Gut verwahrt
Passwörter sicher verwalten mit Keepassx
Geisterstunde
Drücken Sie nun im Webmailer die gewählte Tastenkombination, sehen Sie, wie sich die Felder für den Benutzernamen und das Passwort wie von Geisterhand befüllen, sodass Sie sich ohne Eingabe einloggen.
Im Test wollte das Feature allerdings nicht auf Anhieb funktionieren: Statt eines Z übertrug Keepassx ein Y und andersherum. Auch Sonderzeichen wie den Klammeraffen (@) übermittelte die Software falsch. Infolgedessen glückte zunächst kein einzige automatische Anmeldung. Die Fehlersuche ergab, dass die Ursache in den Spracheinstellungen von Ubuntu lagen: Es fehlten die deutschen Sprachpakete. Nach der entsprechenden Korrektur und einer Neuanmeldung am System übertrug Keepassx die Daten korrekt in die dafür vorgesehenen Felder.
Fazit
Von der vorstehend beschriebenen kleinen technischen Hürde abgesehen, funktioniert Keepassx wie erwartet: Im Test fristet es als Icon im System-Bereich der Taskleiste treu und still sein Dasein. Solange keine Änderungen oder Ergänzungen einzutragen waren, "hörten" wir nur nach dem Starten etwas von Keepassx: dann, wenn das Programm nach der Authentifizierung für die Datenbank verlangte. Ansonsten meldet Keepassx Sie auf Tastendruck so sicher wie noch nie zuvor bei Webseiten und Anwendungen an, ganz ohne die grauen Zellen zu strapazieren – trotz Passwortlängen von Bandwurmausmaß.
Einzig ein echtes Auto-Login ohne die Notwendigkeit einer Tastenkombination wäre als Zuckerl noch wünschenswert. Doch die Lücke schmerzt nicht wirklich, denn dafür lagern nun all unsere Zugangsdaten zentral gesichert und zudem plattformübergreifend an einer Stelle.
Infos
[1] Keepassx-Projekt, Downloads, Infos: http://www.keepassx.org/
[2] Selbst kompilieren: Andreas Kneib, "Auf zu den Quellen", LU 07/2002, S. 86, http://www.linux-user.de/ausgabe/2005/07/086-kompilieren/
[3] Webmailer SquirrelMail: http://squirrelmail.org/



