Nützliche Zusatztools

Mit der Installation von XFE kommen einige zusätzliche kleine Programme auf die Festplatte, die XFE zum Beispiel für die Anzeige von Grafikdateien verwendet (Abbildung 3). Öffnen Sie mit XFE zum Beispiel eine Bilddatei, übergibt die Software diese an X File Image (XFI) und bietet unter dem Bild den übrigen Ordnerinhalt für das Öffnen anderer Bilder an.

Abbildung 3: Der spartanische Bildbetrachter X File Image verlangt etwas Einarbeit.

Über die Symbol- beziehungsweise die Menüleiste stehen die wichtigsten Funktionen wie Zoomen und Drehen bereit. Über Anzeigen | Thumbnails betrachten Sie den Ordnerinhalt in Form von kleinen Vorschaubildern. Allerdings nimmt diese Funktion in einem Ordner beim ersten Mal ein wenig Zeit in Anspruch, sodass der Bildbetrachter solange nicht bereit steht.

In mancherlei Hinsicht wirkt der Bildbetrachter recht spartanisch: So ist ein bequemes Blättern mit den Pfeiltasten oder der Maus nicht möglich. Sie müssen stattdessen Bilder für die Anzeige direkt mit der Maustaste doppelklicken oder mit der Eingabetaste öffnen.

Ein weiteres Manko: XFE passt besonders große Bilder beim Öffnen nicht ins Programmfenster ein. Dies müssen Sie manuell mithilfe der Funktion Fenster anpassen aus dem Menü Bild erledigen. Für Tastaturfreunde steht dazu das Kürzel [Strg]+[F] bereit. Alternativ legen Sie das Verkleinern auf die Fenstergröße per Einstellungen | Fensterfüllend öffnen als Standardverhalten fest. Allerdings speichert XFE diesen Parameter nicht, sodass Sie beim nächsten Aufruf von X File Image erneut einen Bildausschnitt vorfinden.

Musik

Sofern nicht bei der Installation deaktiviert, kommt mit XFE der Audioplayer Audacious zusätzlich ins System. Rufen Sie nun Audiodateien aus XFE heraus auf, landen diese üblicherweise in dieser Software. Bei den meisten Distributionen – vor allem solchen, die auf Debian basieren – liegt Audacious noch in der Version 2.3 vor (Abbildung 4). Mittlerweile gibt es den Player bereits in Version 2.4, die etwas anders aussieht.

Abbildung 4: Audacious erinnert optisch und funktional an XMMS und Winamp.

Audacious ist ein Verwandter des bekannten Winamp-Klons XMMS und besticht vor allem durch sein schlankes Auftreten. Er stellt alle notwendigen Funktionen für das Abspielen von Audiodateien und Internetradios bereit. Neben MP3 und OGG Vorbis unterstützt das Programm auch MPEG-4 und AAC.

Die Oberfläche gliedert sich in klassischer Winamp-Manier: Neben den Steuerelementen für das Starten, Stoppen und Vor- sowie Zurückspulen stehen ein Equalizer und eine Playlist-Ansicht bereit. Über das Playlist-Fenster passen Sie die Abspielliste wie in Winamp mittels Schaltflächen mit dem Plus- beziehungsweise Minus-Zeichen an. Über das Notensymbol hilft Ihnen der Wiedergabenlisten-Manager dabei, Ihre Abspiellisten zu verwalten. Darüber hinaus stehen entsprechende Funktionen zum Import und Export von Playlists bereit.

Neben seiner Schlankheit liegt eine weitere Stärke von Audacious in der hohen Anpassbarkeit: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Hauptfenster mit der Abspielsteuerung, rufen Sie die Einstellungen auf. Hier finden Sie neben den Parametern zum Anpassen der Oberfläche auch die umfangreiche Liste der Plugins, mit deren Hilfe Sie zum Beispiel optische Effekte aktivieren (Abbildung 5).

Abbildung 5: Audacious besticht in der Version 2.3 durch seine Anpassungsfähigkeit.

Neben den genannten Helfern sucht sich XFE bei der Installation noch weitere Tools zur Unterstützung heraus. Für das Editieren von Dateien kommt von Haus aus X File Write (XFW) zum Einsatz, zum Betrachten und Installieren von RPM- oder DBM-Paketen öffnet sich beim Doppelklick auf entsprechende Dateien das übersichtliche X File Package (XFP). Über Bearbeiten | Einstellungen stellen Sie in XFE unter dem Reiter Programme alternativ Ihre Lieblingstools als Standardwerkzeug ein.

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