Datenspeicher

USB-Speichersticks haben sich als Medium für den Datenaustausch und das Backup mittlerweile fest etabliert. Mobile Anwender jedoch sind froh über jede Komponente, die sie nicht mit herumtragen müssen. Der Huawei E5 entlastet den Road Warrior von den kleinen Speichermedien, indem er durch den einfachen Einschub einer handelsüblichen MicroSD-Karte zum Flash-Speicher mutiert.

Den MicroSD-Speicher nutzen Sie dann entweder lokal via USB oder rechnerübergreifend im WLAN. Dazu schieben Sie lediglich eine handelsübliche MicroSD-Karte in den dafür vorgesehenen Slot an der linken Seite des E5 und wählen anschließend im Konfigurationsmenü des Routers den Reiter microSD-Karte an. Ein nachfolgender Klick auf die Schaltfläche SD-Karten-Einstellungen oben rechts im Fenster öffnet den Konfigurationsdialog.

Hier legen Sie zunächst fest, ob Sie den Speicher über den Webbrowser für alle im Netz des Huawei-Gerätes befindlichen Computer freigegeben möchten oder ob Sie ausschließlich über die USB-Schnittstelle des Routers auf die Speicherkarte zugreifen wollen. Haben Sie die Freigabe des Speichers aktiviert, dürfen Sie im Falle mehrerer Partitionen auf der MicroSD-Karte den freizugebende Bereich festlegen. Last but not least müssen Sie noch definieren, ob die Anwender im Netz nur eine Leseberechtigung erhalten oder den Wechselspeicher auch beschreiben dürfen (Abbildung 4).

Abbildung 4: Auch die Betriebsmodi für die Speicherkarte legen Sie im Webmanager fest.

Die Software erlaubt keine simultanen Zugriff auf die Speicherkarte sowohl über eine lokale USB-Schnittstelle als auch mithilfe des Web-Managers. Ein weiteres Manko der Serverfunktion besteht in der mangelnden Flexibilität der Browserschnittstelle. So ist es nicht möglich, komplette Ordnerhierarchien in einem Durchgang zu kopieren, was die Funktionalität des E5 als Backup-Medium bei mehreren angeschlossenen Clients stark einschränkt.

Das Löschen von mehreren Dateien, die auf dem Huawei E5 liegen, gestaltet sich per Webinterface eher umständlich: Nach dem Wechsel in den entsprechenden Ordner wählen Sie die zu löschenden Daten einzeln durch Setzen eines Häkchens vor jeder zu entfernenden Datei aus. Befinden sich einige hundert Dateien in einem Ordner, artet dieses Prozedere schnell zu einer Geduldsprobe aus.

Daher empfiehlt es sich bei großen zu sichernden und freizugebenden Datenbeständen, den Huawei E5 zunächst als lokalen Datenträger an der USB-Schnittstelle einzurichten, um dann ganze Verzeichnisbäume per Drag & Drop zu kopieren. Anschließend stehen diese Datenbestände nach Aktivieren der Freigabe allen angeschlossenen Rechnern bereit.

Fazit

Beim Huawei E5 stimmt fast alles: das einfaches Bedienkonzept, die durchdachte Konfiguration, das solide Gehäuse und der nahezu perfekt auf den Einsatzbereich abgestimmter Funktionsumfang. Lediglich das etwas umständliche Interface des Dateiservers und die daraus resultierenden Einschränkungen beim Verwalten größerer Datenarchive fallen unangenehm auf. Mobilen Anwender, die den Netzzugriff bislang mithilfe eines USB-Surfsticks oder einer Cardbus-UMTS-Karte realisiert haben, bietet der Huawei E5 zudem aufgrund seines ausgeglichenen Leistungsverhaltens eine ernsthafte Alternative. 

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 

Ähnliche Artikel

  • UMTS-WLAN-Router Huawei E586
    Huawei hat die weltweit kleinsten und leichtesten UMTS-WLAN-Router im Angebot. Das neue Flaggschiff der Reihe, der Huawei E586, lässt so manchen stationären WLAN-Router alt aussehen.
  • Mobiler UMTS/WLAN-Router von Huawei für alle Netze
    Mit dem rasanten Ausbau der Breitbandnetze erleben mobile UMTS/WLAN-Router einen Höhenflug. Ganz vorn mit dabei: der Huawei E5776.
  • Hauptsache Internet
    Für die einen ist es der Fernseher, für die andern das Internet: Das Wichtigste bei der Arbeit und im Urlaub. An Orten, wo es weder DSL noch Telefonanschluss gibt, bietet sich eine Mobilfunklösung an. LinuxUser hat die zugehörige Hardware getestet und zeigt, wie Sie im Nu online sind.
Kommentare
Nichts neues...
flo (unangemeldet), Dienstag, 18. Januar 2011 21:44:47
Ein/Ausklappen

Geht auch mit den meisten Symbian/Android-Phones und der passenden (kostenlosen...) Software! Trotzdem sicherlich nützlich.


Bewertung: 153 Punkte bei 17 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht

Infos zur Publikation

LU 11/2014: VIDEOS BEARBEITEN

Digitale Ausgabe: Preis € 4,95
(inkl. 19% MwSt.)

Mit der Zeitschrift LinuxUser sind Sie als Power-User, Shell-Guru oder Administrator im kleinen Unternehmen monatlich auf dem aktuelle Stand in Sachen Linux und Open Source.

Sie sind sich nicht sicher, ob die Themen Ihnen liegen? Im Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben zum reduzierten Preis. Einzelhefte, Abonnements sowie digitale Ausgaben erwerben Sie ganz einfach in unserem Online-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!       

Tipp der Woche

Schnell Multi-Boot-Medien mit MultiCD erstellen
Schnell Multi-Boot-Medien mit MultiCD erstellen
Tim Schürmann, 24.06.2014 12:40, 0 Kommentare

Wer mehrere nützliche Live-Systeme auf eine DVD brennen möchte, kommt mit den Startmedienerstellern der Distributionen nicht besonders weit: Diese ...

Aktuelle Fragen

Artikelsuche
Erwin Ruitenberg, 09.10.2014 07:51, 1 Antworten
Ich habe seit einige Jahre ein Dugisub LinuxUser. Dann weiß ich das irgendwann ein bestimmtes Art...
Windows 8 startet nur mit externer Festplatte
Anne La, 10.09.2014 17:25, 4 Antworten
Hallo Leute, also, ich bin auf folgendes Problem gestoßen: Ich habe Ubuntu 14.04 auf meiner...
Videoüberwachung mit Zoneminder
Heinz Becker, 10.08.2014 17:57, 0 Antworten
Hallo, ich habe den ZONEMINDER erfolgreich installiert. Das Bild erscheint jedoch nicht,...
internes Wlan und USB-Wlan-Srick
Gerhard Blobner, 04.08.2014 15:20, 2 Antworten
Hallo Linux-Forum: ich bin ein neuer Linux-User (ca. 25 Jahre Windows) und bin von WIN 8 auf Mint...
Server antwortet mit falschem Namen
oin notna, 21.07.2014 19:13, 1 Antworten
Hallo liebe Community, Ich habe mit Apache einen Server aufgesetzt. Soweit, so gut. Im Heimnet...