Ausblick: LTE

Als Nachfolger von UMTS gilt LTE – das Kürzel steht für "Long Term Evolution". Der neue Mobilfunkstandard unterstützt downstream Geschwindigkeiten von maximal 300 Mbit/s und bringt es upstream immerhin noch auf bis zu 75 Mbit/s. Ein entsprechendes Netz befindet sich in Deutschland gerade im Aufbau: In einer Versteigerung der entsprechenden Frequenzen Ende Mai 2010 investierten die deutschen Netzbetreiber 4,4 Milliarden Euro in Lizenzen, Ende August 2010 stellte die deutsche Telekom versuchsweise den ersten LTE-Sendemast auf.

Vodafone hat als erster Anbieter in Deutschland konkrete LTE-Tarife vorgestellt [3]. Die Anschlüsse soll es ab Dezember 2010 in drei verschiedenen Versionen geben, allerdings nur in rund 1000 Gemeinden. Bis Ende 2011 soll dann ein "flächendeckendes" Netz entstehen. Erste Netbooks mit LTE-fähigen Modems plant Samsung ebenfalls Ende 2010 auf den Markt zu bringen [4]. Insgesamt steckt LTE also noch in den Kinderschuhen und wird ungeachtet der vollmundigen Ankündigungen der Anbieter vermutlich noch einige Jahre brauchen, um eine wirklich gute Flächendeckung zu erzielen. 

Glossar

UMTS

Universal Mobile Telecommunications System. Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G) mit einer Transferrate von bis zu 384 kbit/s.

HSDPA

High Speed Download Packet Access. Bietet eine Transferrate von maximal 14,4 Mbit/s.

EDGE

Enhanced Data Rates for GSM Evolution, oft auch als Enhanced GSM bezeichnet, bietet Transferraten zwischen 150 und 200 kbit/s.

GPRS

General Packet Radio Service. Paketorientierter GSM-Datendienst mit einer Transferrate bis zu 53,6 kbit/s.

HSDPA+

Eine Erweiterung von HSDPA für Transferraten bis maximal 28,8 Mbit/s.

HSUPA

High Speed Uplink Packet Access. Bietet eine Uplink-Transferrate von maximal 5,8 Mbit/s.

Infos

[1] Vodafone Mobile Connect Card Driver for Linux: https://forge.betavine.net/projects/vodafonemobilec/

[2] Vodafone Mobile Connect herunterladen: https://forge.betavine.net/frs/?group_id=12

[3] Erste LTE-Tarife von Vodafone: http://tinyurl.com/lu1010-vodafone

[4] Samsung-Netbooks mit LTE: http://www.golem.de/1009/77676.html

Der Autor

Der Dipl. Verwaltungswirt Michael G. Schmidt betätigt sich seit 1994 als Netzwerkadministrator und EDV-Trainer. Daneben arbeitet er auch in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie als freier Journalist. Seit 2009 ist er LPIC-1-zertifiziert.

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Kommentare
wvdial ist besser!
Ulrich Lehmkühler (unangemeldet), Mittwoch, 20. Oktober 2010 21:10:13
Ein/Ausklappen

Der "Vodafone Mobile Connect Card Driver for Linux" mag ja funktionieren, doch entweder ist er unnötig, weil die internen Mechanismen ohnehin funktionieren (z.B. der Network-Manager unter Ubuntu bzw. NetDrake unter Mandriva) oder auf der GUI sich durch UMTSMON ersetzen lassen. Letzteres funktioniert inzwischen auch bei 64bittigen Distris.

wvdial hat aber noch einen unschätzbaren Vorteil, es funktioniert auch auf der Kommandozeile, so daß sich auch unterwegs Probleme mit lösen lassen, wenn die GUI gar nicht mehr läuft und man z.b. auf Kommandozeilenversionen der Paketinstaller zurückgreifen muß und der gute alte vim die Konfigurationsdateien bearbeitet.. Die passenden Webbrowser (Links, lynx und w3m) lassen sich so auch unterwegs noch nachinstallieren. UL


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