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Prozesse visualisieren mit Dia

09.12.2010 Das Erstellen von Diagrammen und Flowcharts gestaltet sich mit herkömmlichen Grafikprogrammen wie Gimp oder Inkscape außerordentlich mühsam. Einfacher geht es mit Dia.

Zum Bearbeiten von Fotos kommt meist eine Bildbearbeitung wie Gimp oder Photoshop zum Einsatz, zum Erstellen von Zeichnungen oder Illustrationen eignen sich Vektorgrafikprogramme wie Inkscape, Adobe Illustrator oder Corel Draw. Doch was machen Sie, wenn Sie strukturierte Grafiken oder Diagramme mit standardisierten und immer wiederkehrenden Objekten erstellen wollen? Dafür gibt es spezielle Visualisierungsprogramme wie etwa Microsoft Visio oder das unter der GPL lizenzierte Pendant Dia [1].

Multitalent

Dia bietet sich generell zum Darstellen von Fluss-, Datenbank- oder UML-Diagrammen an, aber auch zum Abbilden von Abläufen oder Strukturen in Prozessen. Für diese Aufgaben bringt Dia von Haus aus geeignete Grafikobjekte mit. Zusätzlich ermöglicht es im begrenzten Umfang auch das Erstellen freihändig gezeichneter Elemente. Objekte ziehen Sie aus der Toolbox auf das Arbeitsblatt, wo Sie diese nach Bedarf frei anordnen und miteinander verknüpfen. So passt sich beispielsweise ein Pfeil beim Verschieben eines Objekts automatisch an. Ein lästiges Nachjustieren aller Objekte bei einer kleinen Änderung entfällt daher.

Installation

Dia steht für Linux, Mac OS X und Windows zum Download breit. Die Linux-Version finden Sie im Repository jeder größeren Linux-Distribution. Nutzer von Ubuntu und Debian müssen hier auf gewisse Versionsunterschiede achten – Näheres erläutert der Kasten "Eine Version extra für Gnome?"). Für Windows finden Sie auf der Webseite des Projekts auch eine portable Version, die den Start ohne Installation ermöglicht, beispielsweise über einen USB-Stick.

Zwar fällt die Linux-Variante technisch weitgehend gleich mit denen der anderen Betriebssysteme aus, allerdings teilt sie den Anwendungsbereich in zwei Fenster: Ähnlich wie etwa Gimp trennt das Programm die Toolbox vom Arbeitsblatt ab. Um beide Bereiche in einem Fenster zu vereinen (Abbildung 1), rufen Sie Dia mit der Option --integrated auf. Die Möglichkeit, mehrere Dia-Dokumente zur selben Zeit zu aufzurufen, bleibt dabei erhalten. Weitere Arbeitsblätter öffnet das Programm in diesem Modus in Tabs.

Abbildung 1: Mit der Option --integrated startet Dia auch unter Linux die Ansicht in nur einem Fenster (oben).

Eine Version extra für Gnome?

Debian und Ubuntu unterscheiden zwei verschiedene Versionen von Dia: In den Paketverwaltungen dieser Distributionen finden Sie die Metapakete dia und dia-gnome. Letzteres sollten Sie nur als Nutzer des Gnome-Desktops installieren. Verwenden Sie hingegen KDE oder XFCE, installieren Sie mit diesem Paket zahlreiche unnötige Abhängigkeiten. Verwenden Sie stattdessen das Paket dia, welches das gleiche Programm ohne die Abhängigkeiten enthält.

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Infos zum Autor

Christoph Langner

Ich bin Blogger und freier Autor für die Linux User bzw. Ubuntu User. Ihr könnt mein Blog unter http://linuxundich.de besuchen oder mir über @ChrisZwitschert auf Twitter bzw. @Chrissss auf identi.ca folgen.


Thomas Leichtenstern

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