel HD CX20561 |
| Optionen | |
|---|---|
| Analogmodem | V.92 |
| WWAN | Ericsson oder Verizon Mobile Broadband with GPS |
| Bluetooth | optional bei einigen Modellen |
| Preis | ab 599 Euro |
Bei dem biometrischen Sensor handelt es sich um ein Authentifizierungssystem, über das der Nutzer des Rechners sich mithilfe seines Fingerabdrucks beim Hochfahren des Gerätes ausweist. Lenovo liefert für seine Notebooks mit einem solchen Sensor eine entsprechende Software, die allerdings nur unter Microsoft Windows läuft. Weitere Schwachstellen bei der Hardwarekompatibilität unter Linux ergeben sich bei vielen UMTS/HSPA-Einbaukarten. Auch einige der in Notebooks integrierten Webcams sind nicht für den Einsatz mit Linux vorbereitet und bleiben daher oft mangels entsprechender Treiber ohne Funktion.
Nach dem ersten Einschalten des Lenovo-Tablet-PCs wartete die Hardware mit einer weiteren Überraschung auf: Das Testgerät verfügt über ein außergewöhnlich helles und kontraststarkes Display mit 1280 x 800 Punkten Auflösung. Der Blick in die technische Dokumentation zeigte: Es handelt sich bei den meisten von Lenovo in seinen Tablet-PCs verbauten Displays um sogenannte IPS-Panel. Zusätzlich sorgt eine leicht spiegelnde Schicht auf dem Display dafür, dass das Bild noch heller wirkt. Daher eignet es sich auch für den Außeneinsatz bei Sonnenschein.
Eine GMA-4500-Grafikkarte von Intel steuert die Ausgabe. Die GPU besitzt zwar nicht die Leistung der meisten dedizierten Grafikprozessoren, benötigt jedoch deutlich weniger Energie und erzeugt so weniger Abwärme.
Als weitere Besonderheit beinhaltet das Testgerät ein Ericsson-UMTS/HSPA-Modul, das mit einer geeigneten SIM-Karte den drahtlosen Zugang zum Internet ermöglicht. Ansonsten bietet die Hardware eher solide Hausmannskost: Eine mit 1,4 GHz getaktete, extrem stromsparende Core-2-Duo-CPU, gepaart mit 8 GByte Arbeitsspeicher und einer 160 GByte großen SATA-II-Festplatte.
Testkandidaten
Auf der Softwareseite traten als Probanden für den Tablet-Test an: Fedora 13 “Goddard”, Linux Mint Debian Edition (LMDE) in den Versionen 201012 und 201009, Mandriva 2010.1 Spring, OpenSuse 11.3 und Ubuntu 10.04.1 LTS “Lucid Lynx”. Für jede Distribution stand die komplette Festplatte bereit. Mithilfe von unterschiedlichen Tests prüften wir die Kompatibilität zum Lenovo X200t. Das Programms FBReader kam zum Einsatz, um die Hardware im Einsatz als E-Book-Lesegerät zu testen [2]. Insbesondere interessierte uns dabei natürlich die Funktionalität des berührungssensitiven Displays.
Im Sinne einer benutzerfreundlichen Installation für Einsteiger war jedoch zusätzlich das automatische Erkennen der Hardware ein weiteres wichtiges Prüfkriterium. Wir wollten wissen, inwiefern die Installation eines einsatzbereiten Linux-Systems ohne Kenntnisse der verbauten Komponenten – und damit möglicherweise verbundenen manuellen Konfigurationsarbeiten – möglich ist. Um die Ergebnisse zu vergleichen, fiel die Wahl auf möglichst ähnliche Versionen der Systemsoftware und weitgehend gleiche Konfigurationsparameter. Als Desktop kam bei allen Probanden Gnome zum Einsatz.
Fedora 13 “Goddard”
Die erste Testdistribution, Fedora 13, ließ sich problemlos auf dem Tablet-PC installieren. Die üblichen grundlegenden Einstellungen wie Soundkartenkonfiguration und Anpassen der Bildschirmauflösung nahm das Setup selbstständig vor. Nach der erfolgreichen Installation und anschließendem Neustart des Rechners zeigten sich jedoch erste Schwächen: Das berührungssensitive Display blieb funktionslos und das eingebaute UMTS/HSPA-Modul des X200t war nicht zur Kooperation mit Fedora 13 fähig.
Demgegenüber funktionierte die in den Tablet-PC eingebaute Webcam von Chicony anstandslos und brachte Videosequenzen mithilfe der Webcam-Software Cheese recht flüssig auf Display und Festplatte. Erst bei längerer Aufnahmedauer ruckelten die Sequenzen, da die CPU des Tablet-PCs sich mit dieser Aufgabe überfordert zeigte.
Eine weitere Schwäche von Fedora 13 offenbarte sich bei der Arbeit: Aggressiv eingestellte Energiesparoptionen fuhren die Schreib-/Leseköpfe der Festplatte schon nach wenigen Sekunden Inaktivität in die Parkposition und schalteten den Motor ab, so dass bei erneutem Zugriff spürbare Hänger auftraten, während der Datenträger sich erneut aktivierte.
Als generell unter Linux nicht funktionsfähig erwies sich trotz einer umfangreichen Recherche der biometrische Sensor. Nach der Übernahme der Thinkpad-Sparte von IBM durch Lenovo hat das Unternehmen damit begonnen, in einigen Modellen spezielle Fingerabdrucksensoren des Herstellers AuthenTec zu verwenden. Mangels passender Linux-Module verweigern diese anders als ihre Vorgänger bislang unter Linux den Dienst [3]. Ob sich dieser unerfreuliche Zustand in absehbarer Zeit ändert, bleibt abzuwarten.
Der Test mit dem FBReader verlief problemlos, wobei sich jedoch der Tablet-PC aufgrund der mangelnden Stiftbedienung, für die der FBReader optimiert ist, kaum als E-Book-Lesegerät mit Fedora 13 eignet.
Mint Debian Edition
Linux Mint in der noch relativ neuen Debian-basierten Variante erwies sich als einzige Distribution im Test bereits vom Start weg als extrem störrisch: Die von uns ausgewählte Version 201012 ließ sich in der 32-Bit-Variante zunächst von der Live-CD gar nicht hochfahren, was – wie Internet-Recherchen ergaben – offensichtlich gravierenden Fehlern zuzuschreiben ist [4].
Anfang Januar 2011 haben die Mint-Entwickler daher die verbesserte LMDE-Version 201101 freigegeben, die allerdings nicht im Vergleichstest zum Zug kam, weil sie außerhalb des Release-Zeitfensters liegt. Die Vorgängerversion 201009 verweigerte ebenfalls den Dienst. Das Live-System startete zwar, bei der Installation auf die rund 160 GByte große Festplatte des Testrechners traten jedoch wiederholt immer die gleichen Probleme auf: Nachdem die Installationsroutine gut fünf GByte der Betriebssystem- und Applikationsdaten auf der dafür vorgesehenen rund 140 GByte umfassenden Partition installiert hatte, brach sie die Arbeit ab. Es erschien die Fehlermeldung, es stünde kein Platz mehr auf dem Installationsmedium bereit (Abbildung 1).

Abbildung 1: Unter Angabe einer irreführenden Fehlermeldung verweigerte Linux Mint die vollständige Installation.
Es blieb also nichts anderes übrig, als LMDE im Live-Betrieb zu beurteilen. Das offenbarte weitere Schwächen: Das berührungssensitive Display des Tablet-PCs ließ sich nicht korrekt ansteuern, was das Bedienen des Desktops mit dem Stift unmöglich machte. Das System erkannte die Chicony-Webkamera zwar und lud das entsprechende Modul, allerdings installierte LMDE keine Webcam-Applikation.
Ein weiteres Manko ergab sich beim Test der UMTS/HSPA-Karte: Zwar band das System diese korrekt ein, arbeitete jedoch erst nach einer Modifikation der Anbieter-Daten, weil zumindest für Vodafone teils falsche Providerdaten in LMDE hinterlegt sind. Dieses Chaos führte zu einem Abbruch des Tests.
Mandriva 2010.1
Als dritter Proband trat das französisch-brasilianische Mandriva 2010.1 an. Die Installation der 32-Bit-Variante verlief ohne Probleme. Nach dem Neustart des Tablet-PCs und anschließendem Aufruf des Kontrollzentrums stellte sich heraus, dass das System die Webcam aus dem Stand korrekt konfiguriert hatte. Darüber hinaus installiert Mandriva Cheese gleich mit. Sie finden es im Menü Anwendungen | Unterhaltungsmedien.
Während es mit den über die Webcam aufgezeichneten Videosequenzen bei längerer Aufnahmedauer bei der Standard-SXGA-Auflösung aufgrund der geringer CPU-Leistung des Tablet-PCs noch etwas haperte, gelangen Standbilder einwandfrei. Der eingestellte Gnome-Desktop ließ sich ohne weitere Konfiguration mit dem Stift sofort präzise steuern. Gegenüber der herkömmlichen Arbeitsweise mit der Maus ergaben sich sogar Vorteile in Bezug auf die Geschwindigkeit.
Der FBReader gelangte in der neuesten Version bequem über das Kontrollzentrum auf die Platte. Ein Klick auf den Starter E-book Reader im Menü Anwendungen | Bildung lädt das Programm zunächst in den Standardeinstellungen. Durch einen Klick auf die zweite Schaltfläche von rechts in der Buttonleiste im Programmfenster drehen Sie den Fensterinhalt um 90 Grad, sodass Sie E-Books auf dem Tablet-PC wie mit einem herkömmlichen E-Book-Lesegerät ansehen. Die komplette Oberfläche des FBReader ließ sich sodann komfortabel mit dem Stift bedienen. Beim Verlassen des Programms speichert dieses die Einstellungen automatisch ab und zeigt beim nächsten Start die E-Books voreingestellt im Hochformat an.
Die zur mobilen Kommunikation gedachte UMTS/HSPA-Hardware erkannte Mandriva sofort nach Einschieben einer SIM-Karte in den entsprechenden Slot unterhalb des Akkus und konfigurierte sie betriebsbereit, so dass nach Eingabe der Providerdaten im Kontrollzentrum ein schneller Zugang ins Internet möglich war (Abbildung 2).
OpenSuse 11.3
Ebenfalls unauffällig verlief die Installation von OpenSuse 11.3 auf dem Tablet-PC. Nach dem anschließenden Neustart ließ sich der Gnome-Desktop direkt mit dem Stift steuern, reagierte jedoch etwas unwillig bei schnellen Bewegungen. Zudem stach ein weiteres Manko der OpenSuse-Konfiguration ins Auge: Die im Akku-Betrieb äußerst aggressiven Energiesparoptionen dunkeln den Bildschirm bei Inaktivität bereits nach wenigen Sekunden in jeder Konfiguration deutlich ab, so dass sich darauf nichts mehr erkennen ließ.
Dies stört insbesondere bei der Lektüre von E-Books im Hochformat, weil Sie dabei nicht im Sekundentakt scrollen und somit der Bildschirm ständig seine Helligkeit verändert. Es gilt also, die entsprechenden Optionen zum Energiesparen im Kontrollzentrum im Abschnitt Hardware | Energieverwaltung im Reiter Im Akkubetrieb zu deaktivieren.
Erfreulicher gestaltete sich dagegen das einfache Einrichten der UMTS/HSPA-Karte: Wie Mandriva 2010.1 erkannte auch OpenSuse 11.3 das Ericsson-Modem und ermöglichte nach dem Hinterlegen der Anbieterdaten den schnellen Internet-Zugang. Ebensowenig war die Funktion der Webcam zu beanstanden: Auch OpenSuse setzt auf Cheese und bringt Videosequenzen mit einer Standard-SXGA-Auflösung (1280 x 1024 Punkte) auf den Desktop.
Wie bei den anderen Distributionen ließen sich jedoch längere Videosequenzen in dieser Auflösung nur ruckelnd aufzeichnen. Hier bleibt nur der Ausweg, die Auflösung in den Einstellungen der Software zu verringern. Ärgerlich, weil für Einsteiger nicht unproblematisch, gestaltete sich bei OpenSuse die Installation des FBReaders. Dieser ließ sich wegen diverser nicht erfüllter Abhängigkeiten nur nach einem umständlichen Prozedere zur Mitarbeit bewegen, funktionierte dann aber tadellos per Stiftsteuerung.
Ubuntu 10.04.1
Als letzter Proband kam Ubuntu “Lucid Lynx” in der bereits fehlerbereinigten Variante vor. Wie bei Ubuntu üblich, lief die Installationsroutine ohne Probleme durch. Nach dem Neustart erkannte Ubuntu ohne weitere Einstellungen Display inklusive Stift und ließ sich sofort damit steuern. Patzer leistete sich die Distribution jedoch beim Energiemanagement: Hier trat der gleiche Effekt beim Parken der Festplattenköpfe auf wie bei Fedora. Die Entwickler wären gut beraten, endlich ihre Hausaufgaben zu machen und durch entsprechende Modifikationen das unsinnige Herunterfahren der Festplatten abzustellen.
Ein weiteres, Ubuntu-typisches Manko liegt in der nach einer Standard-Installation unvollständigen Sprachunterstützung. Dieses Problem mag bei einem stationär betriebenen und per DSL-Anschluss mit dem Internet verbundenen Rechner noch tolerabel sein; bei Mobilsystemen mit UMTS/HSPA-Zugang ist die Nachinstallation der Sprachdateien aus dem Netz jedoch eine Zumutung, da die drahtlosen Internet-Zugänge in nahezu allen Fällen vom Datenvolumen her kontingentiert sind (Abbildung 3).
Infolge der unvollständigen Lokalisation herrscht in den Applikationsmenüs ein Chaos, einige liegen nur in englischer Sprache vor. Zudem patzt Ubuntu durch teils falsche Providereinstellungen beim HSPA-Internet-Zugang, so dass speziell Anfängern eine Verbindung ins Internet nur mit erheblichem Aufwand gelingt.
Ein weiteres Manko liegt in der fehlenden Webcam-Software. Zwar erkennt das Setup die im Lenovo X200t eingebaute Chicony-Webcam korrekt und lädt mit uvcvideo das entsprechende Modul. Eine passende Applikation zum Einsatz der Webcam suchen Sie jedoch vergebens. Als einzige Distribution im Test hatte Ubuntu 10.04.1 zudem Probleme mit dem in den Lenovo-Tablet-PC integrierten Kartenleser: Eingelegte SD-Karten ließen sich nicht im laufenden Betrieb korrekt aus dem System entfernen, sondern produzierten nachvollziehbar beim Aushängen eine Fehlermeldung (Abbildung 4).
Die Installation des FBReaders ebenso wie die der Cheese-Webcam-Software erledigen Sie unter Ubuntu 10.04.1 immerhin komfortabel über das Software-Center, das die zahlreichen Abhängigkeiten direkt korrekt auflöst und somit Einsteiger nicht vor unüberwindbare Hürden stellt.
Fazit
Der Distributionstest auf dem Lenovo X200t-Tablet-PC offenbart teils sehr große Defizite beim Zusammenspiel von Hard- und Software sowie der Ausstattung mit aufgabenspezifischer Software. Als Testsieger geht eindeutig Mandriva 2010.1 Spring durchs Ziel, dicht gefolgt von OpenSuse 11.3. Die beiden Distributionen können Sie nahezu ohne Einschränkungen mit dem Tablet-PC nutzen. Bei OpenSuse erfordern dazu lediglich die Einstellungen zu den Energiesparoptionen noch etwas manuelle Nacharbeit.
An dritter Stelle folgt – mit deutlichem Abstand – Ubuntu “Lucid Lynx”. Während auch Linux-Neulinge die fehlende Software zum Ansteuern der Webcam noch leicht in den Repositories finden, nerven die völlig überzogenen Einstellungen zum vermeintlichen Energiesparen der Festplatte. Diese Problematik ist umso ärgerlicher, weil die Bugs bereits seit vielen Ubuntu-Versionen bekannt, aber immer noch nicht zuverlässig behoben wurden [5]. Da das ständige Parken der Festplattenköpfe den Verschleiß der Platte auf Dauer drastisch erhöht, heißt es unter den gegebenen Umständen: Einsteiger, Hände weg von Ubuntu.
Fedora 13 und Linux Mint Debian Edition schließlich eignen sich in den getesteten Varianten auf dem Tablet-PC überhaupt nicht für den Einsatz mit dem Stift. Die beiden Kandidaten hinterlassen bestenfalls den Eindruck einer Software im frühen Betastatus. Defizite in diesem Ausmaß tragen nicht nur dazu bei, die Mär von der angeblichen Untauglichkeit des freien Betriebssystems als Allrounder auf dem Desktop zu zementieren, sondern schrecken zusätzlich potentielle Interessenten vom Wechsel zu Linux ab. Den Entwicklern wäre daher dringend anzuraten, endlich ihre Hausaufgaben zu erledigen. Wie es deutlich besser geht, zeigen eindrucksvoll die beiden Testsieger.
Glossar
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IPS
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In Plane Switching. Technologie, bei der die Elektroden im Display parallel in einer Ebene angeordnet sind. Dadurch verringert sich die Blickwinkelabhängigkeit des Kontrastes und die Schaltzeit des Bildschirms.
Infos
[1] IP-Web GmbH: http://www.ip-web.de
[2] FBReader: http://www.fbreader.org
[3] Infos zu nicht-unterstützten Komponenten: http://reactivated.net/fprint/wiki/Unsupported_devices
[4] Bugs im LMDE-201012-Installer: https://bugs.launchpad.net/linuxmint/+bug/694177
[5] Festplattenproblematik unter Ubuntu: http://wiki.ubuntuusers.de/Notebook-Festplatten-Bug









Sehr guter Artikel. Er spricht die typischen Linux-Schwaechen an, wird an keiner Stelle unsachlich und hilft, die größeren Probleme sicher zu umschiffen. Das gibt’s in keinem Linux-Forum.