Distributions-News

Distributionen

16.12.2010

Spielespaß mit Ultimate Edition 2.8 Gamers

Zum US-Thanksgiving-Fest hat das Ultimate-Projekt (http://ultimateedition.info) eine auf Spiele aller Art spezialisierte Version seiner Distribution veröffentlicht. Für die Ultimate Edition 2.8 Gamers nutzten die Entwickler Ubuntu 10.10 "Maverick" als Basis und entschlacken das System von allen fürs Spielen überflüssigen Komponenten wie etwa OpenOffice. Dafür kam die neueste Ausgabe von PlayOnLinux (http://www.playonlinux.com) hinzu, um im Falle eines Falles auch Windows-Spiele zocken zu können.

Zu den vorinstallierten Games zählen neben 36 Karten- und Brettspielen noch 25 weitere Vertreter des interaktiven Unterhaltungsgenres. Dabei reicht die Bandbreite von Arcade (Armagetronad, Defendguin, Gunroar, Pingus) und Geschicklichkeit (Frets on Fire, Performous) über Strategie (Boswars, Glest, Hedgewars, Scorched 3D, Warzone 2100) bis hin zu Ego-Shootern (Assault Cube, BZFlag, Wolfenstein ET, Urban Terror, Warsow). Die Ultimate Edition 2.8 Gamers steht in Varianten für 32- und 64-Bit-PCs zum Download (http://tinyurl.com/lu0111-ue28g), die DVD-ISOs fallen mit je 4 GByte nicht eben schlank aus.

Die Ultimate Edition 2.8 Gamers versammelt nicht nur die Creme de la Creme der Linux-Spiele, sondern kommt per PlayOnLinux auch mit Windows-Games zurecht.

OpenSuse Medical Projekt veröffentlicht erste Stable

Die Distribution OpenSuse Medical (http://tinyurl.com/lu0111-susemed) ist an die speziellen Bedürfnissen von Ärzten und Kliniken angepasst und möchte künftig auch andere medizinische Sparten unterstützen, wie etwa (Physio-)Therapeuten, Akupunkteure, Krankenschwestern oder Psychologen. Mitte November erschien mit Version 0.0.6 die erste stabile Version der Ärzte-Suse als Suse-Studio-Appliance auf Basis von OpenSuse 11.3. Trotz der kleinen Versionsnummer kann dieses Release durchaus dem Alltag im Medizinwesen standhalten.

Neben der üblichen Software-Ausstattung für einen Desktop enthält OpenSuse Medical zahlreiche spezifisch für die medizinische Klientel geeignete Anwendungen. Dazu zählen beispielsweise FreeMedForms und GNUmed zur elektronischen Verwaltung von Patientendaten und FreeDiams zum Ausstellen von Rezepten und zur Überprüfung der Interaktionen bei der Verordnung eines neuen Medikamentes. Neu mit an Bord ist Tempo, eine freie Software zur 3D-Visualisierung der elektrischen Hirnaktivität. Sie liest EEG-Dateien im EDF-Format ein und erstellt daraus eine animierte Sequenz topographischer Karten, durch die der Arzt navigieren kann.

VortexBox 1.6

Mit VortexBox (http://vortexbox.org) verwandeln Sie einen ausgedienten Rechner im Handumdrehen in eine einfach zu bedienende Musikbox. Einmal installiert, Rippe VortexBox CD-Inhalte in FLAC- und MP3-Dateien, versieht diese mit passenden ID3-Tags und lädt gleich noch das Cover dazu aus dem Netz. Die Musikstücke lassen sich dann an den PC streamen oder an Netzwerk-Mediaplayer wie eine Logitech Squeezebox oder eine Roku Soundbridge durchreichen. Auch mit Geräten wie der PS3 oder der XBox360 arbeitet VortexBox dank DNLA reibungslos zusammen.

Die frisch erschienene VortexBox 1.6 basiert auf Fedora 14, wovon sich die Entwickler kürzere Bootzeiten, bessere Hardware-Kompatibilität (unter anderem für 4K-Sektor-Platten) und schnellere Dateitransfers versprechen. Insbesondere klappt jetzt die Unterstützung von USB-DACs und USB-S/PDIF-Konvertern via USB 2. Das 673 MByte große ISO von VortexBox 1.6 laden Sie bei Interesse von der Homepage des Projekts herunter.

Die Konfiguration der VortexBox erfordert dank der intuitiv zu bedienenden Oberfläche keine größeren Kopfstände.

Fedora-Gremien mit neuen Mitgliedern

Das Fedora-Projekt hat einige neue Mitglieder in seinen Vorstand sowie in weitere Gremien gewählt (http://tinyurl.com/lu0111-fedora). Neu im Vorstand ist Jörg Simon aus Baden-Württemberg, der bisher als Vorsitzender des Fedora Ambassadors Steering Commitee (FAmSCo) tätig war und unter anderem den Fedora Security Spin betreut. Beim zweiten Neuzugang an der Fedora-Spitze handelt es sich um Jaroslav Reznik, der im tschechischen Brünn für Red Hat als Software-Entwickler arbeitet.

Im Fedora Engineering Steering Committee (FESCo) wurden vier Plätze frei und mit Christoph Wickert, Adam Jackson, Matthew Garrett sowie Marcela Maslanova neu besetzt. Das Gremium trifft technische Entscheidungen, etwa welche neuen Features in die Distribution einziehen. Im bereits oben erwähnten FAmSCo zogen Neville A. Cross, Larry Cafiero, Rahul Sundaram, Gerard Braad, Igor Soares, Pierros Papadeas und Caius Chance als neue Mitglieder ein. Das Komitee koordiniert die Aktivitäten der so genannten Ambassadors, die in der Öffentlichkeit und auf Open-Source-Veranstaltungen für Fedora werben.

Tiny Core Linux 3.3 mit Dateimanager und Editor

Minimalistischer als mit Tiny Core Linux (http://www.tinycorelinux.com) lässt sich ein grafisches Linux-System wohl kaum aufsetzen. Das extrem leichtgewichtige System basiert auf Kernel 2.6 mit TinyX, Busybox als Shell und Fltk als Toolkit. Die Basisinstallation bringt nur die absolut lebensnotwendigen Komponenten mit, alle Anwendungen rüsten Sie über den App-Browser des Systems erst bei konkretem Bedarf aus den Online-Repositories nach.

Die aktuelle Version 3.3 der Zwerg-Distribution bringt neben einem Kernel der Version 2.6.33.3 zahlreiche weitere aktualisierte Komponenten mit, darunter nicht zuletzt einen generalüberholten App-Browser. Völlig neu mit an Bord sind ein (allerdings recht minimalistischer) Texteditor sowie der sehr ordentliche Dateimanager "Fluff", der den Typ von Dateien automatisch erkennt und sie auf Doppelklick in der passenden Anwendung öffnet. Trotz der neuen Komponenten bringt auch das Tiny-Core-3.3-ISO nicht mehr als 10,6 MByte auf die Waage.

In einem deutlich aufgefrischten Gesamtdesign mit helleren Farbtönen, einem Dateimanager und einem rudimentären Texteditor präsentiert sich Tiny Core Linux 3.3.

Kurz notiert

Während alle Welt auf Debian 6 "Squeeze" wartet, bringen die Entwickler ein neues Update für "Lenny" heraus: Debian 5.0.7 behebt schwerwiegende Fehler in über 20 Softwarepaketen wie dem Kernel und den Virtualisierungspaketen KVM und Xen (http://tinyurl.com/lu0111-lenny). Bei einer noch größeren Zahl an Paketen haben die Debian-Entwickler Security-Bugfixes eingespielt.

Trotz des bereits bestehenden Feature Freeze haben sich die Entwickler entschlossen, der im März erscheinenden OpenSuse 10.4 noch den dann aktuellsten Kernel 2.6.37 sowie das bis dahin noch erscheinende KDE 4.6 zu spendieren.

Als Codename für das Anfang Mai 2011 erscheinende Fedora 15 haben die Entwickler "Lovelock" gewählt. Wie Laughlin ist auch Lovelock eine Stadt in Nevada.

Die Gendarmerie Nationale stellt komplett auf die Linux-Distribution Ubuntu um, womit man Lizenzgebühren sparen will. Bereits 2015 sollen 90 Prozent aller Computer der französischen Staatspolizei Linux nutzen. Bis dahin stellen die Gendarmen jährlich 10 000 Rechner um.

RIP 11.2, die neueste Version der Datenrettungsdistribution Recovery is Possible (http://tinyurl.com/lu0111-rip), bringt als aktualisierte Software unter anderm Htop 0.9, Tar 1.25, Ddrescue 1.14-pre1, Cdrtools 3.01a01 sowie Xfsprogs 3.1.4 mit. RIP lässt sich von CD/DVD sowie von USB-Medien, aber auch via PXE starten.

Auch AMD will jetzt Entwicklerressourcen in das mobile Linux-Betriebssystem Meego stecken, das aus der Zusammenlegung von Nokias Maemo und Intels Moblin entstand. Das gab Mitte Februar AMDs Software-Chef auf der Meego-Konferenz in Dublin bekannt.

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