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16.12.2010

Mit Alsaplayer spielt die Musik

Wie der Name schon andeutet, wurde der Alsaplayer ursprünglich zur Interaktion mit der Advanced Linux Sound Architecture entwickelt. Mittlerweile kooperiert der vielseitige Mediaplayer aber auch mit anderen Sound-Diensten, wie Jack, OSS oder ESD. Standardmäßig unterstützt Alsaplayer alle gängigen Audio-Formate wie Ogg, MP3, CDDA, Flac oder WAV sowie alle von der Bibliothek Mikmod beherrschten Formate. Selbst Audiostreams wie Shoutcast oder Icecast stellen Alsaplayer vor kein Problem. Ohne Kommandozeilenparameter aufgerufen, startet er im interaktivem Modus mit einer auf GTK basierenden Oberfläche. Schaltflächen und Symbole entsprechen dem gängigen Erscheinungsbild bei Playern, sodass man sich sofort zurechtfindet. Ist die Playlist leer, öffnet das Programm automatisch einen Dateidialog, in dem Sie eine Audiodatei auswählen. Daneben können Sie auch Playlisten zusammenstellen, speichern und später wieder laden. Zum Abspielen einer Audio-CD klicken Sie lediglich auf das CD-Symbol im Player und steuern dann die Wiedergabe wie gewohnt. Alsaplayer lässt sich nicht nur über die interaktive Oberfläche bedienen, sondern alternativ auch als Dienst betreiben. Durch erneuten Aufruf mit einem entsprechenden Parameter wie etwa einer Audiodatei steuern Sie dann die Wiedergabe steuern. Auf diesem Weg lässt sich Alsaplayer auch problemlos zur Audio-Wiedergabe in eigene Programme oder Skripte integrieren.

Alsaplayer 0.99.81

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://www.alsaplayer.org/

Wertung

Der Alsaplayer ist das ideale Programm für alle, die nur Musik hören möchten und kein Media-Center wie Amarok benötigen.

Lshw zeigt, welche Hardware im System steckt

Möchten Sie herausfinden, welche Hardware in einem System steckt, müssen Sie deshalb nicht gleich zum Schraubendreher greifen: Das Programm Hardware Lister, kurz: Lshw, ermittelt alle integrierten Komponenten und führt sie übersichtlich auf. Damit es wirklich alle Daten erfasst, müssen Sie es mit Root-Rechten ausführen. Nach der Installation stellt Lshw ein gleichnamiges Kommandozeilenprogramm sowie ein GTK-basiertes grafisches Frontend bereit. Letztere eignet sich hervorragend zur interaktiven Analyse des aktuellen Systems. Eine mehrspaltige Oberfläche führt schrittweise tiefer in Systemdetails etwa zum Arbeitsspeicher oder der Host-Bridge. Detaillierte Informationen zur ausgewählten Komponente stehen dabei immer in der äußerst rechten Spalte. Das Kommandozeilenprogramm erfasst alle Systemkomponenten und listet diese auf der Standardausgabe. Zum Weiterverarbeiten schreibt Lshw seine Ergebnisse wahlweise auch in eine XML- oder HTML-Datei. Auf Wunsch anonymisiert es dabei die ermittelten Werte, etwa durch Entfernen von Seriennummern. Über die Definition sogenannter Classes schränken Sie die Analyse ein. Hinter einer solchen Class verbirgt sich jeweils eine Komponentengruppe. So lässt sich Lshws Analyse beispielsweise auf das SCSI-Subsystem oder die Netzwerkkarten beschränken. Möchten Sie nur einen kurzen Blick auf das System werfen, reduzieren Sie mit dem Parameter -short die Ausgabe auf Kerninformationen wie Prozessortyp oder Soundchip, ohne dass Lshw weiter ins Detail geht.

Lshw B.02.15

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://ezix.org/project/wiki/HardwareLiSte

Wertung

Mit Lshw ermitteln Sie im Handumdrehen alle Hardware-Komponenten eines Systems.

Mit Moneyguru die Ausgaben im Auge behalten

Moneyguru geht Ihnen beim Verwalten Ihrer Finanzen zur Hand. Sein Transaktionssystem beherrscht doppelte Buchführung und unterstützt zahlreiche Währungen. Neben der Linux-Version finden sich auf der Webseite außerdem eine Windows- und eine Mac-Version. Standardmäßig öffnet das Programm beim Start die fünf Reiter Eigenkapital, Profit/Verlust, Transaktionen, Wiederholungen und Budget. Jeder Reiter stellt dabei alle Daten für seinen Bereich übersichtlich dar. Unter Eigenkapital finden sich alle aktiven und passiven Posten, wie Konten oder Kreditkarten. So erkennen Sie mit einem Blick den aktuellen Kontostand. Durch Anklicken erhalten Sie detaillierte Informationen über einen Posten, die Moneyguru in einem weiteren Reiter öffnet. Der Reiter Transaktionen enthält eine Liste aller getätigten Transaktionen, die Sie nach unterschiedlichen Kriterien filtern können. Wiederkehrende Transaktionen führt das Programm im Reiter Wiederholungen auf. Der Reiter Profit/Verlust dient der Kalkulation von Einnahmen und Ausgaben. Zur besseren Veranschaulichung generiert Moneyguru dabei Kuchendiagramme, welche die Anteile einzelner Posten an den Gesamtausgaben und -einnahmen verdeutlichen. Ein Balkendiagramm auf einer Zeitachse verdeutlicht die Kapitalentwicklung im jeweiligen Intervall, per Vorgabe ist im aktuellen Jahr. Alternativ legen Sie einen beliebigen anderen Zeitraum oder nutzen vordefinierte Intervalle wie Monat oder Quartal. Im Bedarfsfall lesen Sie Transaktionsdaten bequem aus anderen Programmen ein; Moneyguru unterstützt die Importformate QIF, OFX, QFX und CSV. Beim Export stehen dagegen lediglich QIF und CSV zur Auswahl. Nähere Informationen zu Moneyguru sowie deutschsprachige Anleitungen finden sie im FAQ-Bereich auf der Webseite des Programms.

Moneyguru 2.3.2

Lizenz: BSD Revised

Quelle: http://www.hardcoded.net/moneyguru/

Wertung

Mit dem leistungsfähigen Moneyguru behalten Sie Ihre Finanzen stets im Blick. Der Entwickler hat das Programm unter die BSD-Lizenz und freut sich über finanzielle Zuwendungen. Daran erinnert Moneyguru denn auch bei jedem Start.

Upm bewahrt Passwörter sicher auf

In der Web-2.0-Welt muss man sich der Anwender täglich an den unterschiedlichsten Systemen und Portalen authentifizieren – und verliert dabei im Dschungel der Zugangskennungen und Passwörter schnell den Überblick. Der Universal-Passwort-Manager Upm hilft beim Verwalten aller Zugangsdaten. Vollständig in Java implementiert, läuft das Tool auf allen gängigen Betriebssystemen inklusive Android. Sämtliche Zugangsdaten legt das Programm in AES-verschlüsselten Dateien ab, wobei jede beliebig viele Zugangskennungen enthalten kann. Auf diese Weise lassen sich Zugangsdaten etwa nach Verwendungsbereichen gruppieren. Die Passwortdateien legen Sie wahlweise im lokalen Verzeichnis oder auf einem HTTP-Server ab. Für letzteres bringt Upm zwei PHP-Skripte mit, mit denen Sie die Daten auf einen Web-Server übertragen und bei Bedarf auch löschen. In der aktuellen Version unterstützt Upm auch HTTPS und besitzt eine Proxy-Unterstützung. Nach dem Entpacken ist Upm direkt startbereit und beginnt mit einer leeren Passwortdatei. Hier legen Sie für jede Zugangskennung ein neues Konto mit eindeutigem Namen an. Neben der Zugangskennung und dem Passwort tragen Sie bei Bedarf auch eine URL ein. Ein Freitextfeld ermöglicht das Hinterlegung weiterer, unspezifischer Daten. Auf Wunsch greift Upm Ihnen bei der Passworterzeugung mit einem Generator unter die Arme. Alle Konten einer Passwortdatei listet Upm alphabetisch sortiert auf, bei großen Kontenlisten erleichtert die integrierte Suchfunktion das Auffinden eines Eintrags. Beim Anklicken eines Kontos zeigt UPM alle zugehörigen Daten an, das Passwort aber bleibt dabei stets verdeckt. Mit den Tastenkürzeln [Strg]+[U] und [Strg]+[P] kopieren Sie Benutzerkennung und Passwort des offenen Kontos in die Zwischenablage und fügen Sie dann von dort bequem in eine Passwortabfrage ein.

Upm 1.6

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://upm.sourceforge.net

Wertung

Dank dem Universal Passwort Manager gehören vergessene Passwörter der Vergangenheit an. Als Java-Tool steht er auf jeder Plattform zur Verfügung.

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