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Die wichtigsten Neuerungen von Fedora 14

Unter der Haube

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Fedora 14 alias "Laughlin" steht zum Download bereit. Die als technischer Vorreiter geltende Distribution hat sich auch diesmal wieder viel Mühe gegeben ihrem Ruf gerecht zu werden.

Mit einer Punktlandung zum angekündigten Datum stellte das Fedora-Projekt Anfang November sein jüngstes Kind vor: Fedora 14 alias "Laughlin" gibt es wieder sowohl in Form einer installierbaren Live-CD als auch auf reinen Installationsmedien im DVD-Format [1].

Rein äußerlich hat sich mit dem aktuellen Release kaum etwas verändert. Die Distribution erscheint wieder in Varianten mit Gnome, KDE, LXDE, Openbox und XFCE als Fenstermanager. Das aktuelle KDE 4.5.2 glänzt mit einer neuen Plasma-Implementation sowie aufgefrischten Icons, Hintergrundbildern und einer attraktiven Mouseover-Funktion im Startmenü.

Die Entwickler empfehlen für ein Update den Download der CD oder DVD; auch für eine Installation lohnt es sich, ein Medium vorzuhalten. Wer trotzdem Pakete direkt aus dem Netz ziehen will, der bedient sich bei den Netzwerk-Installationsmedien, die nur die zum Starten einer minimalen Installationsoberfläche nötigen Dateien enthalten (Netinstall-ISO). Die Installation setzt dann eine bestehende Internet-Verbindung zwingen voraus. In jedem Fall lohnt es sich, vorher alle wichtigen Daten zu sichern.

Fedora 14 Laughlin

Kernel 2.6.35.6
Glibc 2.12.90
X.org 1.9.0
Grub 0.97
Desktop Gnome 2.32, KDE 4.5.2
Anwendungen Firefox 3.6.10, Gimp 2.6.11, OpenOffice 3.3.0, Thunderbird 3.1.4
Entwicklung GCC 4.5.1, Perl 5.12/6, Python 2.7, Eclipse 3.6
Systemvorraussetzungen CPU ab Pentium Pro 400 MHz, 512 MByte RAM

Neue Features

Mit Fedora 14 kommen Sie in den Genuss einer aktualisierten KDE Software Compilation (Abbildung 1): In Version 4.5.2 arbeitet das KDE-Soundsystem Phonon nun direkt mit der Pulseaudio-Infrastruktur zusammen. Im Konqueror steht mit Webkit eine ausgereifte Rendering-Engine bereit, die auch in Chrome oder Safari zum Einsatz kommt.

Abbildung 1: Neue Icons und das Aktivieren beim Mouseover machen den integrierten KDE4-Desktop zu einem Hingucker.

Die neu implementierte Bibliothek Libjpeg-turbo ermöglicht es Applikationen, die darauf aufsetzen, Bilder schneller zu laden und anzuzeigen. Bei lokalen Bilderalben von 500 MByte Größe oder mehr schlägt der Performancegewinn gerade auf schwächeren Prozessoren deutlich zu Buche.

Eine Red-Hat-Eigenentwicklung namens ABRT [2] – das Kürzel steht für Automatic Bug Reporting Tool – ermöglicht allen Benutzern vom Einsteiger über den erfahrenen Benutzer bis hin zum Entwickler das selbständige Bearbeiten von Fehlern (Abbildung 2). Es speichert Fehlerberichte lokal oder stellt sie direkt online. Dazu benötigen Sie allerdings einen Account bei der entsprechenden Plattform. Dort bekommen Sie dann Anregungen oder Hilfe beim Lösen der Probleme, meist direkt vom Entwickler oder Maintainer des fraglichen Pakets.

Abbildung 2: Das neue Bug-Reporting-Tool von Fedora 14 unter KDE.

Neue Werkzeuge

Fedora 14 bringt auch die Programmiersprachen D und Python in den aktuellen Versionen mit. Für GCC-Entwickler gibt es nun das grafische Interface GNUstep. Rakudo Star (eine Implementation von Perl 6) und ein neues Memory-Debugging-Tool zum Finden lästiger Speicherfresser runden hier die Wunschliste ab.

Fedora vereinfacht nun die Zusammenarbeit für Embedded-Entwickler im MilkyMist-Projekt [3]. Wer für die entsprechende Hardware programmieren möchte, bekommt im Fedora Electronic alle notwendigen Informationen. Dort findet sich auch ein entsprechend angepasster Fedora-Spin [4], den beispielsweise auch John maddog Hall seit neuestem nutzt.

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Kommentare
??
Thomas (unangemeldet), Montag, 10. Januar 2011 22:58:43
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warum kommt der Artikel erst jetzt?


Bewertung: 247 Punkte bei 72 Stimmen.
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Re: ??
Michael (Majestyx) Kappes, Dienstag, 11. Januar 2011 08:33:06
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Hallo Thomas,

Der Artikel ist zuerst in der Printausgabe erschienen. IMHO: schaltet die Red. dann peu à peu einige Artikel auch Online frei.




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