Neues auf den Heft-DVDs

Neues auf den Heft-DVDs

21.10.2010

"Sidux ist tot – lang lebe Aptosid" – der Blogeintrag auf der Projektseite bringt es auf den Punkt. Wegen offenbar unüberbrückbarer Differenzen zwischen dem Sidux e.V. und den Entwicklern entschlossen sich diese, das Projekt unter dem Namen Aptosid fortzuführen. Der erste Sprössling mit dem neuem Namen heißt Aptosid 2010.02 und basiert traditionell auf Debian "Unstable" alias "Sid". Da die Distribution die Technik des Rolling Release zum Update verwendet, bleibt sie stets auf dem aktuellen Stand. Auf den Heft-DVDs finden Sie vier Varianten der Distribution. Seite A des ersten Datenträgers enthält die installierbare Live-CD mit XFCE-Desktop, auf der Rückseite finden Sie die 64-Bit-Variante. Wer KDE als Desktop bevorzugt, findet auf der zweiten DVD die passende Version – als installierbares 32- und 64-Bit-System. Das passende ISO-Image finden Sie im Verzeichnis /iso-image.

Ebenfalls neue Wege beschreitet das Mint-Projekt mit der neuen Linux Mint Debian Edition. Auch diese Distribution wendet das Rolling-Release-Prinzip an, nutzt als Basis jedoch nicht "Unstable", sondern den noch aktuelleren "Testing"-Zweig von Debian. Der ist jedoch mit Vorsicht zu genießen: Unter Umständen finden sich darin auch nicht funktionierende Pakete, die das System nachhaltig beeinträchtigen können. Als Basis dient der Linux-Kernel 2.6.32-5, Gnome 2.30.1 stellt den Desktop. Aus Mozillas Softwareschmiede stammen Firefox in Version 3.6.8 und Thunderbird 3.1.1. OpenOffice 3.2.1 stellt die Textverarbeitung und Tabellenkalkulation.

Anstelle von KDE tritt bei Mandriva Linux One Spring 2010 XFCE der schlanke XFCE-Desktop. Das Release enthält die aktuellsten derzeit erhältlichen Programmversionen, etwa Firefox 3.6.8, OpenOffice.org 3.2 und die Evolution-Mailsuite 2.30.2. Als Basis dienen Kernel 2.6.33.5, X.org 1.7.7 und XFCE 4.6. Seite A der ersten Heft-DVD enthält die 32-Bit-Version der Distribution, auf der Rückseite finden sie den 64-Bit-Ableger.

Das auf Gentoo basierende Live-Linux Toorox 09.2010 Gnome verwendet keine Programme mit Abhängigkeiten zum Qt-Toolkit, sondern nur Gtk+-Anwendungen wie das Brennprogramm Brasero, die Messenger Empathy und Pidgin sowie Evolution. Auf Seite B der ersten DVD finden Sie die 64-Bit-Version von Toorox, auf der Vorderseite die 32-Bit-Version.

Die auf Ubuntu basierende Live-CD Caine 2.0 bietet eine große Zahl freier Forensik-Tools, die durchgängig eine übersichtliche Benutzeroberfläche mitbringen. Der Name der italienischen Distribution steht für "Computer Aided Investigative Environment".

Auf Seite B der ersten Heft-DVD finden Sie im Verzeichnis /Portable_Apps über 100 statisch kompilierte Programme aller Couleurs. Um die Portable Linux Apps zu starten, genügt es, sie im Dateibrowser mit der Maus anzuklicken. Zwar wurden die Programme nur unter OpenSuse 11.3 und Ubuntu 10.04 getestet, doch die Chancen, dass sie auch auf anderen Distributionen ihren Dienst verrichten, stehen sehr gut. So starteten gut zwei Drittel davon sogar auf dem WeTab. Zur Auswahl stehen unter anderem Applikationen wie Audacity 1.3.9, Ekiga 3.2.5, Gimp 2.7.2, Liferea 1.6.2 und Keepassx 0.4.3.

Neue Programme

Konvertible 1.0.1 erlaubt Ihnen das einfache Konvertieren von Audiodateien in viele andere Formate. Das Programm nutzt dafür nutzt die bekannte Ffmpeg-Bibliothek.

Der plattformübergreifende Unicode-Editor Texmaker 2.0 bietet eine grafische Oberfläche zum Erstellen von LaTeX-Dokumenten. Besonders interessant ist das Programm deshalb für LaTeX-Neulinge – auch wegen der Wizards, mit deren Hilfe Sie sehr einfach kompilierbare Dokumente erstellen.

Das Such-Frontend Catfish 0.3.2 nutzt zum lokalen Aufspüren von Dateien eine Reihe von Backends, darunter Find, Locate, Doodle, Tracker, Beagle, Strigi und Pinot.

Mit dem Dateimanager Ajaxplorer 3.0 verwalten Sie Daten auf Ihrem Webserver per Browser. Die aktuelle Version bietet nun Themes sowie einen HTML-5-Dateiupload per Drag & Drop. Zudem lässt sie sich in eigene Webseiten einbetten.

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