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Aktuelles

Neues rund um Linux

19.08.2010

Acer Aspire One D260 mit Android-Partition

Entgegen vorab umlaufender Spekulationen liefert Acer seinen neuen Nettop Aspire One D260 (http://tinyurl.com/lu1009-d260) nun doch nicht mit vorinstalliertem Android aus, sondern mit Windows 7. Immerhin spendierte der Hersteller dem Gerät eine InstantOn-Android-Partition, die aus dem Stand einen sekundenschnellen Webzugriff ermöglichen soll.

Das Aspire One D260 basiert auf Intels Atom-N45x-CPUs mit 1,66 GHz Taktrate und 512 MByte L2-Cache sowie dem integrierten Grafikchipsatz GMA 3150 (64 MByte Speicher). Je zwei Modelle in verschiedenen Farben gibt es mit dem N450 (1 GByte DDR2-RAM) beziehungsweise dem N455 (1 GByte DDR3-RAM), beide lassen sich über den einzelnen Speicherslot auf bis zu 2 GByte Arbeitsspeicher aufrüsten. Beim 10,1-Zoll-Bildschirm handelt es sich bei den N450-Modellen "Think Pink" und "Onyx Black" um eine spiegelnde Variante, während die N455-Geschwister "Moon Shadow" und "Cool Purple" ein mattes Display aufweisen. Allen Spielarten gemeinsam sind die WSVGA-Auflösung von 1024 x 600 Pixeln und eine LED-Hintergrundbeleuchtung.

Als Massenspeicher steht eine S-ATA-Festplatte mit 250 GByte Kapazität zur Verfügung, über einen Cardreader lässt sich Flashspeicher der verschiedensten Formfaktoren einbinden. Die Kommunikation mit der Außenwelt wickelt der D260 über 802.11b/g/n-WLAN, Bluetooth 3.0+HS und 10/100-Mbit/s-Ethernet ab, optional gibt es auch 3G-Modelle mit zusätzlichem UMTS/HSPA. Für Videochats und Telefonie bring der D260 eine Webcam (1280 x 1024) sowie ein integriertes Mikrofon mit. Zur Anschlussausstattung zählen drei USB-2.0-Ports, ein VGA-Ausgang sowie Line-Out und Mic-In.

Mit einem sechszelligen Li-Ion-Akku (48 V, 4400 mAh) ausgestattet, soll das 1,25 Kilogramm schwere und 24 Millimeter flache Netbook nach Herstellerangaben bis zu acht Stunden laufen. Den Acer Aspire One D260 gibt es in der Grundausstattung ohne 3G ab sofort zum empfohlenen Verkaufspreis von 299 Euro im Fachhandel.

Acers neues Netbook Aspire One D260 wartet mit attraktiver Ausstattung und einer Android-Partition zum schnellen Netzzugang auf.

Rundes Arduino-Einstiegspaket

Das "Lernpaket Arduino" aus dem Franzis-Verlag vermittelt Mikroelektronik-Einsteigern anhand der quelloffenen Hardware-Umgebung Arduino die Grundlagen zum Entwickeln eigener Anwendungen. Das Kit umfasst neben einer Freeduino-Platine und dem ATmega168-Mikrocontroller ein Breadboard im Tiny-Format sowie 20 Bauteile, darunter verschiedene LEDs, Kondensatoren, Widerstände und Taster. Bein lötfreien Aufbau von 70 verschiedenen Experimenten – vom Berührungssensor über LED-Dimmer bis hin zu Temperaturschaltern – helfen ein ausführliches, 200-seitiges Handbuch sowie die auf einer CD-ROM mitgelieferte Programmierumgebung (Linux, Mac OS X und Windows). Auf dem Datenträger finden sich daneben auch detaillierte Datenblätter sowie einige Tool, letztere allerdings ausschließlich für Windows. Das für die Verbindung zum PC und die Stromversorgung des Freeduino-Boards notwendige USB-Kabel liegt dem Lernpaket allerdings nicht bei. Sie erhalten das Paket mit der ISBN 978-3-645-65007-6 zum Preis von 79,95 Euro über den Webshop des Franzis-Verlags (http://tinyurl.com/lu1009-arduino) oder – zum Teil deutlich günstiger – im Online-Versandhandel.

Das Arduino-Lernpaket von Franzis enthält die komplette Hard- und Software sowie Dokumentation zum Aufbau von 70 Mikrocontroller-Experimenten.

Kofler zu OpenSuse 11.3 als E-Book

Ab sofort verfügbar ist ein E-Book von Michael Kofler zur neuen OpenSuse 11.3 (http://kofler.info/ebooks/suse113/). Das Werk im PDF-Format beschreibt auf gut 150 Seiten ausführlich die Installation, Konfiguration und Bedienung der frisch erschienenen OpenSuse-Version. Zu den Themenschwerpunkten zählen die Systemkonfiguration mit YaST und die effiziente Bedienung des Systems mit KDE und Gnome. Daneben vermittelt Kofler auch zahlreiche nützliche Tipps und Tricks, so etwa zur Installation der Nvidia-Grafiktreiber sowie zum Einrichten von Multimedia-Codecs. Eine Leserprobe mit den ersten 25 Seiten finden Sie unter http://kofler.info/uploads/pdf/os113-25.pdf. Das DRM-freie komplette E-Book erhalten Sie zum Preis von 6,99 Euro über Michael Koflers Website, die Zahlung wickeln Sie per Paypal oder Vorkasse ab.

Den neuesten "Kofler" zu OpenSuse 11.3 gibt es jetzt auch als E-Book im PDF-Format.

Gnome 3.0 kommt erst im März 2011

Das Gnome-Projekt hat Ende Juli überraschend das lange Zeit für September 2010 terminierte Release der nächsten Major-Version 3.0 auf den März 2011 verschoben (http://tinyurl.com/lu1009-gnome3). Die Entscheidung fiel in den ersten Tagen der Gnome-Konferenz Guadec nach intensiven Beratungen zwischen den Entwicklern. Zur Begründung hieß es, man wolle mit der neuen Version die hoch gesteckten Erwartungen der Anwender nicht enttäuschen. Offenbar funktioniert in den Vorversionen von Gnome 3.0 noch vieles nicht wie geplant, und das Gnome-Team genehmigt sich noch Zeit, um Usability-Fragen zu klären und Tests vorzunehmen. Wie auf der Guadec präsentierte Entwürfe zeigen, wollen die Entwickler offenbar auch die Benutzerschnittstelle Gnome Shell kräftig überbürsten und spicken dabei augenscheinlich kräftig bei Canonicals Unity-Interface. Zum bislang geplanten Releasetermin im September gibt es nun lediglich eine weiter Gnome-3-Beta, als Lückenbüßer erscheint zum selben Zeitpunkt ein Gnome 2.32.

Bei den Entwürfen für die Gnome-3-Shell (hier das Ergebnis einer Suchanfrage) haben die Entwickler kräftig bei Unity gespickt.

KURZ NOTIERT

Wie ein Test der Free Software Foundation Europe (FSFE) ergab, ignoriert ein Großteil der deutschen Behörden bislang fröhlich die Vorgaben der Bundesregierung zu offenen Dokumentenformaten: Von 87 im ODF-Format mit der Bitte um ebensolche Antwort angeschriebenen Behörden antworteten nur zwei mit ODF-Dokumenten, weitere fünf in proprietären Formaten und 80 überhaupt nicht (http://tinyurl.com/lu1009-odf).

Am 1. August hat Linus Torvalds nach sechs Release-Kandidaten den Kernel 2.6.35 freigegeben (http://kernelnewbies.org/Linux_2_6_35). Er wartet mit einer Fülle neuer Treiber und Updates auf. Zudem sollen die Hardwarebeschleunigung von H.264- und VC1-Videos mit Intel-Chips der Serie G45+ sowie das Powermanagement mit AMD Radeon-Chips funktionieren. Auch Intels brandneuer Grafikchip "Cougarpoint" findet in diesem Release bereits Unterstützung.

Das frisch erschienene Truecrypt 7.0 (http://www.truecrypt.org) beschleunigt auf aktuellen Intel-Prozessoren der Core-i5- und Core-i7-Serien durch Verwenden der AES-NI-Instruktionen das Verschlüsselung um den Faktor 4 bis 8. Der Festplattenverschlüssler sichert nun auch Partitionen auf Devices mit Sektorengrößen von 4096, 2048 oder 1024 Bytes – bislang war dies nur auf Dateibasis möglich. Die Unterstützung für verschlüsselte Volumes auf Disketten entfernten die Entwickler allerdings in der neuen Version.

Der Gtk-Musikplayer Banshee 1.7.3 integriert in der neuesten Version unter anderem den MP3-Shop von Amazon (http://www.youtube.com/watch?v=ej9zndCbm2Y). Dabei beschränkt er sich nicht auf den Kauf von MP3-Songs innerhalb eines HTML-Fensters, sondern Banshee interagiert mit Amazon.com bereits bei der Vorschau und auch beim Download. So landen die Stücke automatisch in der eigenen Bibliothek. Dazu haben die Entwickler entsprechende Dateizuordnungen für das von Amazon benutzte Dateiformat AMZ eingerichtet.

Die freie Flash-Implementation Lightspark 0.42 unterstützt jetzt auch Google Chrome und Chromium und bringt zahlreiche Verbesserungen mit, wie etwa eine bessere Kompatibilität zu Youtube-Videos. Zur Auswahl von Schriftarten kommt nun der Fontconfig-Mechanismus zum Einsatz. Beim Einsatz mit Firefox-Versionen ab 3.6.3 nutzt das Plugin Mozillas Modus für Out-of-process-Plug-ins (OOPP): So reißen eventuelle Abstürze nicht den ganzen Browser mit. Lightspark-Binärpakete für Ubuntu und Debian gibt es im PPA der Entwickler (http://tinyurl.com/lu1009-lightspark).

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LinuxUser 06/2012

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