Auf der Heft-DVD

Neues auf den Heft-DVDs

It's done when it's done: Fast auf den Tag genau 24 Monate hat dieses Mal der Sprung auf das nächste Major-Release Debian 6 "Squeeze" gedauert. Aber das Warten hat sich gelohnt. Wie immer setzt Debian auch in dieser Version auf eine eher konservative Paketauswahl, die stabilen und erprobten den Programmen den Vorzug vor Neuem gewährt. Das manifestiert sich auch an den Versionsnummern der eingesetzten Software. Für den Desktop bietet das System unter anderem die Umgebungen KDE 4.4.5, Gnome 2.30, XFCE 4.6 und LXDE 0.5.0, die Bürosuite OpenOffice.org 3.2.1, den Browser Iceweasel 3.5.16 und den Mailclient Icedove 3.0.11. Als Basis dient der Kernel 2.6.32 zusammen mit X.org 7.5. Insgesamt stehen mehr als 29 000 Debian-Pakete zur Installation bereit, darunter rund 10 000 neue wie Chromium, Icinga, LXC und Corosync. Auf der zweiten DVD finden Sie die 32-Bit-Version des Systems, die Rückseite der DVD 1 enthält die 64-Bit-Variante. Möchten Sie das System vor der Installation zunächst einmal begutachten, starten Sie die 32-Bit-Live-Version von Seite A der ersten DVD.

Deutlich moderner präsentiert sich die taiwanesische Distribution MoonOS 4 mit dem Codenamen "Neak". Sie setzt als Grundlage auf Ubuntu, hat zumindest optisch damit jedoch nicht viel am Hut. Stattdessen präsentiert sie eine recht ungewöhnliche Nutzerführung, die an Mac OS X erinnert. Der zweigeteilte Arbeitsbereich zeigt am oberen Bildschirmrand das altbekannte Gnome-Menü, am unteren residiert über die gesamte Bildschirmbreite ein Anwendungsstarter. Fahren Sie mit dem Mauszeiger darüber, wölben sich die Symbole nach oben. Noch näher an Apples Dock rückt MoonOS aber mit dem leuchtenden Punkt für laufende Anwendungen unterhalb des jeweiligen Programm-Icons, wofür die Starter-Anwendung namens Docky verantwortlich zeichnet. Die installierten Programme entsprechen weitgehend denen des normalen Ubuntu. Die Büroarbeit erledigen Sie mit OpenOffice 3.2.1, mit Firefox 3.6 surfen Sie im Internet. Evolution, Pidgin und das Social-Network-Werkzeug Gwibber sorgen für ausreichend Online-Kontakt. Neben dem direkt von DVD bootbaren System finden Sie im Verzeichnis /LU/moonos/ das ISO-Image der Distribution zum Selberbrennen.

Wer selbst über den Funktionsumfang seiner Distribution bestimmen möchte, dem empfiehlt sich das auf Mandriva basierende Unity Linux 2010.2. Das noch sehr junge Projekt kommt als Minimaldistribution daher, die Sie gemäß Ihrer eigenen Anforderungen anpassen und remastern. Neben der von DVD bootbaren Variante finden Sie auf der Heft-DVD im Verzeichnis LU/unity/ die aktuelle Unity-Version 2010.2 in Form der 32- und 64-Bit-ISOs. 

Neue Programme

Speziell Linux-Nutzer benötigen häufig die exakten Eckdaten Ihres PCs. Hier hilft das kleine Konsolenprogramm Dmidecode 2.11: Es liest die wichtigsten Hardwareparameter des Rechners aus und zeigt sie in der Standardausgabe an.

Der Apache-Webserver gilt gemeinhin nicht nur als schwer zu konfigurieren, sondern bietet in der Grundeinstellung relativ wenig Schutz vor Angriffen. Besser macht das der auf Sicherheit spezialisierte Webserver Hiawatha 7.4. Der Entwickler Hugo Leisink spendierte ihm einen eingebauten Schutz vor bekannten Angriffstechniken wie SQL-Injection, Cross-Site-Scripting (XSS), Cross-Site Request Forgery (CSRF) und Denial-of-Service-Attacken. Erkannte Angreifer sperrt Hiawatha für eine festgelegte Zeitspanne aus.

Wer sich ein Bild über die Zugriffszahlen auf seine Webseite machen möchte, kommt nicht an Webalizer 2.23 vorbei. Das kleine Programm wertet die Apache-Logdateien aus und schreibt das Resultat übersichtlich aufgebaut und grafisch dargestellt in eine HTML-Datei.

Goldendict 1.0.1 vereint viele Nachschlagewerke in einer Oberfläche. Es berücksichtigt dabei sowohl die Online- als auch die Offline-Ableger.

PHP Shell 2.2 startet im Webbrowser eine Shell, die es Ihnen ermöglicht, wie in einer normalen Konsole mit dem System zu arbeiten.

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