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Mandriva Spring 2010 XFCE: Schlank, schnell, gehärtet

Später Frühling

Die XFCE-Ausgabe von Mandriva 2010.1 gefällt mit hoher Benutzerfreundlichkeit, einer durchdachten Software-Auswahl und einem vorbildlichen Sicherheitskonzept.

Die grafische Arbeitsoberfläche XFCE hat dank pfiffiger Ideen und geringem Ressourcenverbrauch mittlerweile viele Freunde gewonnen. Die meisten großen Distributionen führen daher neben Gnome und KDE zusätzlich eine Variante mit XFCE im Sortiment. Auch das französische Unternehmen Mandriva mag da nicht abseits stehen und hat eine XFCE-Version des aktuellen Mandriva Spring 2010.1 in 32- und 64-Bit-Varianten veröffentlicht [1].

Unauffälliges Äußeres

Die Live-CD von Mandriva Linux Spring 2010 XFCE startet zunächst in die grafische Sprachauswahl. Nach einigen weiteren Abfragen zur Lokalisation und dem Akzeptieren der Lizenz präsentiert die Distribution den im Mandriva-typisch blauen Design gehaltenen Desktop in der aktuellen Version XFCE 4.6.2. Neben zwei distributionsspezifischen Icons auf der mit zwei Panelleisten versehenen Arbeitsoberfläche fällt zunächst als einzige Besonderheit der in der oberen Bildschirmleiste beheimatete Starter für das Mandriva-Kontrollzentrum auf. In dessen Menüs konzentriert sich logisch durchdacht und aufgabenorientiert die komplette Systemverwaltung (Abbildung 1).

Abbildung 1: Komplette Systemverwaltung unter einem Dach: Das Mandriva-Kontrollzentrum.

Ein Blick in die verschiedenen Anwendungs- und Systemmenüs offenbart schnell, dass man sich bei Mandriva Gedanken über den Nutzen unterschiedlicher Anwendungen gemacht und dementsprechend eine an der Usability orientierte Auswahl getroffen hat. So verschwanden einige zum XFCE-Fundus gehörende Programme wie der wieselflinke Webbrowser Midori aus der Standardinstallation entfernt und wurden durch weiter verbreitete Software ersetzt. Firefox 3.6.8 zeichnet für das Surfen im Internet zuständig, die oft in XFCE-Umgebungen anzutreffenden Office-Programme Abiword und Gnumeric ersetzt nun ein OpenOffice 3.2.0 ersetzt. Der sehr nützliche Personal Information Manager Orage, der ebenfalls zum XFCE-Repertoire gehört, blieb im Menü Büroprogramme erhalten. Im Menü Grafik finden Sie neben Gimp 2.6.10 auch den schlanken, sehr schnellen XFCE-Bildbetrachter Ristretto.

Die meisten originären XFCE-Programme wurden im Menü Unterhaltungsmedien beibehalten. Hier finden Sie neben Parole, einem Totem-Pendant zum Abspielen multimedialer Inhalte, mit Xfburn auch ein ausgereiftes, an das Gnome-Pendant Brasero erinnerndes Brennprogramm für optische Medien. Xfburn beherrscht den Umgang mit den gängigen optischen Datenträgern bis hin zur Double-Layer-DVD. Blu-ray-Disks kann die Software jedoch noch nicht beschreiben. Mit Codeina ist eine nützliche Applikation des spanischen Multimedia-Spezialisten Fluendo mit an Bord: Sobald Sie eine Video- oder Audiodatei abspielen möchten, für die es im System noch keine Codecs gibt, meldet sich Codeina und versucht, die nötigen Dateien zum Abspielen der Inhalte herunterzuladen. Dabei schlägt es gelegentlich auch von Fluendo kostenpflichtig angebotene Codecs zur Installation vor.

Installation

Sofern Sie sich nach einem Test von Mandriva Linux Spring 2010 XFCE entscheiden, die Distribution dauerhaft zu nutzen, macht es Ihnen der Installer sehr einfach: Ein Klick auf das Icon Live Installation auf der Arbeitsoberfläche genügt. Die grafische Routine und bietet zunächst verschiedene Alternativen zur Festplattenpartitionierung an. Sobald Sie die Installationspartition festgelegt haben, schlägt das Tool vor, nicht genutzte Lokalisierungen zu löschen. Das beschleunigt das Einrichten deutlich, da nicht genutzten Lokalisierungen gar nicht erst auf der Festplatte landen. Anschließend kopiert Mandriva Live die Distributionsdateien. Auswahlmöglichkeiten für Programme gibt es hier nicht, der Installer richtet den kompletten Softwarefundus ein.

Nach dieser einige Minuten in Anspruch nehmenden Prozedur konfigurieren Sie in einem Auswahlbildschirm den Bootloader. Hier stehen Grub im Text- oder Grafikmodus sowie LILO zur Verfügung. Experimente mit dem bislang noch schlecht dokumentierten Grub2-Bootloader erspart sich Mandriva. Nach Abschluss dieses ersten Durchlaufs fordert die Installationsroutine dazu auf, den Rechner herunterzufahren und neu zu starten. Beim folgenden Erststart von der Platte legen Sie noch Benutzerkonten an, dann ist die Distribution komplett einsatzfähig.

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