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© Chris Quinnell-Brock, sxc.hu

Flott gemacht

USB-3.0-Potpourri

30.06.2010 Egal, ob Laptop oder Desktop: Der Einstieg in das schnelle USB 3.0 ist mit vielerlei Zubehör schon für recht kleines Geld möglich. Wir stellen Lösungen von Buffalo, Freecom und Raidsonic vor.

Hersteller externer Festplatten sehnen USB 3.0 genauso herbei wie die Verwalter großer Datenberge. Wer hier zeitig auf den Markt drängt, findet in USB 3.0 endlich einen Wettbewerbsvorteil in einem hart umkämpften Markt sehr ähnlicher Produkte, in dem Kaufentscheidungen primär vom Maßstab Gigabyte pro Euro abhängen.

Buffalo

Eines der erste im Handel verkauften USB-3.0-Geräte erreicht uns von Buffalo [1]: Die Buffalo DriveStation HD-HXU3 (Abbildung 1) im schwarzen Klavierlack-Finish kommt ganz ohne Knöpfe und mit einem leisen Lüfter. Sie beherbergt eine flotte 3,5-Zoll-Platte des Typs Samsung HD103SJ mit 7200 Umdrehungen pro Minute und 32 MByte Cache. Als Kapazitäten stehen 1, 1,5 und 2 TByte zur Auswahl. Für unser 1-TByte-Testmodell nennt Buffalo eine unverbindliche Preisempfehlung von 190 Euro.

Schon vor der Platte traf die USB-3.0-Expresscard IFC-EC2U3UC von Buffalo im schmalen 34mm-Formfaktor in der Redaktion ein. Mit dieser etwa 65 Euro teueren Karte rüsten Sie als Besitzer eines Laptops mit Expresscard/34- oder Expresscard/54-Slot einfach auf USB 3.0 auf. Platte und Expresscard finden sich im Handel auch als Bundle, Sie sparen dabei im Vergleich zum Einzelkauf jedoch nichts. Für Desktops gibt es von Buffalo auch die PCI-Express-Steckkarte IFC-PCIE2U3.

Abbildung 1: Buffalos Festplatte HD-HXU3 war eines der ersten verfügbaren USB-3.0-Geräte.

In Buffalos USB-3.0-Expresscard (Abbildung 2) werkelt ein USB-3.0-Chip von NEC – wie bislang in sämtlichen USB-3.0-fähigen Geräten vom Motherboard bis zu neuesten Laptops. Das verspricht gute Linux-Kompatibilität, schon in unserem großen USB-3.0-Test [2] in Ausgabe 02/2010 verrichtete der Baustein unter Linux anstandslos seinen Dienst.

Abbildung 2: Buffalos Expresscard IFC-EC2U3UC macht ältere Laptops fit für USB 3.0.

Buffalos Expresscard funktioniert vom Start weg – und zwar buchstäblich: Die Karte muss sich beim Hochfahren schon im Slot befinden, das Einstecken im laufenden Betrieb ("Hotplugging") klappt nicht. Die 34mm-Expresscard passt wie erwähnt auch in 54mm-Slots, sitzt in diesen allerdings nicht besonders fest: Halten Sie beim Abstecken nicht den herausstehenden Teil der Karte fest, ziehen Sie sie unweigerlich mit aus dem Laptop. Im herausstehenden Teil finden zwei USB-3.0-Ports Platz. Daneben integriert Buffalo einen Anschluss für ein mitgeliefertes Kabel, das den Strom über einen USB-2.0-Port bezieht – falls die am Expresscard-Slot anliegende Stromversorgung nicht ausreicht.

Geschwindigkeit

Wir testen die Expresscard mit Buffalos HD-HXU3-Festplatte und vergleichen sowohl mit der selben Platte an USB 2.0 als auch am Gigabyte-Motherboard GA-P55A-UD6. Es zeigt sich, dass die Expresscard etwas langsamer arbeitet als der USB-3.0-Chip auf dem Hauptplatine: Statt 114 MByte/s beim Lesen am Gigabyte GA-P55A-UD6 (USB 2.0: 46 MByte/s) messen wir an der Expresscard lediglich 104 MByte/s (USB 2.0: 34 MByte/s). Für die im Laptop-Einsatz typischen, momentan maximal 80 MByte/s schnellen 2,5-Zoll-Harddisks genügt das jedoch allemal.

Testumgebung

Für den Test der USB 3.0-Expresscard nutzen wir ein Acer-Notebook Aspire 8942G. Als Desktop-Testsystem diente ein Gigabyte-Motherboard GA-P55A-UD6 mit USB-3.0-Chip von NEC und einer Intel-CPU des Typs Core i7 870. Ein zum Vergleich herangezogenes MSI-Motherboard (890FXA-GD70, AMD Phenom X6 1090T) erbringt einen deutlich geringeren USB-3.0-Durchsatz (bis zu 45 MByte/s langsamer) als die Intel-Lösung.

Als SSD-Repräsentant im Test tritt die neue Intel X25-V (40 GByte) an, die an einem SATA-Anschluss beim Lesen bis zu 200 MByte/s Daten liefert. Als Vertreter der Magnetplattenfraktion gehen zwei Seagate-Barracuda-Disks (7200.11, ST3500320AS, 500 GByte, 7200 U/min) an den Start, die nativ an SATA angebunden rund 105 MByte Daten pro Sekunde in Richtung Rechner transferieren. Alle Festplatten wurden mit Ext4 formatiert.

Die Messwerte ermittelten wir mit Hdparm, zusätzlich testen wir auch mit Bonnie++. Als Testsystem kam Ubuntu 10.04 in der 64-Bit-Version zum Einsatz, ein Test unter Ubuntu 9.10 lieferte aber fast identische Messwerte.

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