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Geburtstags-Salix jetzt auch mit XFCE-Desktop

Pünktlich zu seinem ersten Geburtstag hat das Salix-Projekt (http://www.salixos.org) Mitte September neue Live-CDs der Distribution herausgegeben. Das aktualisierte und erweiterte Salix 13.1.1 bringt jetzt einen verbesserten Installer sowie das Werkzeug LiveClone mit, welches das einfache Erzeugen angepasster Live-CDs/DVDs und USB-Sticks ermöglicht. Desweiteren überarbeiteten die Entwickler das Livesystem für eine bessere Performance und hoben dazu unter anderem Squashfs auf Version 4.0.

Salix Live 13.1.1 gibt es neben der traditionellen Variante mit XFCE-Desktop (32 und 64 Bit) jetzt auch in einer Spielart mit LXDE (nur 32 Bit), die gegenüber der XFCE-Version eine schlankere Software-Auswahl mitbringt. So wurde OpenOffice hier durch die wesentlich leichtgewichtigere Kombination von AbiWord 2.8.4 und Gnumeric 1.10.1 ersetzt, Firefox und Gimp mussten den schlankeren Pendants Midori 0.2.7 und mtPaint 3.31 weichen. Dennoch bringt auch die LXDE Variante die für alltägliche Arbeiten nötige Software mit.

Zum Umfang beider Versionen gehören unter anderem Kernel 2.6.33.4, der X.org-Server 1.7.7, GTK+ 2.18.9, GStreamer 0.10.29, Python 2.6.4, Wicd 1.7.0, Geany 0.18.1, SimpleScan 1.0.3, Exaile 0.3.1.2, Claws Mail 3.7.6, Pidgin 2.7.3 und der Bildbetrachter Viewnior 1.0. Auf der Download-Seite des Projekts (http://tinyurl.com/lu1011-salix) finden Sie die ISO-Images und Torrents der Live- und Installations-CDs.

Die neueste Ausgabe von Salix, Version 13.1.1, gibt es auch in einer Version mit dem schlanken und ressourcenschonenden LXDE-Desktop.

Galpon-Minino bringt alte Hardware auf Trab

Die installierbare Live-Distribution Galpon Minino (http://minino.galpon.org) basiert auf Debian "Lenny" und begnügt sich mit minimalen Systemressourcen: Sie läuft auf selbst auf Systemen mit einem 200-MHz-Pentium und 64 MByte RAM in akzeptabler Geschwindigkeit. Als optimale Systemvoraussetzungen nennt das Projekt eine 600-MHz-CPU, 128 MByte Arbeitsspeicher und 4 GByte freien Festplattenplatz. Als Desktop kommt eine speziell angepasste Icewm-Version zum Einsatz, die unter anderem Applets für virtuelle Desktops, Lautstärke, Akku-Ladestand und Keyboard-Lokalisierung mitbringt. Zur Software-Ausstattung zählen unter anderem die Anwendungen des Gnome-Office, der Browser Epiphany, der Fotoeditor Fotoxx sowie die Mediaplayer XMMS und MPlayer. Daneben bringt Galpon Minino die Dateimanager Rox-Filer und PCmanFM sowie zahlreiche Multimedia-Tools mit. Zudem lässt sich der umfangreiche Softwarefundus von Debian nutzen. Die aktuelle Version 1.2 "Alguadaira" mit englischer und spanischer Lokalisierung liegt jetzt in Versionen für Systeme der Architekturen i486 und i686 unter http://tinyurl.com/lu1011-minino zum Download bereit.

Galpon Minino verhilft mit einem Icewm-Desktop und Software aus dem Debian-Fundus selbst Uralt-Rechnern wieder zu neuem Leben.

Freie Distribution Trisquel in Version 4.0

Zur Feier des Software Freedom Day am 18. September hat das Trisquel-Projekt (http://trisquel.info) seine Linux-Distribution mit ausschließlich freier Software in Version 4.0 LTS veröffentlicht. Das Release mit dem Codenamen "Taranis" basiert auf Ubuntu 10.04 LTS und wird wie der große Bruder von den Entwicklern drei Jahre lang unterstützt. Trotz der Abstammung von Ubuntu enthält Trisquel keinerlei proprietären Anteile, sondern setzt auf eigene, entsprechend bereinigte Repositories auf. So verwendet es beispielsweise den entsprechend entschlackten Kernel Linux-libre 2.6.32. Als Desktop-Umgebung kommt standardmäßig Gnome 2.30 zum Einsatz, eine ressourcenschonende Mini-Ausgabe verwendet stattdessen LXDE 0.5. Daneben umfasst die Software-Ausstattung X.org 7.5, Open Office 3.2 und Gimp 2.6. Als Flashplayer kommt die freie Alternative Gnash zum Einsatz, der Webbrowser basiert auf Firefox 3.6.9. ISO-Images für 32- und 64-Bit-Intel-CPUs stehen auf der Trisquel-Homepage zum Download bereit.

Schmucker Gnome-Desktop, unter der Haube ausschließlich freie Software: Trisquel GNU/Linux 4.0 LTS "Taranis".

Crux Linux 2.7 komprimiert Pakete mit XZ

Crux Linux richtet sich an erfahrene Linux-Anwender, die die Systemkonfiguration über Textdateien vornehmen. Neben Binärpaketen bietet die Distribution Quellcode-Ports, die mittels Toolchain übersetzt und installiert werden. Jetzt ist Crux Linux ist in Version 2.7 mit aktualisierter Software erschienen. CD- und USB-Images für Version 2.7 stehen auf der Crux-Homepage (http://crux.nu) zum Download bereit.

Das neue Release komprimiert Binärpakete mit dem Tool Xz mittels des LZMA-Algorithmus. Daher liefert Crux 2.7 überarbeitete Paket-Utilities mit. Die Toolchain verwendet nun GCC 4.5.1, Glibc 2.12.1 und Binutils 2.20.1. Als Systemkern kommt der Linux-Kernel 2.6.35 zum Einsatz, X.org trägt die Versionsnummer 7.5 und enthält den X-Server 1.9.0.

In den Release Notes (http://crux.nu/Main/ReleaseNotes2-7) rät das Projekt von einer manuellen Aktualisierung über das Ports-System ab, da sich wichtige Bibliotheken und Binärschnittstellen geändert haben. Den Upgrade-Prozess von CD beschreibt das (ebenfalls aktualisierte) Handbuch.

Update für Selbstbau-Projekt Linux from Scratch

Linux from Scratch (LFS, http://www.linuxfromscratch.org), eine Anleitung zum Selbstbau eines Linux-Systems aus dem Quelltext, ist jetzt in Version 6.7 verfügbar. Die Neuerungen umfassen Software-Aktualisierungen wie beispielsweise Kernel 2.6.35.4, GCC 4.5.1 und Glibc 2.12.1. Zu den weiteren Updates zählen Grub 1.98, Make 3.82 und Perl 5.12.1. Daneben gibt es Security-Nachbesserungen und Patches, die Fehlern beim Kompilieren vorbeugen. Außerdem haben die Macher an vielen Stellen die Dokumentation gearbeitet, überflüssig gewordene Befehle gestrichen und Fehler ausgebessert.

Kurz notiert

Die Evolution-Instanz von Ubuntu wird im kommenden "Maverick Meerkat" per Default den Zusatz "Sent from Ubuntu" an jede versendete Mail anhängen. Über dieses etwas fragwürdige Feature brach in Launchpad schon vorab ein erbitterter Streit aus (http://tinyurl.com/lu1011-maverick).

Das aktuelle Release Sabayon Linux 5.4 wurde nicht nur gründlich entwanzt – die Release Notes sprechen von über 100 Bugfixes – sondern bringt auch mehr als 1000 aktualisierte Pakete mit (http://www.sabayonlinux.org). Als Basis dienen ein desktopoptimierter Kernel 2.6.35, X.org 7.5 und Gnome 2.30 oder KDE 4.5.1.

Toorox, ein Live-Linux auf Gentoo-Basis, ist in Version 09.2010 nun neben KDE auch mit Gnome als Desktop zu haben (http://toorox.de). Die Systembasis bilden der Kernel 2.6.34-gentoo-r3 und der X.org-Server 1.8.2, daneben kommt Compiz 0.8.6 zum Einsatz. Ebenfalls mit an Bord sind Thunderbird 3.1.1, Icecat 3.6.8, Gimp 2.6.10 sowie Wine 1.3.1.

Die Disk-Cloning-Distro Clonezilla Live (http://www.clonezilla.org) bringt in Version 1.2.6-24 etliche Verbesserungen mit, so unter anderem Support für Btrfs. Der Kernel wurde auf Version 2.6.32-23 aktualisiert; zu den weiteren Updates zählen Partclone 0.2.15 und gPXE 1.0.1.

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