Ordentlich sortiert
Bilder anzeigen und organisieren mit Geeqie
Schlüsselwörter
Eng mit dem EXIF-Tags sind Schlüsselwörter (Keywords) verbunden. [Strg]+[K] schaltet ein spezielles Fenster (Abbildung 6) ein, in dem Geeqie diese anzeigt und es erlaubt, diese mit Maus oder Tastatur zu bearbeiten. Das Schlüsselwort-Fenster besteht aus zwei Teilen: Rechts wählen Sie mit der Maus aus einer Liste vorgegebener Schlüsselwörter, die dann links erscheinen. Dort geben Sie bei Bedarf weitere, frei wählbare Schlüsselwörter ein.
Neue Schlüsselwörter speichert Geeqie erst, nachdem Sie den Button ganz unten rechts in der Statuszeile betätigt haben. Allerdings fragt die Software beim Bildwechsel nach, falls dies unterbleibt. Normalerweise landen die Schlüsselwörter direkt in den Bilddateien, sofern diese das unterstützen. Alternativ erzeugt Geeqie eine zusätzliche Datei mit der Extension .xmp. Bilder mit Schlüsselwörtern findet Geeqie, falls Sie in der Suche diese als Kriterien angeben.
Während Schlüsselwörter möglichst kurz (ein Wort) und prägnant, dafür aber hierarchisch gegliedert den meisten Nutzen bringen, dürfen Kommentare ruhig etwas länger sein. Sie könnten beispielsweise einen Copyright-Hinweis oder Anmerkungen zur Bildbearbeitung enthalten.
Für temporäre Anwendungen kennt Geeqie noch sogenannte Markierungen. Diese erweisen sich als sinnvoll, wenn es sich nicht lohnt, eine neue Sammlung anzulegen, Sie bestimmte Bilder aber trotzdem zusammenhalten möchten. Über [M] schalten Sie die Anzeige der Markierungen in der Dateiansicht an. Über die Ziffern 1 bis 6 schalten Sie zwischen den ausgewählten Bildern um. Die Markierungen eignen sich zum Beispiel auch zum Filtern der Bilder.
Suche
Über [F3] öffnen Sie ein Suchfenster (Abbildung 7). Alle Angaben in dieser Maske berücksichtigt Geeqie bei der Suche gleichermaßen. Neben Verzeichnissen dürfen auch Sammlungen und vorausgegangene Suchergebnisse als Grundmenge der Bilder dienen. Da Geeqie die Kriterien mittels logischem UND verknüpft, ist es schnell möglich, Bilder zu finden, von denen bestimmte Informationen bekannt sind. Ausschlusskriterien gibt es bisher nicht.
Zu den Killerfeaturen gehört die Duplikatsuche, die Sie über [D] aktivieren (Abbildung 8). Hier haben Sie entweder die Möglichkeit, Bilder in dieses Fenster zu ziehen oder ein Verzeichnis anzugeben. Geeqie fragt dann nach, was mit eventuell enthaltenen Unterverzeichnisse und versteckten Dateien geschehen soll.
Neben den schon von der Bildersuche bekannten Kriterien Dateinamen (mit und ohne Unterscheiden von Groß-/Kleinschreibung), das Aufnahmedatum und die Dateigröße gibt es hier weitere: Eine interne Prüfsumme (findet identische Bilder), der Pfad und die Ähnlichkeit der Bildinhalte in vier Stufen. Die letzte Form verleitet zum Spielen, sie hilft aber auch, unnötigen Ballast von der Festplatte zu entfernen.
Die einfache Möglichkeit, doppelte Dateien über mehrere Verzeichnisse zu finden, hilft bei vielen Szenarien. So erzeugen zum Beispiel einfache Digitalkameras diese, wenn der Akku längere Zeit leer war. Das bringt dann schnell die ganze Sammlung durcheinander. Achten Sie aber darauf, dass Sie bei identischen Dateien zunächst anhand der Dateigröße feststellen, ob es sich um das gleiche Bild handelt (ein Doppelklick auf den Eintrag zeigt es im Bildfenster an). Dateigrößen gleicher Bilder können sich aufgrund unterschiedlicher Metadaten aber durchaus etwas unterscheiden.



