Lokales

Doch Peppermint OS Ice eignet sich nicht nur als Betriebssystem für Anhänger der Cloud: Dank des Duos Linux Mint und Ubuntu als Basis greifen Sie bei Bedarf auf deren Fundus an herkömmlichen Applikationen zurück. Dabei haben die Entwickler neben dem von Ubuntu und Debian her bekannten grafischen Installationstool Synaptic zusätzlich den ähnlich intuitiven Installer von Linux Mint ins System integriert. Letzteren aktivieren Sie mit einem Mausklick im Menü Menu | Preferences auf den Eintrag Software Manager. Hier wählen Sie aus einem Bestand von über 30 000 Paketen – nach Kategorien sortiert – aus.

Reicht dieser Fundus immer noch nicht aus, haben Sie die Möglichkeit, weitere Repositories als Paketquellen hinzuzufügen. Dazu rufen Sie den Manager für die Paketquellen auf, der sich im gleichen Menü hinter dem Eintrag Software Sources verbirgt. Hier binden Sie die gewünschten Medien und Repositories ein. Die hinzugefügten Quellen stehen anschließend unter beiden Installern bereit (Abbildung 3). Alternativ nutzen Sie für den gleichen Zweck Synaptic, wobei allerdings bei umfangreicheren Installationen der Installer von Linux Mint deutlich schneller arbeitet.

Abbildung 3: Altbekanntes im neuen Gewand – die Softwareinstallation mit Ice.

Fazit

Mit Peppermint OS Ice ist den Entwicklern des Cloud-Betriebssystems ein großer Wurf gelungen. Durch das Verlagern vieler Dienste ins Internet und den Einsatz des zwar kleinen, aber funktionell durchdachten LXDE-Desktops entstand ein ressourcenschonendes wie gertenschlankes freies System, das auch auf älteren Rechnern eine gute Figur abgibt. Das Konzept des Side Specific Browsers auf Basis von Googles Chromium mit nahtloser Menüintegration der Dienste macht fast vergessen, dass die Arbeit sich hier nicht mehr in lokal auf der Festplatte abgespeicherten Anwendungen bewegt.

Dabei bietet die Software dank des soliden Unterbaus auf nahezu jeder Hardware eine gute Performance. Lediglich Freunde von 3D-Effekten haben bei dem US-amerikanischen System das Nachsehen: Alle Spielereien fielen zugunsten einer besseren Usability weitgehend aus dem System heraus. Für Anwender, die Wert auf Stabilität, produktive Einsatzfähigkeit und geringen Ressourcenverbrauch legen, lohnt ein Blick auf Peppermint OS Ice allemal.

Infos

[1] Download: http://peppermintos.com/download

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Peppermint Five veröffentlicht
    Die neue Version der schlanken Distribution basiert auf Lubuntu 14.04 und nutzt die LXDE Desktop-Umgebung, die der Entwickler Peppermint OS, LLC mit ein paar eigenen Anwendungen aufbohrt. Unter anderem gibt es ein neues Control-Center.
  • Datenjongleur
    Die gängigen Linux-Distributionen zielen primär auf stationäre Computersysteme ab. Der Newcomer Apricity OS dagegen wendet sich verstärkt an jene Zielgruppe, die Cloud-Dienste nutzt und ihr digitales Leben im Internet verbringt.
  • Aktualisierte Installationsmedien für Peppermint 7
    Die Entwickler der auf Ubuntu basierenden Distribution Peppermint haben die Installationsmedien von Peppermint 7 aktualisiert. Diese umfassen nicht nur Fehlerkorrekturen, sondern auch ein paar kleinere Neuerungen.
  • Editorial
    Liebe Leserinnen und Leser,

    im Schwerpunkt dieser Ausgabe geht es um das Thema E-Mail. Auch wenn OpenSuse und Kubuntu den KDE-eigenen Mailclient Kmail favorisieren, empfehlen wir Ihnen stattdessen Thunderbird, denn dieses Programm läuft auch unter Windows und macOS (ehemals OS X), so dass es sich besonders für Umsteiger oder Anwender, die mehrere Betriebssysteme einsetzen, empfiehlt. Welche Artikel wir für Sie zum Thema zusammengestellt haben, lesen Sie in der Schwerpunkt-Einführung auf Seite 29.
  • Red Hat vermittelt Zugang zu Amazon-Cloud
    Der Distributor Red Hat hat seine Subskriptionen um die Möglichkeit erweitert, das Linux wahlweise vom eigenen Server oder in der Amazon-Cloud zu nutzen.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 11/2017: Server für Daheim

Digitale Ausgabe: Preis € 8,50
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 3 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...
Backup mit KUP unter Suse 42.3
Horst Schwarz, 24.09.2017 13:16, 3 Antworten
Ich möchte auch wieder unter Suse 42.3 mit Kup meine Backup durchführen. Eine Installationsmöglic...
kein foto, etc. upload möglich, wo liegt mein fehler?
kerstin brums, 17.09.2017 22:08, 5 Antworten
moin, zum erstellen einer einfachen wordpress website kann ich keine fotos uploaden. vom rechne...
Arch Linux Netzwerkkonfigurationen
Franziska Schley, 15.09.2017 18:04, 0 Antworten
Moin liebe Linux community, ich habe momentan Probleme mit der Einstellung des Lan/Wlan in Arc...