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23.09.2010

Einfacher lokaler Datenabgleich mit Dirsync Pro

Beim Datenabgleich lokaler Verzeichnisse (etwa zwischen Festplatte und USB-Stick) kommt man schnell an den Punkt, wo cp nicht mehr ausreicht. Probleme entstehen spätestens dann, wenn Dateien auf beiden Seiten Dateien bearbeitet wurden. Das Synchronisationsprogramm Dirsync Pro hilft dabei, ein solches Datenchaos zu verhindern.

Die abzugleichenden Verzeichnisse verwaltet es in eigenständigen "Jobs", für die Sie die Synchronisationsparameter individuell einstellen. Jeder Job enthält neben dem Quell- und Zielverzeichnis außerdem eine eindeutige Bezeichnung ("Label"). Darüber hinaus müssen Sie eine Synchronisierungsart festlegen. Das Tool kennt acht unterschiedliche Modi, von Backup über Restore bis hin zu Synchronize. Ohne spezielle Anweisung nimmt Dirsync Pro einen inkrementellen Abgleich vor. Dabei lässt sich das Logging für jeden Job individuell aktivieren, auf Wunsch prüft das Programm die abgeglichenen Dateien.

Möchten Sie mehr Einfluss auf den Synchronisationsprozess nehmen, nutzen Sie dazu die zahlreichen Möglichkeitendem des Custom-Modus. Hier legen Sie selbst fest, wann der Abgleich erfolgen soll und welche Dateien Dirsync Pro nach erfolgtem Abgleich entfernen darf. Über einen Filter schließen Sie einzelne Dateien oder Verzeichnisse vom Abgleich aus oder binden sie zusätzlich ein. Neue Jobs prüfen Sie bei Bedarf erst einmal über Run | Analyze, ohne dabei Dateien zu bewegen.

Dirsync Pro verarbeitet problemlos mehrere Sync-Jobs in einem Rutsch – welche Jobs bei einem Lauf starten, legten Sie durch Abhaken der Checkbox vor dem Label in der Übersicht Jobs fest. Den aktuellen Stand der Synchronisation zeigt die Sync Queue an, während die Messages-Ansicht Fehlermeldungen und Warnungen auflistet. Alle konfigurierten Jobs speichern Sie auf Wunsch in einer XML-Datei, sodass sich jeder Synchronisationslauf beliebig oft reproduzieren lässt.

Dirsync Pro 1.31

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://directorysync.sourceforge.net

Wertung

Mit Dirsync Pro erstellen und verwalten Sie bequem Synchronisationsjobs. Für den Batch-Betrieb lässt sich das Tool auch via Kommandozeile ansprechen: Ein Aufruf mit dem Parameter -nogui offenbart alle verfügbaren Kommandos.

Gnome Commander: Dateimanagement-Klassiker fürs 21. Jahrhundert

Beim Gnome Commander handelt es sich um ein funktionales Pendant des bekannten DOS-Dateimanagers Norton Commander: Erscheinungsbild und Grundfunktionen übernahmen die Entwickler weitgehend vom Original und ergänzten das Tool um zahlreiche neue Fähigkeiten. Der Gnome Commander sichert seinen aktuellen Status beim Beenden seiner Sitzung und lädt ihn beim nächsten Start erneut. Zahlreiche Funktionen des Programms lassen sich über Tastenkürzel direkt ansprechen, so etwa die Filterfunktion zum Einblenden versteckter Dateien oder der Verzeichniswechsel ins Home-Verzeichnis. Eine vollständige Liste aller Shortcuts enthält das Hilfe-Menü, alle Tastenkürzel passen Sie in den Einstellungen nach Ihrem Gusto an.

Eine besondere Stärke von Gnome Commander stellt der Zugriff auf Netzfreigaben. Während frühere Versionen beim Zugriff auf SMB-Freigaben oft patzten, funktioniert der Zugriff mittlerweile einwandfrei. Eine Verbindung mit Freigaben, die eine Authentifizierung erwarten, gelingt ad hoc aber nicht: Hier müssen Sie die Freigabe via Menü über Neue Verbindungen einbinden. Regelmäßig genutzte Shares konfigurieren Sie – ebenso wie per (s)FTP, WebDAV, oder SSH erreichbare Freigaben – im Menü Entfernte Server permanent. Möchten Sie Gnome Commander dabei die Zugangspasswörter nicht direkt anvertrauen, nutzen Sie stattdessen den Gnome-Schlüsselbund zur Authentifizierung. Über Plugins, von denen das Programm bereits einige mitliefert (so etwa eines zum Erstellen von SHA-1-Prüfsummen), erweitern sie bei Bedarf den Funktionsumfang. Daneben dürfen Sie auch eigene, in Python programmierte Plugins beisteuern.

Gnome Commander 1.2.8.7

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://www.nongnu.org/gcmd/

Wertung

Gnome Commander transportiert das Prinzip des Norton-Dateimanagers ins 21. Jahrhundert und die Midnight-Commander-Methodik auf die GUI. Nc- und Mc-Fans nutzen ohne Einarbeitung sofort die gewohnten Funktionen.

Arbeitszeit im Blick behalten mit jTimeSched

Für das Erfassen des Zeitverbrauchs regelmäßiger Aufgaben gibt es unter Linux viele funktionsreiche Task-Manager. Geht es aber lediglich um die schlichte Zeiterfassung, kommen Sie mit dem Java-Programm jTimeSched schneller und einfacher ans Ziel. Nach dem Entpacken des Archivs ist das Tool ohne Installation sofort einsatzbereit und integriert sich nach dem Start mit einem Icon dezent in der Symbolleiste der jeweiligen Benutzerumgebung. Für ein flexibles Arbeiten platzieren Sie jTimeSched auf einem USB-Stick und haben so Ihre Zeiterfassung an jedem mit Java ausgerüsteten Rechner zur Verfügung.

Ein Doppelklick auf das Symbol öffnet die Aufgabenübersicht, in der Sie mit Add project neue Aufgaben anlegen. Erledigtes löschen Sie über das Entfernen-Symbol vor jedem Eintrag aus der Liste. Jede Zeile der Listenansicht enthält genau ein Projekt. Neben dem Projektnamen zeigt jTimeSched auch den Zeitpunkt der Projekterstellung, die aufgelaufene Gesamtzeit sowie die am aktuellen Tag für die Aufgabe verwendete Zeit an. Um die Zeiterfassung für eine Aufgabe zu starten, reicht ein Klick auf das zugehörige Start-Symbol, das sich daraufhin in ein Stop-Icon ändert. JTimeSched hebt nun die aktive Aufgabe farblich hervor und erfasst die Zeit bis zum nächsten Klick auf das Stop-Symbol. Auch beim Starten einer anderen Aufgabe beendet das Tool die Zeiterfassung für den laufenden Task und wechselt zur neuen Aufgabe. Zusammenhängende Aufgaben kennzeichnen Sie bei Bedarf durch einheitliches Einfärben der Kategoriespalte.

Sämtliche Aufgaben inklusive der erfassten Zeiten legt das Tool in einer .projects-Datei im Ordner conf des Verzeichnisses ab, aus dem es gestartet wurde. An der selben Stelle findet sich auch ein Log-File, über das sich alle Aktionen des Programms rekonstruieren lassen. Eine übersichtliche Erläuterung aller Funktionen von jTimeSched bietet die Webseite des Projekts.

jTimeSched 0.8

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://kbase.dominik-geyer.de/apps:jtimesched

Wertung

Mit jTimeSched erfassen Sie unkompliziert den Zeitverbrauch Ihrer Projekte. Als Java-Programm ist das Tool für den Einsatz auf einem USB-Stick quasi prädestiniert.

Searchmonkey hilft bei der Suche im Dateisystem

Für die Textsuche im Dateisystem greifen altgediente Linux-Anwender meist auf Grep und Find zurück. Komfortabler suchen Sie mit Searchmonkey, das eine intuitiv bedienbare Suchoberfläche bereitstellt. Für eine einfache Suche geben Sie nur den Suchbegriff und den Dateinamen an. Optional legen Sie ein Startverzeichnis fest, das Searchmonkey (auf Wunsch rekursiv) abarbeitet – ansonsten durchstöbert es die ganze Platte.

Sowohl für den Suchbegriff als auch den Dateinamen unterstützt das Tool den Einsatz regulärer Ausdrücke. Im Abschnitt Advanced stellt der Suchaffe einen Assistenten bereit, mit dem sich ein Regex einfach zusammenklicken lässt. Über den Menüpunkt Extras testen Sie den so generierten regulären Ausdruck erst einmal an einem Beispieltext, um ergebnislose Suchläufe zu vermeiden. Das Menü bietet außerdem die Möglichkeit, reguläre Ausdrücke in einer Datei zu speichern oder von dort erneut zu laden – ideal für wiederkehrende Suchen. Über erweiterte Suchkriterien beschränken Sie die Suche bei Bedarf – etwa auf Dateien, die vor oder nach einem angegebenen Datum verändert wurden. Alternativ legen Sie die Suchtiefe in Verzeichnissen oder die Größe der zu suchenden Datei fest. Zu guter Letzt erlaubt der Bereich der Suchoptionen, die Anzahl der Treffer zu beschränken oder die Suche schreibweisenabhängig vorzunehmen.

Die gefundenen Dateien listet Searchmonkey mitsamt den Texttreffern in der jeweiligen Datei im unteren Fensterbereich auf. Über den Menüpunkt Edit kopieren oder löschen Sie eine Datei aus der Trefferliste beziehungsweise rufen sie in einem beliebigen Editor zum Nachbearbeiten auf. Möchten Sie das Suchergebnis stattdessen mit externen Werkzeugen weiterverarbeiten, exportieren Sie es in eine CSV-Datei.

Searchmonkey 0.8.1

Lizenz: LGPLv2

Quelle: http://searchmonkey.embeddediq.com

Wertung

Searchmonkey präsentiert sich als ebenso bequemes wie effizientes Tool zur Textsuche im Verzeichnissystem. Die intuitiv bedienbare Oberfläche erleichtert Neulingen die Arbeit, der erfahrene Nutzer muss trotzdem nicht auf die Kraft der regulären Ausdrücke verzichten.

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