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© Pearl Agency

E-Bookreader EBX-600.E-Ink im Test

Schnörkelloses Arbeitstier

Statt mit zahllosen Funktionen den Preis nach oben zu schrauben, besinnt sich der EBX-600.E-Ink von Pearl aufs Wesentliche – und bleibt so günstig im Preis.

Lesen rangiert unter den Freizeitaktivitäten der Deutschen immer noch auf den vorderen Rängen. Das digitale Buch ermöglicht dem gedruckten Wort ein Fortbestehen im Zeitalter mobiler Lesegeräte. Als Alternativen zu hochpreisigen Designgeräten positioniert sich der eLyricon EBX-600.E-Ink [1] von Pearl.

Das Gerät kommt wie sein kleiner Bruder, der EBX-500.TFT [2], in einem kompakten Karton, der neben dem Gerät und der Gebrauchsanweisung alle notwenigen Kabel enthält, um die Hardware zu nutzen und mit einem Computer zu verbinden. Der Reader selbst steckt in einer Lederhülle mit magnetischem Verschluss.

Anders als der kleinere EBX-500 verfügt der EBX-600 allerdings über ein E-Ink-Display, das Texte lesefreundlich in schwarz-weiß darstellt, Strom spart, aber derzeit noch keine Videos anzeigt. Eine kleine alphanumerische Tastatur erlaubt die Eingabe von Text, eignet sich aber aufgrund der kleinen Tasten nicht zur Eingabe von längeren Passagen.

Eine Mini-USB-Schnittstelle am unteren Gehäuserand dient dem Austausch von Daten zwischen dem Reader und einem PC. Von diesem aus legen Sie die Dateien in entsprechende Ordner ab. Nach dem Booten durchsucht der Reader den Speicher und sortiert die erkannten Formaten in die passenden virtuellen Ordner im Menü der Hardware.

Eine Wipptaste mit vier Freiheitsgraden erlaubt das Navigieren in diesem Menü. Eine mit M gekennzeichnete Taste in der Mitte der Wippe löst die jeweilige Aktion aus. Auf diese Weise konfigurieren Sie die Hardware und laden digitale Bücher oder auch Musik, der Sie über beiliegende Kopfhörer lauschen.

Der Reader arbeitet mit dem von E-Ink-Displays bekannten Flackern beim Wechsel des Bildschirminhalts. Da der Hauptzweck der Hardware im Darstellen von Texten besteht, stört dieses Verhalten nicht. Die Akkulaufzeit reicht für etwa 8000 Buchseiten. In der Praxis aktiviert sich der Reader bei der Benutzung. Eine grüne LED signalisiert, dass das Gerät arbeitet. Nach einer einstellbaren Zeit schaltet sich der Reader komplett ab, um Strom zu sparen.

Im Test zeigte sich, dass Dateien in den jeweiligen Listen nur mit ihrem Dateinamen auftauchen, obwohl Formate wie EPUB das Speichern von Metadaten in der Datei unterstützen. Das macht die Suche nach einem bestimmten Text oder Lied vor allem bei einer langen Liste sehr beschwerlich. Die Anzeigequalität von Bildern reicht erwartungsgemäß nicht über einen groben Eindruck in Graustufen hinaus, Musik spielt der Player in akzeptabler Qualität für die Hintergrundberieselung.

Der EBX-600.E-Ink erweist sich als schnörkelloses Arbeitstier, das über keinen drahtlosen Anschluss an einen der großen Shops für digitale Bücher verfügt. Wer gelegentlich liest, seine Dateien ohnehin auf einem Rechner verwaltet und außerdem beim Kauf auf den Preis achten möchte, der macht bei diesem Gerät nichts falsch. Mehr Komfort gibt's nur zu einem höheren Preis. 

Spezifikationen

Modell eLyricon EBX-600.E-Ink
Display 6 Zoll (15 Zentimeter) Diagonale, 800x600 Pixel, 8 Graustufen
Umblättern 2 Sekunden
Chipsatz Rockchip RK2808A
Prozessor ARM 600 MHz
System Android 2.1
Arbeitsspeicher 16 MByte RAM, 64 MByte Flash
Datenspeicher 1 GByte
Anschluss USB 2.0
Akku BP-4L, Lithium-Polymer, 1500 mAh, 3,7 V (entspricht zirka 8000 Buchseiten)
Maße 190 x 125 x 9 Millimeter
Gewicht 170 Gramm
Formate
Text ASCII, E-Pub, E-Pub DRM, PDF, PDF DRM, FB2, HTML
Musik MP3, WMA, WAV, OGG
Bild JPG, GIF, PNG
Bezug
Bezugsquelle Pearl Agency, 79426 Buggingen
Web http://www.pearl.de/a-PX1516-1600.shtml
Umfang Reader, Tasche, USB-Kabel, USB-Netzteil, Ohrhörer, deutsche Anleitung
Preis 169,90 Euro (refurbished: 149,90)

Infos

[1] eLyricon EBX-600.E-Ink: http://www.pearl.de/a-PX1516-1600.shtml

[2] eLyricon EBX-500.TFT im Test: Andreas Bohle, "Schmökerzeit", LU 12/2010, S. 82, http://linux-community.de/21725

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