Home / LinuxUser / 2010 / 09 / Rawtherapee 2.4.1

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

War doch klar...
(233 Punkte bei 16 Stimmen)
Re: War doch klar...
(162 Punkte bei 6 Stimmen)
Re: Skype für 64-Bit-Prozessor u. Suse 12.1
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Kubuntu verliert Finanzierung
(130 Punkte bei 4 Stimmen)
Offen fürs Geschäft
(80 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.
AA_hand-dach_123rf-5230525_RuslanOlinchuk.jpg

© Ruslan Olinchuk, 123rf.com

Alles unter einem Dach

Rawtherapee 2.4.1

06.08.2010 Unter Linux gab es bislang lediglich Insellösungen, die jeweils nur Teilbereiche des Workflows beim Verarbeiten von RAW-Bildern abdecken. Rawtherapee ändert das.

Jeder anspruchsvolle Fotograf speichert zumindest die für ihn wichtigen Bilder im RAW-Format ab. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Zum einen besitzt das Rohdatenformat einen Kontrastumfang von 12 bis 14 Bit pro Farbkanal (JPEG: nur 8). Zum anderen schreibt die Kamera interne Einstellungen, etwa den Weißabgleich, in die Metadaten des Bildes und nicht in die Aufnahme selbst.

Daraus ergeben sich vielfältige Vorteile. Speziell bei problematischen Aufnahmen mit starken Kontrasten gleichen Sie die Helligkeit um bis zu acht Lichtwertstufen nachträglich an, ohne dass es zu nennenswerten Bildstörungen kommt. Ähnlich verhält es sich mit anderen Parametern, wie etwa dem Weißabgleich, der Bildbrillanz oder dem Erhöhen oder Absenken von Spitzlichtern und Schatten.

Voraussetzung dafür ist jedoch ein fähiger RAW-Konverter, der Ihnen das nötige Werkzeug in möglichst übersichtlicher Form an die Hand gibt. Seit mehreren Jahren gilt Rawtherapee [1] hier als der Spitzenreiter unter den kostenfreien Programmen.

Überblick

Wie die meisten Anwendungen dieser Couleur bedient sich auch Rawtherapee zum Dekodieren von RAW-Aufnahmen des Kommandozeilenprogramms Dcraw [2]. Gegenüber der Konkurrenz zeichnet sich Rawtherapee aber durch die übersichtlich gestaltete Bedienung sowie den komplett abgebildete Workflow aus. So ermöglicht es nicht nur das verlustfreie Bearbeiten der Aufnahmen (siehe Kasten "Ohne Verluste"), sondern auch das Verschlagworten und Bewerten. Der angegliederte Dateibrowser erleichtert die Navigation zu den Bildern, die in einer Vorschauansicht erscheinen.

Ohne Verluste

RAW-Aufnahmen verhalten sich in der digitalen Welt wie Dias oder Negative in der analogen. Sie bleiben stets im Originalzustand und erlauben damit das beliebige Reproduzieren ohne Qualitätsverlust.

Praktisch alle RAW-Konverter mit Verlaufsspeicher schreiben Bildänderungen in eine separate Datenquelle. Mache verwenden dazu eine Datenbank, andere – so auch Rawtherapee – nutzen eine Textdatei dafür. Das Tool legt für jedes modifizierte Bild im Verzeichnis ~/.config/RawTherapee/cache/profiles/ ein Textfile an, dessen Namen mit jenem der Bilddatei beginnt, zusätzlich einen Hashwert umfasst und mit der Erweiterung .pp2 endet. Diese Textdatei enthält die Modifikationen in Form von Beschreibungen. So speichert es Änderungen am globalen Kontrast beispielsweise in der Rubrik [Exposure] unter Contrast=Zahlenwert .

Öffnen Sie das Bild, liest der Konverter die zugehörige Textdatei aus und stellt die Vorschau entsprechend der dort hinterlegten Werte ein. Erst der Export der Aufnahme in ein anderes Format, etwa JPEG oder PNG, übernimmt die Änderungen in die Kopie.

Im Januar dieses Jahres entschloss sich der Initiator des Projekts, Gabor Horvat, Version 3.0 von Rawtherapee nicht wie bisher unter eine Closed-Source-Lizenz zu stellen, sondern unter der GPL zu veröffentlichen. Die erste veröffentlichte Alpha-Version vermittelt einen recht guten Eindruck der Neuerungen, doch zahlreiche Bugs behindern derzeit noch die Arbeit damit (siehe Kasten "Endlich frei").

Endlich frei

Im Januar diesen Jahres erschien Rawtherapee 3.0 als unstabile Alpha-Version. Als wichtigste Neuerung stellt der Entwickler diese und zukünftige Versionen unter die GPL. Die Oberfläche der 3er-Version wirkt besser organisiert; einige Zusatzfeatures, etwa der vorher/nachher-Bildvergleich, erleichtern die Arbeit (Abbildung 1). Erste Tests zeigten aber recht schnell, dass Nutzer das ausgewiesene Alpha-Stadium ernst nehmen sollten: Viele wichtige Funktionen wie die Kleinbildvorschau arbeiteten nur unzureichend. Andere, etwa das Ausrichten des Horizonts, bringen das Programm zum Absturz. Es bleibt zu hoffen, dass die Entwickler am Ball bleiben und das Programm – das wie schon sein Vorgänger eine Menge Potenzial besitzt – zügig finalisieren.

Abbildung 1: Die erste Alpha-Version von Rawtherapee 3 zeigt zwar, wohin der zukünftige Weg führt. Das sinnvolle Arbeiten damit ist aber wegen vieler Bugs noch nicht möglich.

Es ist eingerichtet

Da die derzeit stabile Version 2.4.1 von Rawtherapee einer proprietären Lizenz unterliegt, fehlt sie in den Repositories der Distributionen. Das Projekt stellt die Software aber als allgemeinkompatibles Binärpaket zum Download bereit. Es genügt, den Tarball an einer beliebigen Stelle zu entpacken und das Programm mit einem Klick auf das Shellskript rtstart zu starten.

Falls das nicht klappt, öffnen Sie im Verzeichnis ein Terminal und tippen darin bash rtstart, um den Grund des Scheiterns zu ermitteln – meist stellen sich als Ursache fehlende Abhängigkeiten heraus. Unter OpenSuse genügt es, das Paket Gtkmm2 zu installieren, um das Problem zu lösen.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

1940 Hits
Wertung: 0 Punkte (1 Stimme)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Thomas Leichtenstern

Thomas Leichtenstern

CD/DVD-Redakteur


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 03/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Duden Korrektor unter 64-Bit
Duden Korrektor unter 64-Bit
Tim Schürmann, 06.02.2012 10:36, 0 Kommentare

Der Duden Korrektor bietet eine äußerst nützliche Rechtschreib- und Grammatikkorrektur für LibreOffice und bringt in der aktuellen Version 8 e...

Aktuelle Fragen

Ubuntu 11.10 Compiz 3D Cube flackern
Moritz Obenauer, 12.02.2012 12:25, 0 Antworten
Hallo! Ich habe Ubuntu 11.10 mit Unity und den Compiz 3D Cube ein gerichtet. Er funktioniert...
Suse 12.1 Bootvorgang bleibt seit Update stehen
Wimpy *, 12.02.2012 09:22, 3 Antworten
Seit Update auf Kernel 3.1.9-1.4-desktop i686 bleibt der Bootvorgang stehen. Es erscheint der gr...
N24 Stick (Huawei E173) und Ubuntu 11.04
Patrick Obenauer, 11.02.2012 11:54, 1 Antworten
Hallo zusammen! Ich benutze einen alten Laptop, der mit Ubuntu 11.04 flott und problemlos läuft....
Wie kann man beim Einsatz von Compiz die Fenster-Dekoration einstellen?
GoaSkin , 10.02.2012 20:12, 0 Antworten
Hallo, ich nutze Linux Mint mit dem Gnome-Derivat Mate. Da die Distribution Compiz nicht autom...
rndc reload zone - failed bad zone
Ludwig jun. B., 06.02.2012 16:08, 2 Antworten
Schönen guten Tag, ich habe folgendes Problem. Immer wenn ich folgendes Kommando ausführen bek...