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© sxc.hu, danzo08

Modulares Plattensystem

Steckplatten

Mit GoFlex stellt Seagate ein neues, modulares Festplattensystem vor, das möglichst alle Interface- und Formfaktor-Vorlieben bedienen will.

Dockingstations, Festplatten, Adapter und Mediaplayer – alle diese Komponenten liefert Seagate jetzt mit dem neuen GoFlex-Anschluss. Der ähnelt weitgehend dem internen SATA-Anschluss inklusive Stromversorgung, wie man ihn auch in HD-Dockingstations findet. Lediglich die Stecker-Robustheit verbesserte Seagate, da der interne SATA-Stecker laut ursprünglicher Spezifikation lediglich 50 Steckvorgänge aushalten muss – der eSATA-Stecker hingegen verträgt 5000 mal Ein- und Ausstecken. Halteklammern links und rechts am Stecker bieten zusätzlichen Halt, da herkömmliche SATA-Stecker nicht besonders fest sitzen.

Für seine 2,5-Zoll-Festplatten liefert Seagate zahlreiche Adapter: Von Haus aus legt der Hersteller einen USB-2.0-Konnektor bei, optional gibt es Adapter für USB 3.0 (25 Euro), eSATAp (kein normales eSATA, 20 Euro) und Firewire 800 (35 Euro). Nur einen All-in-one-Adapter für eSATAp, USB 3.0 und Firewire 800 hätten wir uns für maximale Kompatibilität noch gewünscht.

Interface-Geschwindigkeit

Um die Maximalgeschwindigkeit der Interfaces zu ermitteln, hängten wir eine via SATA rund 175 MByte/s schnelle Intel-SSD des Typs X25-V an den Seagate-Adapter, was auch problemlos funktionierte. USB 2.0 erreicht sein Maximum bei 34 MByte/s, Firewire 800 bei 78 MByte/s. USB 3.0 liefert in dieser Konfiguration stolze 140 MByte/s. Bei eSATA zeigte sich, dass Seagates Adapter offenbar nur eSATA I mit 1,5 Gbit/s (auch 1.5G genannt) unterstützt, denn hier ist schon bei 121 MByte/s Schluss. Für Seagates Magnetplatten genügt das zwar vollauf, zum optimalen Anbinden externer SSDs am Notebook sucht man sich jedoch lieber ein anderes Interface.

Ultra Portable

Hinter der Bezeichung "GoFlex Ultra Portable" versteckt sich nichts anderes als die 2,5-Zoll-Linie der GoFlex-Familie (Abbildung 1). Die mit USB-2.0-Adapter gelieferten, in vier Farben erhältlichen Platten gibt es in Kapazitäten von 320, 500, 750 und 1000 GByte (70/90/130/160 Euro), wobei die beiden Topmodelle auch etwas größer bauen. Frisch angekündigt hat Seagate zudem die erste 2,5-Zoll-Platte mit 1,5 TByte Kapazität und rund 100 MByte/s Durchsatz. Sie wird wohl zuerst als GoFlex für 220 Euro ausgeliefert – dann jedoch auch mit beigelegtem USB-3.0-Interface.

Abbildung 1: Das flachere GoFlex Ultra Portable (2,5 Zoll), im Bild mit Firewire 800-Adapter.

Die Platte kommt – wie alle Massenspeicher der GoFlex-Familie – vorformatiert mit NTFS. Für Mac-OS-X-Nutzer liefert der Hersteller den kommerziellen NTFS-Treiber von Paragon mit, jedoch in einer eingeschränkten Version, die ausschließlich Seagate-Platten unterstützt.

Der Wechsel der Adapterkabel geht problemlos vonstatten, auch die Geschwindigkeit überzeugt: An USB 3.0, eSATAp und Firewire 800 erreicht die 500-GByte-Platte beim Lesen rund 77 MByte/s. Mit 33 MByte/s liefert die Platte beim Anschluss an USB 2.0 das mit diesem Interface erreichbare Maximum.

Allerdings eignen sich Seagates Adapterkabel nur zum Anschluss der stromsparenden 2,5-Zoll-Platten, für 3,5-Zoll-Disks fehlt schlichtweg der Strom. Noch nicht einmal das stromführende eSATAp-Kabel funktioniert, obwohl der Anschluss laut Spezifikation (zumindest an Desktop-Systemen) die nötigen 12 Volt und genügend Leistung bereitstellen sollte.

Desktop-Variante

Bei "GoFlex Desk" handelt es sich um die 3,5-Zoll-Modelle der GoFlex-Reihe (Abbildung 2). Die Platten vertreibt Seagate in Varianten mit ein, zwei und drei TByte Kapazität (95/160/240 Euro). Bei der Desktop-Version setzt Seagate auf kleine Docks, standardmäßig mit USB 2.0. Optional gibt es USB-3.0- und Firewire-800-Versionen für 35 beziehungsweise 45 Euro – eine eSATA-Version fehlt hier unverständlicherweise. Die 1-TByte-Platte liefert im USB-3.0-GoFlex-Dock rund 100 MByte/s Daten.

Abbildung 2: Die Docks der GoFlex-Desk-Reihe weisen eine frontseitige Füllstandsanzeige auf.

Auf den ersten Blick sieht der Anschluss aus wie jener der 2,5-Zoll-Modelle, erweist sich aber als nicht kompatibel: Weder lassen sich die Adapterkabel der 2,5-Zoll-Serie an den 3,5-Zoll-Platten verwenden, noch kann man die 2,5-Zoll-Platten in das Dock stecken. "Nackte" Platten im 2,5- oder 3,5-Zoll-Format passen zwar ins Dock, stehen jedoch etwas wackelig, da nur der Stecker sie hält.

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