Der erste Import

Nach Abschluss der Vorarbeiten beginnen Sie mit dem Import der ersten Lieder. Der Aufruf beet import -A ~/Desktop/alben/pink_floyd_pulse/ (beachten Sie, dass der Befehl beet ohne abschließendes s heißt) liest das im angegebenen Verzeichnis enthaltene Album in die Datenbank ein und kopiert die Lieder in das in der Konfigurationsdatei festgelegte Musikverzeichnis.

Da Beets die Verzeichnisse rekursiv abarbeitet, können Sie auch einfach das übergeordnete Verzeichnis benennen, um alle darin enthaltenen Musikdateien zu indizieren. Ein beet import -A ~/Desktop/alben/ lädt so nicht nur das Pink-Floyd-Meisterwerk in die Datenbank, sondern berücksichtigt auch die Beatles-Sammlung und die Diskografie des London Symphony Orchestra im zweiten und dritten Unterordner.

Der im Beispiel verwendete Schalter -A sorgt dafür, dass bestehende Metadaten (MP3-Tags wie Titel oder Album) bestehen bleiben. Soll Beets stattdessen automatisch versuchen, die passenden ID3-Tags über das Internet zu ermitteln, dann lassen Sie den Parameter einfach weg und rufen nur beet import ~/Desktop/alben/ auf. Im Test funktionierte das allerdings nur sehr bedingt: Im Fall der losen Beatles-Sammlung schlug das so genannte Autotagging ganz fehl, da kein korrektes Album zugeordnet war. Bei Pink Floyds "Pulse" zeigte Beets zahlreiche Alternativvorschläge – auf die einfache Idee, dass es sich bei den Aufnahme um CD 1 und CD 2 handelte, kam es jedoch nicht, obwohl diese Angaben sogar in den Metadaten der Audiodateien standen. Immerhin lädt Beets zusätzlich zu den Tags auch die jeweiligen CD-Cover herunter, sofern vorhanden,.

Zwar kopiert das Programm bei einem erneuten Import der Musiksammlung die bereits eingefügten Lieder nicht noch einmal, legt sie aber ein zweites Mal in der Datenbank an.

Wer sucht, …

Einen ersten Überblick über das vorhandene Material liefert die Statistikfunktion, die Sie mit beet stats abrufen (Abbildung 1). Die im Test verwendete Zusammenstellung sorgt immerhin schon für fast zehn Stunden Musikgenuss in 124 Liedern aus 93 verschiedenen Alben.

Abbildung 1: Die Statistikfunktion von Beets gibt Auskunft über den Umfang der Musiksammlung.

Neben diesen generellen Informationen beherrscht Beets natürlich auch weitaus mächtigere Abfragen, die Sie mit dem Befehl beet list abrufen. So liefert beet list love alle Einträge, in deren Metadaten die Zeichenfolge Love vorkommt (Abbildung 2). Die Schreibweise spielt dabei übrigens keine Rolle, das heißt, LOVE wird genauso gefunden wie LoVe oder love.

Abbildung 2: Die detailliertere List-Abfrage zeigt alle Songtitel, in deren Meta-Informationen das Suchwort vorkommt.

Die Auflistung erfolgt dabei immer nach dem Schema Interpret/Album/Titel. Das Programm erlaubt auch die Abfrage mehrerer Suchbegriffe. So zeigt beet list love radar beispielsweise alle Einträge, die sowohl die Zeichenfolgen love als auch radar enthalten, etwa den Golden-Earring-Klassiker "Radar Love".

Zur genaueren Suche fügen Sie dem Suchtext ein Schlüsselwort hinzu. Mittels beet list album:heavy rotation erfahren Sie, welche Lieder des Anastacia-Albums Ihre Sammlung enthält (Abbildung 3).

Abbildung 3: Beets ermöglicht, durch Angabe von Keywords nach ganz bestimmten Interpreten oder Alben zu fahnden.

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Kommentare
Metadaten auslesen?
bodenhaftung bei den 3 Konsonanten (unangemeldet), Mittwoch, 14. November 2012 23:07:05
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Eigentlich habe ich gedacht mit beets kann ich id3 Tags auslesen, aber das scheint gar nicht zu gehen.
Oben hat es geheissen ich kann Metadaten auslesen, aber das ist glaube ich ein bischen positiv ausgedrückt, oder liege ich da falsch?
Gruss


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