Neues auf den Heft-DVDs

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16.12.2010

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der beliebte Live-Distribution veröffentlichte Klaus Knopper nun Knoppix 6.4. Als Tribut an den Gedanken und die Community der freien Software verzichtete der Knoppix-Vater im aktuellen Release mit Ausnahme der Firmware für einige Chipsätze auf jegliche proprietäre Software. Es gibt weder Flash-Player noch Adobe Reader oder Nvidia-Treiber, das OpenJDK ersetzt Oracles Java. Der Kernel 2.6.36 läuft im 32-Bit-Kompatibilitätsmodus mit den allermeisten Intel- und AMD-CPUs, das freie Nouveau-Modul für X.org sorgt dafür, dass bei diversen Nvidia-Karten beschleunigtes 2D, 3D und Compiz funktionieren. Die Module für Intel i915, Radeon und Nouveau verwenden jetzt alle Kernel Mode Setting. Die auf Debian "Testing" basierende Distribution wartet zudem mit vielen Neuerungen unter den 3000 Softwarepaketen auf.

Pünktlich erschien der Red-Hat-Zögling Fedora 14, bringt aber abgesehen von den üblichen Aktualisierungen nicht viel Neues. Das Wenige hat es dafür aber in sich: So enthält die Distribution das Framework SPICE, das eine virtuelle Desktop-Infrastruktur bereitstellt. Diese Technik ermöglicht es dem Nutzer, unabhängig von der Hardware quasi überall seine Arbeitsumgebung bereitzustellen. Für GCC-Entwickler bringt die Distribution das grafische Interface GNUstep mit. Rakudo Star, eine Implementation von Perl 6, und ein neues Memory-Debugging-Tool zum dingfest machen von speicherintensiven Anwendungen runden die Neuerungen ab. Zur Qualitätssicherung integrierte Red Hat die Eigenentwicklung: ABRT ("Automatic Bug Reporting Tool"). Sie ermöglicht es dem Anwender, selbständig Fehler zu bearbeiten. Fehlerberichte speichern Sie entweder lokal oder stellen Sie direkt online ein. Auf Seite A von DVD 1 finden Sie die Live-CD-Version der Distribution mit dem Gnome-Desktop, die zweite DVD enthält auf Seite A die 32-Bit-DVD-Variante, auf der anderen die 64-Bit-Version.

Die auf auf Ubuntu 10.10 basierende Distribution Linux Mint 10 bringt neben zahlreichen Systemverbesserungen auch einige neue Features mit. So erlaubt sie das Installieren von Multimedia-Codecs im Startfenster, im Startmenü erscheinen neu installierte Programme hervorgehoben. Darüber hinaus spendierten die Entwickler der Distribution eine Suchfunktion. Sie hilft Ihnen nicht nur bei der lokalen Suche, sondern bindet auch Google und Wikipedia ein. Der Softwaremanager verfügt darüber hinaus über eine bessere Kategorisierung der Programme und nutzt jetzt Icons für die Applikationen. Der Update-Manager erlaubt es in der neuen Version, Programme vom Update auszuschließen, und zeigt die Downloadgröße der Dateien an. 

Neue Programme

Wer Wert auf Transparenz seiner Einnahmen und Ausgaben legt, findet in Moneyguru 2.3.2 das passende Programm. Es hilft Ihnen beim Erfassen und Verwalten aller Finanzdaten, beherrscht die doppelte Buchführung und kennt alle wichtigen Währungen. Das Programm steht auf der Webseite (http://www.hardcoded.net/moneyguru/) für alle gängigen Plattformen zum Download bereit.

Die freie 3D-Software Blender 2.55 präsentiert sich in der aktuellsten Version mit einer runderneuerten Bedienoberfläche, die den Einstieg in die 3D-Gestaltung deutlich vereinfacht. Obwohl es sich bei dieser Release noch um eine Beta handelt, lässt sich schon sehr gut damit arbeiten, wie der Workshop ab Seite 28 zeigt.

Das vektorbasierte Grafik- und Zeichenprogramm Xara Xtreme 0.7 stammt vom gleichnamigen kommerziellen Windows-Programm ab, dessen Quellcode die die Entwickler unter eine freie Lizenz stellten. Nach Herstellerangaben handelt es sich, nicht zuletzt durch den konsequenten Einsatz von Assembler, um das schnellste Programm dieser Art. Darüber hinaus enthält das Programm viele mächtige, dabei aber einfach zu bedienende Funktionen. Mehr lesen Sie in einem Artikel ab Seite 50.

Die kommandozeilenorientierte Musikverwaltung Beets 1.05b ermöglicht das Indizieren Ihrer Audiodateien und bietet zahlreiche Möglichkeiten, die Datenbank zu durchsuchen und die Metadaten Ihrer Stücke zu aktualisieren.

Der LaTeX-Editor TeXWorks 0.3 bringt ganz spezielle Eigenschaften mit: Er beherrscht Unicode, verfügt über mehrstufiges Undo/Redo, eine Rechtschreibprüfung, Funktionen zum Suchen und Ersetzen (auch über reguläre Ausdrücke), kann beliebige Zeilen auskommentieren, hebt die TeX- und LaTeX-Syntax hervor und unterstützt Komplettierungen. Mehr zum Einsatz des Werkzeugs verrät der Artikel ab Seite 72.

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