Do it yourself

Möchten Sie abseits ausgetretener Wege Ihre eigene Linux-Distribution entwerfen, so sind Sie mit Unity Linux bestens bedient. Durch die Integration der Live-CD-Tools mit mklivecd auf der Kommandozeile gelingt es auch weniger versierten Anwendern schnell und unkompliziert, ein individuelles Betriebssystem zusammenstellen. Noch einfacher kommen Sie zu Ihrem Linux-Unikat, indem Sie im Menü Werkzeuge | Systemwerkzeuge den Eintrag Erstelle Remaster aufrufen. Damit gelangen Sie in einem einfach und übersichtlich gehaltenen grafischen Dialog in wenigen Schritten entweder zur eigenen Live-CD oder zum eigenen Live-USB-Stick (Abbildung 2).

Abbildung 2: Mit wenigen Mausklicks gelangen Sie zum eigenen Linux-Unikat.

Als Grundlage kann nicht nur ein auf der Festplatte bereits installiertes System dienen, sondern auch ein von der Live-CD gestartetes und um verschiedene Pakete ergänztes Unity Linux. Es ist jedoch praktikabler, das originale Unity Linux zunächst auf der Festplatte einzurichten und es anschließend um den Paket-Fundus zu ergänzen, der dann in der Live-Distribution zur Verfügung stehen soll. Auch das "Branding", also das Anpassen des äußeren Erscheinungsbildes der neu zu schaffenden Linux-Distribution, lässt sich mit einem fest installierten Unity Linux leichter erledigen als mit einer Live-CD. Mklivecd kann zudem ISO-Images direkt bearbeiten, ohne dass Sie dazu eigens ein neues Image anlegen müssen. Eine ausführliche Dokumentation zu den Möglichkeiten von Unity Linux und den Mklivecd-Tools finden Sie in der Projektdokumentation [3].

Fazit

Unity Linux glänzt mit rasanter Arbeitsgeschwindigkeit, einem pfiffigen Paketmanagement und exzellenter Hardware-Erkennung. Dank des bei Mandriva entlehnten Unterbaus erleben Sie hier kaum negative Überraschungen durch experimentelle Software. Auch ambitionierte Anwender, die den heimischen Desktop selbst zusammenstellen möchten, bedient Unity Linux bestens: Die Optionen, mit denen man sich auch ohne Programmierkenntnisse eine maßgeschneiderte Distribution aufbauen kann, fallen beeindruckend aus. Dabei liefert Unity Linux in den Repositories stets topaktuelle Pakete. Die Distribution empfiehlt sich daher auch als solide Grundlage für größere Projekte, die auf bestimmte Nischen-Anwendungsbereiche fokussieren. 

Infos

[1] Unity Linux: http://unity-linux.org/unity-base/.

[2] Smart Package Manager: http://labix.org/smart.

[3] Wiki, FAQ und Dokumentation: http://docs.unity-linux.org/Main_Page

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