Beleuchten und rendern

Die jetzt noch notwendigen Änderungen an den Proportionen der Füße stellen mit den bisher kennengelernten Bearbeitungsmethoden kein Problem mehr dar. Das 3D-Modell sieht nun schon ganz ansehnlich aus, für das erste Rendering müssen Sie aber noch ein paar Vorbereitungen treffen.

Wechseln Sie über [Tab] wieder in den Objekt-Modus und wählen sie die Kamera aus. Mittels [Num-0] wechseln Sie in die Kamera-Ansicht. Wenn Sie nun [Umschalt]+[F] drücken, steuern Sie die Kamera ähnlich wie in einem First-Person-Shooter. [A],[S],[D] und [F] bewegen die Kamera nach links, rechts, vorne und hinten, über das Mausrad stoppen oder beschleunigen Sie die Bewegungen. [R] und [F] sorgen für Bewegungen nach oben und unten, ein Herausbewegen der Maus aus dem Rechteck in der Mitte ermöglicht die Rotation der Kamera. Über einen Klick mit der linken Maustaste finalisieren Sie die Einstellung wie gewohnt. Ein Klick mit der rechten Maustaste oder [Esc] brechen den Vorgang ab. Bringen Sie die Kamera in eine Position, von der aus sie das Modell leicht von seitlich-oben betrachtet (Abbildung 19).

Abbildung 19: Bereit zum ersten Rendern.

Wenn Sie nun Ihre Komposition zum ersten Mal mit [F12] rendern, dann sieht das Ergebnis vermutlich noch nicht allzu gut aus: Neben dem Modell und einer Kameraperspektive benötigen Sie noch eine passende Oberfläche und Beleuchtung – mit beidem befassen wir uns in der nächsten Folge dieser Reihe genauer. Die einfachste Form der Beleuchtung in Blender ist Licht, das von allen Seiten auf das Modell strahlt. Es bietet für den ersten Überblick ausreichend gute Ergebnisse.

Löschen sie die derzeit in der Szene befindliche Lampe (der gestrichelte Kreis mit dem schwarzen Punkt und der Mitte) und betrachten Sie die Einstellungen im World Panel (Abbildung 20). Hier wählen sie für die Horizon Color eine möglichst dunkle Farbe und schalten Environment Lightning ein. Wenn Sie nun mittels [F12] das fertige Bild neu berechnen lassen, sieht das Ergebnis in etwa so aus wie in Abbildung 21.

Abbildung 20: Bei den World-Einstellungen dunkeln Sie den Horizont ab und schalten Environment Lightning ein.
Abbildung 21: Ein einfacher Render mit Environment Lightning.

Ausblick

Der Körper des Dust Puppy ist soweit abgeschlossen. Für eine überzeugende Darstellung fehlen aber noch einige Dinge: Zum Ersten braucht der Körper eine Haut, die Sie mit Materialien umsetzen werden. Weiterhin bleibt der Dust Puppy bislang noch kahl – um die Haare kümmern sich in Blender Partikel. Beides lernen Sie im nächsten Teil der Serie kennen, in dem Sie auch die Augen hinzufügen.

Wenn Sie sich weitergehend mit Blender beschäftigen wollen, sollten Sie sich die exzellenten Anleitungen von Blendercookie [3] einmal näher ansehen. Zum Austausch mit anderen deutschsprachigen Blender-Nutzern steht das gut besuchte Forum Blendpolis [4] zur Verfügung.

Infos

[1] Blender-Homepage: http://www.blender.org

[2] Webcomic "UserFriendly": http://www.userfriendly.org/

[3] Blender-Training (englisch): http://www.blendercookie.com

[4] Deutsches Blender-Forum: http://www.blendpolis.de/

Der Autor

Gottfried Hofmann studiert derzeit Informatik an der FAU Erlangen-Nürnberg. In seiner Freizeit erstellt er digitale Spezialeffekte für Kurzfilme sowie diverse Trainingsmaterialien für die von ihm meistgenutzte Software Blender. Außerdem ist er Mitglied im aufstrebenden Film-Team Raubkopictures.

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