Neues rund um Linux

Aktuelles

Cirkuit zeichnet Schaltpläne und Graphen

Mit Cirkuit stellt der KDE-Entwickler Matteo Agostinelli eine neue Anwendung zum Zeichnen von Schaltplänen und Graphen vor. Agostinelli hatte das Programm ursprünglich als Frontend für die Circuit-Makros geschrieben, die Schaltpläne und andere Strichgrafiken zur Verwendung in LaTeX-Dokumenten produzieren, wie der Entwickler in seinem Blog berichtet. Die Editorkomponente von Cirkuit stammt aus Kate und bietet Syntax-Highlighting. Cirkuit, das mittlerweile in Version 0.3.1.1 vorliegt, zeigt eine Echtzeit-Vorschau und exportiert das Ergebnis wahlweise in den Formaten PDF, EPS, SVG, PNG, JPEG oder Pstricks. Mittlerweile kann das KDE-4-Programm auch Gnuplot und Tikz/PGF als Backends benutzen, um allerhand Graphen zu generieren. Mittels der Erweiterung CircuiTikz lassen sich elektrische Schaltpläne erstellen. Die Software ist auf KDEs Projekt-Plattform erhältlich, wo unter anderem der Quelltext per Git verfügbar ist. Den Quelltext des unter GPLv2 lizenzierten Cirkuit erhalten Sie als Tarball über die Projekthomepage (http://wwwu.uni-klu.ac.at/magostin/cirkuit.html). Dort findet sich auch eine ausführliche Anleitung zum Übersetzen des Programms.

Mit Cirkuit erstellen Sie nicht nur einfache Zeichnungen und Schaltpläne, sondern auch anspruchsvollere Grafiken.

Knights für KDE SC 4 jetzt als Stable-Release 2.2.0

Mit Knights 2.2.0 liegt jetzt eine erste offizielle stabile Version des Schach-Frontends für KDE SC 4 vor. Es erlaubt das Spielen gegen menschliche Gegner auf der selben Maschine oder dem Free Internet Chess Server FICS sowie gegen jede Xboard-kompatible Schach-Engine. Dabei bietet es eine volle Regelüberprüfung, zeigt auf Wunsch mögliche eigene Züge und wahrscheinliche Reaktionen des Gegners auf und kann vor gefährlichen Stellungen warnen. Optisch bietet es vier Themes vom klassisch-schlichten 2D-Schwarzweiß-Look bis zu verspielten animierten (ab Qt 4.6) Pseudo-3D-Figuren in mittelalterlicher Aufmachung. Die optionalen Schachuhren für die beiden Kontrahenten borgt Knights wahlweise in analogen oder digitalen Varianten beim Plasma-Desktop. Den Quellcode und Binärpakete von Knights 2.2.0 für Fedora, Mandriva, OpenSuse und Ubuntu finden Sie auf KDE-Apps.org (http://tinyurl.com/lu1102-knights).

Die KDE-4-Portierung des beliebten Schach-Frontends Knights liegt jetzt als erstes offizielles Release 2.2.0 vor.

Linux-Kalender 2011 von LinuxCommunity.de

Aus den zehn schönsten Fotos der Leser und zwei "redaktionellen" Beiträgen hat unsere Schwester-Website Linux-Community einen tollen Jahreskalender mit den wichtigsten Linux-Terminen 2011 zusammengestellt. Er enthält sämtliche Erscheinungsdaten unserer Zeitschriften Admin-Magazin, EasyLinux, LinuxUser, Linux-Magazin, Open Source Spezial und Ubuntu User, die Termine der wichtigsten Linux-Veranstaltungen sowie die geplanten Releases der großen Distributionen. Praktisch im A4-Format, lässt sich das Kalender-PDF (http://tinyurl.com/lu1102-lcpdf) zu Hause ausdrucken, zusammenheften und an die Wand hängen. Das lockere Layout lässt auch noch Platz für eigene Notizen. Zudem steht der Kalender auch im "Quellcode" als OpenOffice-Tabellendokument zum Download bereit (http://tinyurl.com/lu1102-lcooo), sodass Sie ihn beliebig ergänzen oder umbauen können.

Der LinuxCommunity-Kalender 2011 enthält alle wichtigen Termine rund um Linux und steht als PDF und ODF-Dokument zum Download bereit.

Oracle gibt Virtualbox 4 frei

Nach vier kurz aufeinander folgenden Betas schickte die neue Virtualbox-Mutter Oracle zu Weihnachten das finale Virtualbox 4 (http://www.virtualbox.org) in die Welt und betont als wichtigste Neuerung deren modulares Konzept: In der aktuellen Version kommt die Virtualisierungssoftware in einzelnen Paketen daher, von denen lediglich das Basispaket quelloffen ist. An Erweiterungen liegt erst einmal nur ein sogenanntes Extension-Paket von Oracle vor, das Funktionen für das Einbinden physikalischer USB-Ports sowie das Virtualbox Remote Desktop Protocol VRDP mitbringt. Sie erkennen dieses wie andere Virtualbox-Extension-Pakete an der Endung .vbox-extpack. Weitere Neuheiten zeigen sich direkt auf dem grafischen Frontend, das jetzt Virtualbox Manager heißt. Die GUI ermöglicht jetzt zum Beispiel größenverstellbare Fenster für Gastmaschinen oder sortierbare VM-Listen. Unter der Haube haben sich die Orte geändert, an denen die Virtualbox ihre Dateien lagert: VMs sowie deren Konfigurationsdateien und Disk-Images speichert der VM-Wizard nun im Ordner VirtualBox VMs/VM-Name / im Home-Verzeichnis des Anwenders ab.

X.org 7.6 tauscht HAL und Xlib aus

Mit Version X11R7.6 hat die X.org-Foundation nach rund einem Jahr Entwicklung ein Update des modularen X Window System veröffentlicht. Zu den Neuerungen der Version 7.6 (http://www.x.org/releases/X11R7.6/) zählt unter Linux die nun vollzogene Umstellung von HAL auf Udev für die Erkennung von Eingabegeräten und beim Hot-Plug. Das X-Protocol C-Language Binding (XCB) ersetzt die Xlib, wovon sich die Entwickler ein besseres Threading nebst geringerer Systembelastung und besseren Reaktionszeiten versprechen. Zudem brachten Sie die X.org-Dokumentation auf den aktuellen Stand, sie liegt den Modulen nun in einheitlichem Format bei.

Kurz notiert

Der deutsche Server-Spezialist Thomas Krenn AG hat dem freien Flugsimulationsprojekt Flightgear eine Workstation aus dem eigenen Haus mit zwei Sechskern-Xeons, vier Geforce-GTX-Grafikkarten und reichlich RAM gespendet. Die Maschine dient dem Flightgear-Team zur Weiterentwicklung des Simulators. Ein Whitepaper beschreibt, wie das Projekt den Rechner mit den vier GPUs einsetzt (http://tinyurl.com/lu1102-krenn).

Anfang Dezember wurde via Bundeskartellamt (Aktenzeichen: B5-148/10) bekannt, wer außer Microsoft noch hinter der geheimnisvollen CPTN Holdings steht, die Novell bei der Übernahme durch Attachmate fast 900 Patente abkaufen will: Bei den weiteren Partnern handelt sich um EMC, Oracle und Apple (http://tinyurl.com/lu1102-cptn). Die Viererbande will sich mit der Akquisition offenbar für die nächste Runde des laufenden Patentkriegs rund um Mobilgeräte und speziell Android bewaffnen.

Mit Cloud Computing und insbesondere Google wird GNU- und FSF-Altmeister Richard M. Stallman wohl nie mehr richtig warm. Nachdem er vor zwei Jahren schon GMail als "schlimmer als Blödheit" apostrophiert hatte, warnt er nun, Googles ChromeOS verleite zu "careless computing", als unvorsichtigem Umgang mit den eigenen Daten (http://tinyurl.com/lu1102-rms). Dabei fuchst ihn offenbar besonders, das ChromeOS ja auf GNU und Linux fußt.

Ab 2015, darauf haben sich AMD, Dell, Intel, Lenovo, Samsung und LG verständigt, sollen analoge Display-Ausgänge der Vergangenheit angehören. Schnittstellen wie VGA und – im Embedded-Bereich – LVDS sollen dann endgültig von digitalen Pendants wie HDMI und Displayport abgelöst werden. Die digitalen Schnittstellen gelten als skalierbarer, energiesparender und erlauben dank geringeren Einbaumaße schlankere Notebooks.

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