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Neues auf den DVDs

Trotz oder vielleicht auch gerade wegen des unruhigen Fahrwassers, in das Mandriva in den letzten Monaten geraten war, legt der französisch-brasilianische Distributor jetzt außerhalb des regulären Release-Zyklus ein Maintenance-Release vor. Mandriva 2010.2 demonstriert, dass die Entwickler ihr Handwerk verstehen: Sie haben erneut Benutzerfreundlichkeit mit Sicherheit zu einem runden System kombiniert. So bietet das System wieder einige interessante Neuerungen rund um den Desktop, wie zum Beispiel die von der europäischen Union als Projekt geförderte semantische Suche Nepomuk, bei der Sie neben den bekannten Kriterien auch Meta-Informationen als Kriterium verwenden dürfen. Als Grundlage setzt Mandriva 2010.2 auf Kernel 2.6.33 auf und bringt als Desktop neben KDE SC 4.4.3 die Gnome-Version 2.30.0 mit. Die rund 5000 erneuerten Pakete machen aus dem zweiten Update von Mandriva 2010 Spring ein rundum stabiles System, das sich dank MSCE Framework mit integrierter Kindersicherung auch für einen Internet-Rechner im Kinderzimmer eignet. Lesen Sie mehr zu dieser Distribution auf Seite 6 in dieser Ausgabe. Auf dem ersten Datenträger finden Sie eine Live-Version von Mandriva 2010.2 zum Ausprobieren, auf der zweiten DVD die Installationsversion für 32- und 64-Bit-Systeme.

Rund ein Jahr nach erscheinen der ersten Alpha-Version des beliebten Multimediacenters legen die Entwickler nun die stabile Version XBMC 10.0 vor. Die Applikation läuft wahlweise auf Linux, Windows oder Mac OS X. Wer sie erst ausprobieren möchte, greift dagegen einfach zum Live-System, das auf Ubuntu basiert. XBMC bietet für alle Bereiche des Home-Entertainment ein passendes Modul an. Fehlende Funktionalität rüsten Sie in vielen Fällen leicht über ein einfaches Plugin nach. Mit der Heft-DVD haben Sie die Möglichkeit, diesen multimedialen Alleskönner live in Aktion zu erleben, ohne das System erst auf einem Rechner zu installieren. Sie booten direkt vom Datenträger und haben so die Möglichkeit, sich gefahrlos einen Überblick über die vorhandenen Möglichkeiten zu verschaffen.

Ebenfalls live testen Sie PinguyOS 10.10.1. Das einsteigerfreundliche System auf der Basis von Ubuntu nimmt Ihnen viele Konfigurationsschritte ab, mit denen Experten in der Regel eine Standardinstallation aufwerten. So haben Sie gleich nach dem ersten Start die Möglichkeit, ohne zusätzlichen Aufwand verschiedene Multimediaformate abzuspielen oder profitieren von der Integration von Java und Flash beim Surfen im Netz. Sie finden auf dem ersten Datenträger die Versionen für 32- und 64-Bit-Systeme, die Sie nicht nur im Live-Betrieb anschauen und testen können, sondern bei Gefallen gleich installieren.

Ein Exemplar von Backtrack 4R2 sollte im digitalen Werkzeugkasten jedes sicherheitsbewussten Anwenders und Admins liegen. Die Security-Distribution hat sich schon in zahllosen Einsätzen bewährt. Für die aktuell vorliegende Version brachten die Entwickler noch einmal viele Komponenten auf den neusten Stand: Der Kernel 2.6.35.8 hat verbesserte Mac80211-WLAN-Treiber mit sowie USB-3.0-Support mit an Bord.

Ein besonders Schmankerl für Freunde des 3D-Modellings ist das Blender Video Tutorial. Vom ersten Pixel bis zur fertigen Kreatur verfolgen Sie dabei in einem umfangreichen Video-Workshop, wie die Profis das Design und die Oberfläche eines futuristischen Wesens inklusive Landschaft gestalten – spannend und lehrreich in einem. 

Programm zu den Artikeln

Wer regelmäßig Python-Programme schreibt, dem hilft eine maßgeschneiderte Entwicklungsumgebung bei vielen lästigen Handgriffen und räumt so den Weg frei, um die großen Ideen umzusetzen. Die IDE Eric 4 gehört zu den besten freien Helfern für die beliebte Programmiersprache. Mit Templates, Code-Fragmenten und Syntax-Highlighting erleichtert sie die Arbeit und übernimmt zugleich auf Wunsch das Versionieren der Ergebnisse im Versionskontrollsystem Subversion. Mehr lesen Sie zu diesem praktischen Helfer ab Seite 24.

Statt den Staub vom Wörterbuch zu pusten, greifen Sie lieber zu Ding 1.7. Der praktische Allrounder sollte auf keinem System fehlen, auf dem mit Texten hantiert wird. Ganz nebenbei hilft er beim Übersetzen von Texten aus dem Deutschen ins Englische und umgekehrt. Einen Überblick über die Funktionen bietet ein Artikel ab Seite 42.

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