Neues rund um Linux

Aktuelles

Aus OpenOffice wird LibreOffice

Die Idee, OpenOffice in die Hände einer Stiftung zu legen, ist nicht ganz neu: Ein entsprechender Vorschlag stand schon seit neun Jahren auf der Website des Projekts zu lesen. Die penetrante Ignoranz von Oracle gegenüber der Projekt-Community hat nun dazu geführt, dass die alte Idee endlich umgesetzt wurde: Ende September gründete eine Gruppe von rund 20 OOo-Projektmitgliedern die eigenständige Stiftung "The Document Foundation" und offeriert das bisherige OpenOffice als LibreOffice für Linux, Mac OS X und Windows zum Download.

Grund für den Schritt: Schon seit einigen Monaten hatten sich die Stimmen gemehrt, die konkrete Aussagen seitens Oracle vermissten, wie es um die Zukunft bestellt sei. Nicht einmal ein Release-Datum für kommende Versionen sei von dem in der Entwicklung federführenden Oracle festgelegt worden, bemängeln Projektmitglieder. Oracle hält die Namensrechte an Openoffice.org und vertreibt mit Oracle Open Office ein eigenes Produkt. Die Document Foundation will allerdings vorerst das neue LibreOffice nicht als Fork verstanden wissen: Vielmehr stehe der Begriff nur als Platzhalter, bis sich – wie man hoffe – Oracle der neuen Stiftung anschließe und ihr die Namensrechte für OpenOffice übertrage. Ob das so allerdings geschieht, halten viele Beobachter angesichts der restriktiven Haltung Oracles im Fall OpenSolaris für mehr als fraglich.

Doch selbst, falls sich Oracle ausklammert, genießt die neue Stiftung bereits breite Akzeptanz: Branchengrößen wie Red Hat und Novell haben ihre Unterstützung versichert, Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth gab die Zusage zu LibreOffice für Ubuntu. Auch Google hat sich in Person von Open-Source-Programmmanager Chris DiBona bereits hinter die Document Foundation gestellt und sich als Unterstützer und Projektteilnehmer bezeichnet. Richard Stallman, Präsident der Free Software Foundation, begrüßt den Schritt ebenso wie Simon Phipps von der Open Source Initiative und Stormy Peters von der Gnome Foundation. IBM und die Free Software Foundation werden von den Initiatoren ebenfalls im Kreis der Unterstützer erwartet.

Website der neuen Document Foundation: Hier steht LibreOffice bereits zum Download bereit.

Externer 12x-Blu-ray-Brenner mit USB 3.0

Der von Buffalo auf der IFA vorgestellte 12x-Blu-ray-Brenner BR3D-12U3-EU (http://tinyurl.com/lu1011-bluray) findet via USB 3.0 Anschluss an den Rechner. Der verbaute Hitachi/LG-Blu-ray-Brenner (HL-DT-ST BD-RE BH12NS30) liest und schreibt Single- und Double-Layer-Medien mit bis zu zwölffacher Geschwindigkeit. Der BR3D-12U3-EU funktionierte im LU-Hardwarelabor völlig problemlos unter Linux: Sowohl Brasero als auch K3b sowie das in Ubuntus Nautilus integrierte Brennprogramm und Nero 4 Linux erkannten das Gerät ohne Murren. Der BR3D-12U3-EU kam anstandslos mit BD-Rs von Sony, Verbatim und Maxell zurecht. Selbst die auf vielen Brennern problematischen, in aufgerüsteten DVD-Produktionsstraßen gefertigten günstigen LTH-BD-Rs ("Low-to-high"), die insbesondere in älteren Blu-ray-Brennern Probleme machen, akzeptierte er anstandslos. Das 12x-Brennen von BDs konnten wir allerdings in Ermangelung passender Medien nicht testen. Der Hersteller liefert den Brenner inklusive Netzteil, USB-3.0-Kabel sowie einer DVD mit Windows-Software (Cyberlink Media Suite) zum Preis von 250 Euro aus. (dko)

Buffalos externer 12x-Blu-ray-Brenner mit USB-3.0-Schnittstelle funktioniert auch unter Linux ohne Probleme.

Verkaufspoker rund um Novell: Linux hui, Netware pfui

Nachdem bereits Anfang des Jahres ein Finanzinvestor Novell übernehmen wollte (damals für 1,8 Milliarden US-Dollar) und damit gescheitert war, verdichteten sich Mitte September erneut Übernahme-Gerüchte um den Netzwerk-Giganten. Wie verschiedene Quellen berichteten, darunter insbesondere das renommierte Wall Street Journal (http://tinyurl.com/lu1011-wsj), will der Virtualisierungsanbieter Vmware das komplette Linux-Geschäft von Novell übernehmen. Der Rest des Unternehmens, der neben Novells klassischem Netzwerkgeschäft vor allen Dingen das nicht unbeträchtliche Patentportfolio umfasst, soll an den Attachmate gehen. Das speziell für seine Terminalemulationslösungen bekannte Unternehmen befindet sich im Besitz einer großen Finanzinvestorengruppe.

Bei Drucklegung dieser Ausgabe Anfang Oktober hing das ursprünglich schon als mehr oder weniger beschlossen kolportierte Geschäft jedoch dem Vernehmen nach wieder in der Schwebe: Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters interessieren sich die möglichen Bieter allesamt primär für Novells Linux-Sparte, der Rest des Unternehmens gilt offenbar als ausgesprochener Ladenhüter (http://tinyurl.com/lu1011-reuters). Möglicherweise wird also diese Übernahme genauso scheitern wie schon jene im Frühjahr. Das wäre wohl auch das Wunschergebnis vieler OpenSuse-Anhänger, die befürchten, der Verkauf an Vmware könnte sich für OpenSuse als ähnlich fatal herausstellen wie die Übernahme von Sun durch Oracle für OpenSolaris.

LPIC-1-Onlinetraining jetzt auch in Englisch

Bereits seit März 2009 bietet der Verlag Linux New Media erfolgreich Online-Trainings zur Vorbereitung auf die LPI-Zertifizierungen im deutschen Markt an (http://academy.linux-magazin.de). Mehrere hundert Teilnehmer haben die Kurse bereits absolviert, nun stellt der Verlag die außergewöhnliche Lernplattform auch in englischer Sprache vor (http://academy.linux-magazine.com). Völlig neu an den englischsprachigen Videos ist die Streaming-Lösung, die gleichzeitig den Trainer zeigt und in einem zweiten Fenster den Arbeitsbildschirm des Dozenten mit allen Übungen und Beispielen. Das Kurspaket für LPIC-1, bestehend aus den zwei Kursen LPI-101 und LPI-102, kostet im Einführungspreis bis 15. November 399 Euro, danach 499 Euro.

Bequem zu Hause für LPIC-1 trainieren: Die Linux-Magazin-Academy gibt es jetzt auch in Englisch.

Kurz notiert

Unter dem Titel Digital Media Primer For Geeks hat das auf freie Audio/Video-Komprimierung spezialisierte Xiph.org eine Video-Reihe für technisch Interessierte gestartet. Als Ergänzung gibt es ein sehr ausführliches und gut verständliches Wiki zu Audio- und Video-Grundlagen (http://tinyurl.com/lu1011-xiph).

An der Fachhochschule im niederösterreichischen St. Pölten findet am 12. November 2010 ab 16 Uhr die vierte IT-SeCX statt, ein Community-Treffen in Sachen IT-Sicherheit (http://itsecx.fhstp.ac.at). Nachmittags gibt es Workshops zu Metasploit und Upstart, zu den Themen der Abendvorträge gehören Biometrie, Steganografie, WLAN-Sicherheit, Honeypots, Modsecurity und vieles mehr. Die Teilname ist kostenlos, die Organisatoren bitten aber im Vorfeld um Registrierung.

Das freie Postscript- und PDF-Tool Ghostscript ist in Version 9.0 erhältlich. Zu den wichtigsten Neuerungen gehört Farbmanagement nach den Vorgaben des International Color Consortium (ICC). Weitere Details finden sich in der News-Datei der Software (http://tinyurl.com/lu1011-ghost).

Mit Version 2.32 hat das Gnome-Projekt das voraussichtlich letzte 2er-Release vor dem Sprung zu Gnome 3.0 veröffentlicht. Gnome 2.32 bringt Verbesserungen unter anderem beim Dateimanager Nautilus, dem Dokumentenbetrachter Evince, dem Chat-Client Empathy und dem Mediaplayer Totem (http://tinyurl.com/lu1011-gnome).

Mit Webinos will die Europäische Union Web-Anwendungen auf viele Geräte bringen, darunter neben mobilen Systemen auch auf klassische PCs, TV-Geräte und andere Unterhaltungselektronik sowie in den Automobilbereich (http://webinos.org).

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