Auf einen Rutsch

Phatch eignet sich dazu, ganze Serien von Fotos in einem Arbeitsgang mit einem Wasserzeichen zu versehen beziehungsweise mithilfe von Imagemagick, Inkscape und dem 3D-Grafik-Programm Blender zu verändern. Um unnötiges Nachbearbeiten zu vermeiden, sollten Sie die Fotos dazu vorab auf eine einheitliche Größe bringen. Für die Webgalerie empfiehlt sich ein 4:3-Format.

Um mit den Bildern nicht schwachbrüstige Rechner und oder schmalbandige Internetanbindungen in die Knie zu zwingen, nutzen Sie am besten das SVGA- (800 x 600 Pixel) oder XGA-Format (1024 x 768 Pixel). Die entsprechend vorbereiteten Bilder müssen Sie zwingend in einem eigenen Verzeichnis ablegen, weil Phatch sowohl für das Quellverzeichnis als auch für das Zielverzeichnis lediglich eine einzelne Angabe erlaubt. Auf gar keinen Fall sollten Sie als Quell- und Zielverzeichnis in Phatch den selben Pfad angeben, da das Programm ansonsten die unbearbeiteten Bilder ohne Sicherheitsabfrage überschreibt.

Nachdem Sie die organisatorischen Vorarbeiten erledigt haben, starten Sie Phatch mit einem Klick auf den Eintrag Phatch Foto-Stapelverarbeiter. Die Software präsentiert sich zügig mit einer einfachen Oberfläche, die deutlich darauf hinweist, dass Sie zunächst eine Aktionsliste anlegen müssen. Das erledigen Sie mit einem Klick auf das große Plus-Symbol in der Schalterleiste (Abbildung 3).

Abbildung 3: Phatch startet mit einer übersichtlichen Oberfläche.

Nun präsentiert Phatch Ihnen in einem neuen Fenster eine umfangreiche Liste mit möglichen Aktionen zum Bearbeiten der Bilder. Dabei greift es in vielen Fällen auf Module von Imagemagick oder eines anderen Grafikprogramms zurück. Das erlaubt in gewissem Umfang zusätzliche Anpassungen oder Verbesserungen der Bilder. Das Programmfenster listet die jeweiligen Aktionen der Reihe nach auf. Über Optionen, die die Software einblendet, passen Sie diese bei Bedarf an Ihre Wünsche an (Abbildung 4).

Abbildung 4: In einer Liste zeigt Phatch die einzelnen Modifikationsmöglichkeiten.

In der vorgegebenen Aktionsliste finden Sie am unteren Ende die Funktion Wasserzeichen, die Sie anwählen und anschließend mit einem Klick auf die Schaltfläche Hinzufügen aktivieren. Unter der Option Markieren: geben Sie nun den Pfad zu Ihrem Schriftzug oder Copyright-Vermerk an. Mit dem darunter befindlichen Eingabefeld bestimmen Sie die Deckkraft: des Wasserzeichens. Hier erlaubt Phatch Werte zwischen 100 (Vorgabe, keine Transparenz) und 0 (volle Transparenz). Für ein typisches Wasserzeichen empfiehlt sich ein Wert zwischen 30 und 40.

Anschließend legen Sie im Eingabefeld Methode: fest, wo und wie Sie das Zeichen im Bild platzieren möchten. Die Auswahl der Option Mit Abstand öffnet weitere Eingabefelder, mit deren Hilfe Sie die vertikale und horizontale Position des einzubettenden Schriftzuges definieren.

Anschließend können Sie weitere Modifikationen an den Bildern vornehmen. So bietet es sich für eine ansprechende Präsentation im Webalbum an, die Fotos mithilfe von Imagemagick und dessen Polaroid-Effekt leicht zu manipulieren. Der Polaroid-Effekt zeichnet nicht nur einen weißen Rahmen um das jeweilige Bild, sondern setzt es zusätzlich schräg in einen schwarzen Kasten, wobei die Software das Foto leicht verzerrt.

Die Rahmen- und Kastenfarben dürfen Sie frei variieren – das sorgt für Abwechslung. Einem Betrachter fällt das Verzerren oft nur bei genauem Hinsehen auf und schmälert daher nicht die Qualität des Bildes. Aus Sicht eines Raubkopierers jedoch erscheint ein solches Bild mit einem zusätzlich eingebetteten Wasserzeichen faktisch als nicht zu gebrauchen.

Als weiteres Goodie fügt der Polaroid-Effekt im gleichen Arbeitsgang außerdem frei definierbare EXIF-Daten des jeweiligen Bildes in den Rahmen ein, so dass Sie beispielsweise das Datum, an welchem Sie das Foto aufgenommen haben, hier mit erscheinen lassen. (Abbildung 5).

… und Action!

Haben Sie die einzelnen Arbeitsschritte fertig definiert, dann wählen Sie zum Abschluss in der Aktionsliste die Funktion Speichern aus. Geben Sie in jedem Fall im Eingabefeld mit dem Namen In: den Zielpfad an. Darüber hinaus haben die Möglichkeit, das Dateiformat festzulegen sowie das fortlaufende Nummerieren der Bilder zu veranlassen.

Sind Sie mit der Aktionsliste vorerst zufrieden, speichern Sie diese über das Menü Action List | Speichern unter auf der Festplatte. Sollten später die Ergebnisse von Phatch nicht nicht Ihren Vorstellungen entsprechen, rufen Sie die Aktionsliste über die linke Schaltfläche im Programmfenster oder mithilfe des Menüs Action List | Öffnen... erneut auf und modifizieren die einzelne Parameter.

Um anschließend die Bilder in einem Arbeitsgang zu verändern, klicken Sie im offenen Programmfenster auf das Menü Werkzeuge und danach auf Ausführen. Phatch öffnet nun ein weiteres Fenster, in dem Sie das Abarbeiten der Jobs anstoßen. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, hier noch einige Einstellungen per Häkchen vorzunehmen. Sobald Sie die Schaltfläche Stapelverarbeitung unten rechts angeklickt haben, zeigt Ihnen die Software in einem eigenen Dateimanager die im Quellpfad liegenden Fotos in einer Liste an. Mit einem Klick auf die Schaltfläche Continue unten rechts starten Sie den Modifikationslauf (Abbildung 6).

Abbildung 6: Phatch zeigt Ihnen die Ausgangsdateien in einem eigenen Dateimanager an.

Sofern Sie nicht alle Bilder des Quellverzeichnisses modifizieren möchten, bietet Ihnen das Programm die zusätzliche Option, per Drag & Drop einzelne Fotos auszuwählen. Klicken Sie dazu im Programmfenster auf den Menüpunkt Ansicht | Droplet. Auf dem Desktop öffnet sich nun ein kleiner quadratischer Rahmen. Nun ziehen Sie aus dem Quellverzeichnis die zu modifizierenden Fotos in diesen Rahmen. Phatch startet daraufhin den herkömmlichen Stapelverarbeitungsdialog und anschließend den Dateimanager, wobei dieser jetzt nur die von Ihnen ausgewählten Bilder enthält. Mit dem Klick auf Continue arbeitet Phatch die vorher definierte Aktionsliste ab.

Je nach Anzahl der Arbeitsschritte und Fotos nimmt das Bearbeiten längere Zeit in Anspruch. Wenn Sie zunächst nur einen Testlauf zum Begutachten der Ergebnisse machen möchten, empfiehlt es sich, nicht sofort komplette Verzeichnisse abzuarbeiten, sondern mithilfe des Droplets zunächst nur einzelne Bilder auszuwählen und zu modifizieren. Passt etwas nicht, laden Sie einfach wieder die Aktionsliste und bearbeiten die einzelnen Punkte (Abbildung 7).

Abbildung 7: In der Aktionsliste nehmen Sie bei Bedarf Änderungen vor.

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