Vektorobjekte

Krita verfügt über eine Reihe von Vektorobjekten, wie sie Gimp mit dem Plugin Gfig bereitstellt. Neben Rechtecken und Ellipsen bietet die Anwendung auch Sterne, Polygone, Linien und Bezièr-Kurven ab. Allerdings verwaltet Krita diese auf Basis der Pixel, sodass sie nicht von der aktuellen Auflösung unabhängig existieren, wie das beispielsweise bei Inkscape der Fall ist. Als Bestandteil von KOffice sollte Krita eigentlich in der Lage sein, beliebige KOffice-Komponenten in ein Bild einzubetten. Bisher beherrscht das Programm dies aber nur sehr eingeschränkt, etwa für KChart-Diagramme.

Filter, Farben, Makros

Krita unterstützt eine breite Palette an verschiedenen Farbmodellen, mit denen es alle wichtigen Anwendungsbereiche abdeckt. Dazu zählen unter anderem:

  • RGB (Kameras und Scanner) mit 8- und 16-Bit-Integer sowie mit 16- und 32- Bit-Fließkomma,
  • CMYK (Drucker) mit 8- und 16-Bit-Integer,
  • YCbCr (Videobilder) mit 8- und 16-Bit-Integer,
  • Graustufen als 8- und 16-Bit-Integer,
  • L*a*b (geräteunabhängig) mit 16-Bit-Integer,
  • XYZ (geräteunabhängig) mit 16-Bit-Integer sowie 16- und 32-Bit-Fließkomma.

Indizierte Paletten unterstützt das Programm derzeit nicht, weswegen sich beispielsweise GIFs nicht laden lassen. Dafür gibt es aber spezielle painterly colorspaces mit drei bis maximal zehn Wavelength Channels in 16- oder 32-Bit-Fließkommazahlen.

Krita kann Filter in zweierlei Weise anwenden: Direkt auf Pixelebenen, was diese dauerhaft verändert, und indirekt über eine Filterebene und damit zerstörungsfrei. Es gibt kaum Gründe, auf die erste Variante zurückzugreifen, da die nicht destruktive Variante die gleichen Möglichkeiten bietet. Hier hat Krita gegenüber Gimp eindeutig die Nase vorn. Allerdings fällt die Anzahl der Filter noch sehr begrenzt aus, umfasst jedoch immerhin alle gängigen Varianten wie Abwedeln und Nachbelichten, Helligkeits- und Kontrastkurven sowie verschiedene Farb-, Schärfungs- und Rauschreduktionsfilter.

Hervorragend ist die Idee des Makrorekorders: Alle Aktionen, die sie vornehmen, lassen sich in einem Protokoll speichern und später auf ein anderes Bild erneut anwenden. Da Krita die Aktionen in einem les- und editierbaren XML-Format speichert, lassen sich gespeicherte Aktionen auch nachträglich noch anpassen oder verändern.

Drei Einträge im Menü Extras unter Aufnahme steuern die Arbeit mit Makros: Sie können entweder grundsätzlich Alle Aktionen aufzeichen oder mit Makroaufzeichnung starten das Speichern eines neuen Makros anstoßen sowie später mit Makro Aufzeichnungen anhalten stoppen und speichern.

Später führt diese Makros der im gleichen Menü unter Makros vorhandene Eintrag Makro öffnen und abspielen.. wieder aus. Der Punkt Makro öffnen und Bearbeiten ... erlaubt, ein Makro nachträglich zu modifizieren. Ganz ausgereift gab sich diese Funktion im Test allerdings noch nicht, hier haben die Entwickler noch einige Probleme zu lösen.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Ausgezeichnet
    Die Bildbearbeitung Krita entwickelt sich immer mehr zu einem digitalen Tuschkasten für Maler und Zeichner. Krita 3.0 ergänzt die Palette an Funktionen nun um ein Animationswerkzeug.
  • Krita 2.8 veröffentlicht
    Die neue Version des beliebten Malprogramms liegt jetzt erstmals in einer stabilen Windows-Version vor. Aber auch für Linux-Nutzer gibt es neben zahlreichen Fehlerkorrekturen einige Neuerungen.
  • Bildbearbeitungsprogramm Krita bekommt Photoshop-Import
    Nach dem Release von KOffice 2.1 trafen sich die Entwickler der freien Office-Suite am vergangenen Wochenende in Oslo, darunter auch das fünfköpfige Krita-Team.
  • Krita 2.9.6 veröffentlicht
    Die Macher des Malprogramms Krita haben die Version 2.9.6 mit mehreren kleinen neuen Funktionen veröffentlicht. Größte Neuerung sind die "Selection Modifier".
  • Neue Krita-Version mit neuen nützlichen Funktionen für Grafiker
    Die Entwickler des Malprogramms Krita haben nach einem halben Jahr Arbeit eine neue Version veröffentlicht. Sie unterstützt erstmals komplett macOS und bringt viele kleinere Erleichterungen für Künstler mit.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 12/2017: Perfekte Videos

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Broadcom Adapter 802.11n nachinstallieren
Thomas Mengel, 31.10.2017 20:06, 2 Antworten
Hallo, kann man nachträglich auf einer Liveversion, MX Linux auf einem USB-Stick, nachträglich...
RUN fsck Manually / Stromausfall
Arno Krug, 29.10.2017 12:51, 1 Antworten
Hallo, nach Absturz des Rechners aufgrund fehlendem Stroms startet Linux nicht mehr wie gewohn...
source.list öffnet sich nicht
sebastian reimann, 27.10.2017 09:32, 2 Antworten
hallo Zusammen Ich habe das problem Das ich meine source.list nicht öffnen kann weiß vlt jemman...
Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 6 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...