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17.02.2011

Passwörter sicher speichern mit Passwordstore

Egal ob Web-Portal, E-Mail-Konto oder Home-Banking-Software: Man muss sich heute überall mit Benutzerkennung und Passwort authentifizieren. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt es sich nicht, dazu durchgängig das selbe Passwort zu verwenden, und so verliert man schnell den Überblick. Das Programm Passwordstore hilft beim Verwalten der Authentifizierungsdaten. Als Java-Tool lässt es sich Passwordstore auf allen gängigen Plattformen einsetzen, seine strukturierte Oberfläche vereinfacht die Bedienung. Beim Start weisen Sie sich dem Programm gegenüber mittels Benutzerkennung und Passwort aus, die Sie beim ersten Aufruf angegeben haben. Passwordstore verwaltet beliebig viele Zugangskonten, wobei jeder Eintrag die Benutzerkennung, das Passwort sowie eine Beschreibung umfasst. Sämtliche Einträge listet das Programm tabellarisch auf, wobei es standardmäßig nur Benutzerkennung und Beschreibung anzeigt und erst auf Anforderung auch die Passwort-Spalte einblendet. Der Zugriff auf die Zugangsdaten erfolgt über das Kontextmenü der rechten Maustaste, über das sich sowohl die Benutzerkennung als auch das zugehörige Passwort nacheinander in die Zwischenablage kopieren lassen. Hinter den Kulissen verwaltet die integrierte H2-Datenbank-Engine alle eingegebenen Benutzerdaten. Die AES-verschlüsselte Datenbank vom Passwordstore liegt standardmäßig im DBStore-Verzeichnis Ihres Benutzerkontos. Möchten Sie diese lieber anderenorts ablegen, ändern Sie dazu den entsprechenden Eintrag in der Konfigurationsdatei system.properties im Passwordstore-Verzeichnis. Bei Bedarf exportiert Passwordstore die Datenbank auch in eine SQL- oder CSV-Datei und fertigt AES-verschlüsselte Backups an.

Passwordstore 0.2.5

Lizenz: LGPL v3

Quelle: http://sites.google.com/site/thothtech/product-release/Passwordstore

Wertung

Das plattformübergreifend nutzbare Java-Tool Passwordstore verwaltet Zugangsdaten zu beliebig vielen Konten in einer AES-verschlüsselten Datei.

RD Connection Manager, ein Programm für alle Windows-Remote-Verbindungen

Der RD Connection Manager, kurz Rdpdesk, bietet eine komfortable Verwaltungsoberfläche für den Zugriff auf Windows-Systeme von Linux-Rechnern aus. Das Tool unterstützt neben den gängigen Protokollen RDP v5 und v6 auch VNC sowie ICA für die Kommunikation mit Citrix-Servern. Rdpdesk legt für jede Gegenstelle einen Verbindungseintrag an, in dem sich auch individuelle Konfigurationseinstellungen hinterlegen lassen. Eine übersichtliche Navigationsleiste am linken Bildschirmrand verwaltet alle Einträge und bietet darüber hinaus die Möglichkeit, einzelne Rechner zu logischen Gruppen zusammenzufassen. Jeder Verbindungseintrag enthält neben der IP-Adresse des Remote-Rechners auch einen eindeutigen Verbindungsnamen, sodass Sie die Verbindung in der Navigationsleiste jederzeit identifizieren können. Als Verbindungsparameter lassen sich unter anderem ein Benutzername, das entsprechende Passwort und die jeweilige Domain angeben. Daneben legen Sie die Bildschirmauflösung, Fenstergröße und Farbtiefe des Verbindungsfensters fest. Möchten Sie einfach nur schnell eine Remote-Verbindung aufbauen, ohne für das Zielsystem einen Verbindungseintrag anzulegen, stoßen Sie eine sogenannte Fast-Connection an. In diesem Fall benötigt Rdpdesk nur die Zieladresse und das zu verwendende Protokoll. Alle aktiven Verbindungen öffnet Rdpdesk in Reitern innerhalb seines Programmfensters. Wie bei einem Webbrowser blätter Sie bequem durch alle Sitzungen, von denen beliebig viele parallel laufen dürfen. Bei Bedarf öffnet das Rdpdesk die Verbindung auch im Fullscreen-Modus. Auf Wunsch verschlüsselt Rdpdesk die Verbindungen mittels AES, sofern das verwendete Protokoll dies unterstützt. Bei den Protokollen RDP und ICA können Sie außerdem die Datenkompression aktivieren, sodass Sie auch auch auf schmalbandigen Leitungen effizient arbeiten.

Rdpdesk 3.1

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://rdpdesk.com

Wertung

Der Connection-Manager Rdpdesk fasst alle wichtigen Remote-Protokolle für die Verbindung zu Windows-Rechnern in einer strukturierten Verwaltungsoberfläche zusammen.

Tmux expandiert das Terminal

Zu den Vorzügen einer grafischen Oberfläche zählt nicht zuletzt, dass man mehrere Terminals gleichzeitig öffnen und nutzen kann. Tmux bringt diese Funktion auch in ein Terminalfenster: Nach dem Aufruf des Programms arbeiten Sie sich augenscheinlich wieder in einem Terminal. Ein grünes Panel am unteren Fensterrand zeigt jedoch an, dass Tmux hier seinen Dienst versieht. Es informiert Sie hier über Rechnernamen, Datum und aktuelle Uhrzeit und signalisiert, wieviele virtuelle Terminals es geöffnet hat und welches davon gerade aktiv ist. Nach dem Start läuft normalerweise nur das virtuelle Terminal 0 mit einer Shell. Über Kommandozeilenparameter öffnet Tmux beim Aufruf optional aber auch mehrere Terminals mit beliebigen anderen Programmen. Jedes virtuelle Terminal erhält eine Nummer und erscheint mit dem Namen des in ihm laufenden Programms im Panel. Ein Sternchen kennzeichnet das aktive Terminal, mithilfe der Nummerierung wechseln Sie direkt in ein beliebiges Terminal wechseln. Dazu drücken Sie [Strg]+[B], gefolgt von der jeweiligen Ziffer. Alle Tastenkombinationen von Tmux beginnen mit dem Kürzel [Strg]+[B], eine Liste dazu liefert [Strg]+[B],[Umschalt]+[ß]. Die Tastenkombinationen modifizieren Sie bei Bedarf, indem Sie dazu die Datei ~/.tmux.conf anpassen. Sie können in Tmux nicht nur beliebig viele virtuelle Terminals nutzen, sondern ähnlich wie bei Vim oder Emacs zudem auch jedes Terminal horizontal oder vertikal teilen. Für den Einsatz via SSH ist darüber hinaus die Trennen-Funktion von Tmux interessant: Mit ihr lösen Sie sich von einer laufenden Tmux-Instanz, ohne dass die darin aktiven Programme zu beenden. Die Verbindung lässt sich zu einem späteren Zeitpunkt problemlos reaktivieren. Alternativ besteht die Möglichkeit, eine neue Tmux-Sitzung zu starten und somit mehrere aktive Tmux-Instanzen anzulegen. Beim Aufruf mit dem Befehl list-sessions gibt das Programm eine Liste aller aktiven Instanzen zurück. Mit dem Befehl attach -t gefolgt von der Instanznummer lässt sich die gewünschte Instanz reaktivieren. Detaillierte Einzelheiten zu diesem und weiteren Befehlen finden Sie in den umfangreichen Tmux-Manpages.

Tmux 1.4

Lizenz: BSD

Quelle: http://tmux.sourceforge.net

Wertung

Tmux ähnelt dem bekannteren GNU Screen, bietet aber über dessen Umfang hinaus Parameterbefehle, mit denen Sie es über eigene Skripte steuern.

Xxxterm, die Browser-Alternative

Suchen Sie für einen älteren Rechner mit wenig Ressourcen eine Webbrowser-Alternative zu Firefox oder Chrome und können auf Erweiterungen wie Flash verzichten, dann sollten Sie einen Blick auf Xxxterm werfen. Der minimalistische Browser beschränkt sich ähnlich wie Dillo auf die wesentlichen Surffunktionen. Xxxterm basiert auf den Bibliotheken GTK+ und Webkit, auf den ersten Blick wirkt er etwas spartanisch. Dennoch müssen Sie keineswegs auf sinnvolle Funktionen wie Tabbed-Browsing oder einen Download-Manager verzichten. Daneben unterstützt der Browser Cookies und verarbeitet Javascript. Für den Schutz der Privatsphäre sorgen dabei sogenannte Whitelists, mit deren Hilfe Sie nur bestimmten Seiten das Setzen von Cookies und Ausführen von Javascript gestatten. Einen Großteil der Tastenkürzel für Xxxterm haben die Entwickler beim Editor Vi entliehen. Die zahlreichen Shortcuts ermöglichen außerdem ein mausfreies Navigieren auf Webseiten. So versieht Xxxterm bei einem Drucken auf [F] alle Links einer Seite mit einer Nummer, über die Sie das Ziel direkt anspringen, [Umschalt]+[7] startet die Suche auf einer Webseite. Mit [Umschalt]+[.] öffnen Sie ein Eingabefeld, in das Sie entsprechende Befehle direkt eintippen. Das Kommando help gibt dabei die Xxxterm-Manpage im Browser aus. Sie konfigurieren Xxxterm über eine klassische Textdatei, in der Sie unter anderem Einstellungen wie die Startseite, das Download-Verzeichnis, die Schriftgröße oder den zu verwendenden Proxy hinterlegen. Auch die bereits erwähnten Whitelist-Einträge nehmen Sie and dieser Stelle vor. Eine gute dokumentierte Beispielkonfiguration finden Sie im Xxxterm-Tarball. Informationen zu den einzelnen Konfigurationsparametern sowie den Tastenkürzeln finden sich in der Manpage.

Xxxterm 1.226

Lizenz: ISC

Quelle: http://opensource.conformal.com/wiki/XXXTerm

Wertung

Der schlanke, schnelle Webbrowser Xxxterm erweist sich als gute Alternative für alle, die beim Surfen im Netz auf Flash und andere Plugins verzichten können.

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