Neue Schaltzentrale

Im KDE-Kontrollzentrum haben die Entwickler gründlich aufgeräumt und die einzelnen Module besser gruppiert. So finden sich nun sämtliche Einstellungen für das Keyboard-Layout im Modul Hardware | Eingabegeräte | Tastatur. Bislang musste man das Layout (welche und wie viele Tasten) sowie die Sprache in zwei verschiedenen Modulen einstellen. Mit dem Neuanordnen begnügt sich die neue KDE-Version aber nicht: Wer das erwähnte Modul zur Auswahl der Sprachbelegung anschaut, findet anstelle des bislang bekannten chaotischen Dialogs ein sauberes, klar strukturiertes Fenster (Abbildung 6).

Abbildung 6: Die Tastatureinstellungen befinden sich endlich in einem einzigen Modul.

Verbesserungen finden Sie auch im Modul zur Auswahl der Fensterdeko. Es unterscheidet nun nicht mehr zwischen verschiedenen Engines, sondern zeigt nur noch die Themes an. Benötigt der Fenstermanager für für ein bestimmtes Theme eine zusätzlich Engine, dann geschieht der Engine-Wechsel automatisch. Dadurch wirkt das Modul aufgeräumter und übersichtlicher (Abbildung 7). Einige Themes führen allerdings weiterhin zu Darstellungsfehlern.

Abbildung 7: Die Wahl der Fensterdeko genügt, die zugehörige Engine lädt die Software dann automatisch.

Diverses

Wer die Desktop-Effekte von KDE nutzt, dem fallen mit Version 4.5 ein paar neue Effekte ins Auge: So erscheinen nun Menüeinblendungen mit einem Verwisch-Effekt und anstelle des Fensterwechsels über [Alt]+[Tab] im Stil von Apples Cover Flow stellten die KDE-Entwickler kurzfristig eine leicht abgeänderte Lösung auf die Beine (Abbildung 8). Letzterer Schritt war notwendig, da Apple ein Software-Patent auf den Cover Flow besitzt.

Abbildung 8: Den Effekt für den Fensterwechsel per Alt+Tab haben die Entwickler leicht abgeändert.

Der neue Verwaltungsmodus Tiling des KDE-Fenstermanagers KWin ordnet die Programmfenster stets so an, dass diese sich nicht überlappen und verkleinert dabei die Fenster bei Bedarf automatisch. Analog zum OSD-Menü für die Lautstärke-Regelung erscheint nun auch ein kleines Menü auf dem Bildschirm, wenn Sie bei einem Notebook die Hintergrundbeleuchtung regeln.

Spürbare Fortschritte machte die Netbook-Version "Plasma Netbook" (Abbildung 9). Fügen Sie dem Desktop eine neue Aktivität vom Typ Tageszeitung hinzu, so erscheinen die einzelnen Widgets nun sauber untereinander mit einem Setup-Symbol auf der linken Seite. Das separate Plasma-Symbol für das Setup der Netbook-Oberfläche verschwindet zudem nicht mehr hinter dem KDE-Panel wie noch bei Version 4.4.4, sondern erscheint in der linken oberen Ecke, beziehungsweise links unten, falls Sie das KDE-Panel am oberen Bildschirmrand einsetzen. Möchten Sie auf der Netbook-Oberfläche scrollen, tun Sie dies zudem wie bei einem Touchscreen, also anfassen und schieben, nicht am Mausrad drehen.

Abbildung 9: Die Netbook-Oberfläche präsentiert sich mit Version 4.5 deutlich aufgeräumter.

Last but not least kümmerten sich die Entwickler auch um den KDE-Dateimanager Dolphin: Kopieren oder verschieben Sie per Drag & Drop mehrere Ordner, dann zeigt der KDE-Dateimanager diese als Minibild an (Abbildung 10). Das zusätzliche visuelle Feedback sorgt so für mehr Sicherheit und verhindert ein unerwünschtes Verschieben.

Abbildung 10: Die kleinen Symbole zeigen klar an, wenn Sie mehrere Dateien oder Verzeichnisse zum Verschieben oder Kopieren ausgewählt haben.

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