Startskript und Tests

Haben Sie Nginx nicht aus dem Paketrepository gezogen, kommt schnell der Wunsch nach einem Startskript auf, das den täglichen Einsatz deutlich vereinfacht. Eine entsprechende Datei [5] haben Sie leicht erstellt, via chmod 755 /etc/init.d/nginx und rcupdate-rc.d nginx defaults angepasst und den zu startenden Diensten der Runlevels hinzugefügt.

Um die Leistungsfähigkeit der neuen Site zu testen, bieten sich Werkzeuge wie Httperf [6] an, die den Server mit Anfragen traktieren und messen, was er leistet. Das Werkzeug ist zwar alt, genügt aber völlig, um die Auswirkungen von Parameteränderungen zu verfolgen. Listing 10 zeigt eine Kommandozeile, bei der Httperf 150 Verbindungen pro Sekunde zum Server 192.168.10.111 aufbaut, die index.php abruft und aufhört, sobald 20 000 Verbindungen voll sind (Abbildung 4).

Abbildung 4: Nginx auf einem Sheevaplug ist in der Lage, knapp 100 Verbindungen pro Sekunde mit FastCGI zu handhaben.

Listing 10

httperf --hog --server 192.168.10.111 --uri=/index.php --num-conn 20000 --rate 150 --timeout 5

Fazit

Bei Nginx handelt es sich um einen Webserver, der Apache durchaus das Wasser reichen kann. Leichte Konfiguration und hohe Performance sind nur zwei Gründe, die für das Programm als Apache-Ersatz sprechen. Wer den Indianer unbedingt braucht, etwa weil er ein laufendes System nicht ändern will, dem bietet sich Nginx als Reverse Proxy an. Neben den hier erwähnten Einstellungen lohnt es sich, einige zusätzliche Module wie RealIP, GeoIP oder Memchached genauer zu betrachten, um alle Möglichkeiten des Webservers aus Russland auszuschöpfen. 

Glossar

SIGTERM

Auf Posix-kompatiblen Plattformen ein Signal zum beenden von Prozessen, das der jeweilige Prozess allerdings interpretieren oder ignorieren darf im Gegensatz zu SIGKILL, was ein sofortiges Beenden nach sich zieht.

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