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© LNM AG

Blaugrünes Chamäleon

Die wichtigsten neuen Features von OpenSuse 11.3

19.08.2010 In einer Punktlandung hat das Entwicklerteam am 15. Juli OpenSuse 11.3 vorgelegt. Das Release wartet mit vielen interessanten neuen Features auf.

README

OpenSuse 11.3 setzt auf den Kernel 2.6.34 mit KMS-Support, KDE SC 4.4.4, OpenOffice 3.2.1 und zahlreiche weitere aktuelle Tools. Dieser Artikel stellt die wichtigsten Neuerungen vor.

Die neue OpenSuse 11.3 [1] trägt den Codenamen "Teal" und bringt wie üblich aktualisierte Versionen vieler Programmen und Bibliotheken mit. Dieser Artikel stellt Ihnen die Neuerungen der Distribution vor, sodass Sie sich entscheiden können, ob sich das Update oder eine Neuinstallation lohnt. Einen Überblick über die Kernkomponenten bietet die Tabelle "Versionsnummern".

Versionsnummern

Komponente

Version

Hauptkomponenten

Kernel 2.6.34.1
KDE SC 4.4.4
Gnome 2.30.1
XFCE 4.7.1
LXDE 0.5.0
X.org 7.5

Anwendungen

Amarok 2.3
Banshee 1.6.1
Digikam 1.2.0
Evolution 2.30.1
Firefox 3.6.6
GCC 4.5.0
Gimp 2.6.8
Grub 0.97
Java 1.6
K3b 1.92
Kaffeine 1.0
KOffice 2.1.2
Kontact 4.4.4
KTorrent 3.3.4
OpenOffice 3.2.1
Samba 3.5.4
Thunderbird 3.0.4

Neuer Desktop

OpenSuse bleibt sich treu und liefert auf der DVD [2] weiterhin mehrere Desktops aus. Dazu gehört in Version 11.3 neben KDE, Gnome und XFCE nun auch zum ersten Mal die sehr schlanke Oberfläche LXDE. Betreiben Sie ein System mit weniger als 512 MByte Hauptspeicher, sollten Sie das Lightweight X11 Desktop Environment [3] unbedingt ausprobieren: Es sieht nicht nur gut aus, sondern arbeitet auch unheimlich schnell. Um LXDE anstelle von KDE oder Gnome zu benutzen, klicken Sie während der Installation im Dialog zur Desktop-Auswahl auf Andere .

Aus einem bereits installierten System heraus richten Sie LXDE bequem per YaST ein oder installieren es mittels des Kommandos

$ sudo zypper install -t pattern lxde

LXDE zeigt zudem, wie die Zusammenarbeit in der OpenSuse-Community funktioniert: Das OpenSuse-Community-Mitglied Andrea Florio hat die nötigen Arbeiten für das erfolgreiche Einbinden geleistet und nebenbei auch noch ein paar weitere Fehler in OpenSuse 11.3 bereinigt.

(Fast) neues Dateisystem

Btrfs [4] an und für sich ist nicht neu, konnten mutige User damit doch schon in OpenSuse 11.2 experimentieren. Mit Version 11.3 lässt sich jetzt Btrfs auch für das Wurzelverzeichnis benutzen (Abbildung 1). Dazu müssen Sie jedoch weiterhin eine separate /boot-Partition einrichten, damit Grub nicht patzt. YaST zeigt noch immer den Warnhinweis an, Btrfs sei nicht stabil. Da aber mittlerweile hingegen auch das Meego-Projekt auf Btrfs als Hauptdateisystem setzt, dürfen Sie diesen Hinweis relativ gelassen wegklicken. Für eine Serverinstallation sollten Sie hingegen bei Ext2/3/4 oder XFS bleiben.

Abb. 1: Das von Chris Mason entwickelte Dateisystem Btrfs lässt sich auch als Root-Dateisystem nutzen. Die Abbildung zeigt den XFCE-Desktop von OpenSuse 11.3.

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Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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