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Brett und Stift

Wacom Bamboo Pen & Touch CTH-460 unter Linux einrichten

Setup in Gimp

Obwohl sich der Stift nun bereits in Gimp nutzen lässt, müssen Sie noch einige Einstellungen vornehmen. Dazu wählen Sie in Gimp den Menüpunkt Bearbeiten | Einstellungen | Eingabegeräte und klicken auf Erweiterte Eingabegeräte konfigurieren.

Hier finden Sie nun die vier Einträge für das Wacom-Tablet, von denen Sie den Pen (Stift) und den Eraser (Radierer) auf Bildschirm stellen (Abbildung 1). Die Einstellungen für X, Y und Druck belassen Sie am besten bei den Voreinstellungen. Möchten Sie in Gimp auch per Finger malen, dann aktivieren Sie auch den Eintrag Finger für das Touchpad. Damit kommen Sie allerdings vermutlich der Maus ins Gehege.

Abbildung 1: Gimp bringt einen umfassenden Einstellungsdialog mit.

Xinput und Xsetwacom

Wie erwähnt kümmert sich auf aktuellen Distributionen mit X.org 1.7 oder höher der allgemeine Event-Treiber evdev um Eingabegeräte. Er kennt sämtliche Eingabegeräte, sodass spezielle Treiber für Tastaturen, Mäuse oder andere Eingabegeräte entfallen. Im Optimalfall sollte Evdev auch Grafiktabletts komplett automatisch handhaben, der entsprechende Code müsste dann aber in den Kernel.

Welche Eingabegeräte der X-Server aktuell erkannt hat, sehen Sie sich mit dem Befehl xinput list an. Interessant sind hier alle Einträge außer den Platzhaltern Virtual core XTEST. Der Befehl sollte bei Notebooks zum Beispiel das Touchpad anzeigen und natürlich auch Maus und Tastatur. Mit Evdev alleine funktioniert das Bamboo-Tablet wie eine Maus.

Bei den Wacom-Tablets übernehmen der X.org-Treiber wacom_drv.so und das Kernel-Modul wacom.ko die zentralen Funktionen des Tablets. Erst damit bietet das Bamboo die druckempfindlichen Fähigkeiten, und nur damit funktioniert das Touchpad. Zum Paket xf86-input-wacom gehört auch das Tool xsetwacom. Es entspricht in etwa dem generischen Xinput des X-Servers, ist aber speziell auf die Wacom-Tabletts zugeschnitten.

Haben Sie xf86-input-wacom korrekt installiert, dann sollte die Ausgabe von which xsetwacom als Pfad /usr/bin/xsetwacom anzeigen. Sie benutzen dann Xsetwacom aus dem Code von xf86-input-wacom. Zeigt die Ausgabe hingegen als Pfad /usr/local/bin/xsetwacom an, dann kam der Befehl vermutlich mit einem selbst kompilierten Linuxwacom oder einem Distributionspaket wacom-tools auf den Rechner. Sie benutzen dann eine veraltete Version von Xsetwacom, was beim ersten Betrieb nicht auffällt, aber beim Feintuning zu Problemen führen kann (erkennbar an nicht sehr verständlichen Fehlermeldungen).

Als weiterer Test neben dem Pfad eignet sich ein Vergleich der Ausgabe von xinput list und xsetwacom list. Im Optimalfall zeigt xsetwacom list nur die Wacom-Geräte ohne ID an (Listing 3). Führt der Befehl hingegen sämtliche Eingabegeräte auf (wie xinput list), dann kann das auf ein Versionsproblem hinweisen (muss aber nicht). Falls die Ausgabe von xsetwacom list keine Wacom-Geräte anzeigt, traten bei der Installation in jedem Fall Fehler auf.

Listing 3

$ setwacom list
Wacom BambooFun 2FG 4x5 Pen eraser ERASER
Wacom BambooFun 2FG 4x5 Pen stylus STYLUS
Wacom BambooFun 2FG 4x5 Finger pad PAD
Wacom BambooFun 2FG 4x5 Finger touch TOUCH
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Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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