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Große Bildersammlungen durchsuchen und verwalten

Rasterfahndung

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Beinahe jeder besitzt heute eine Digitalkamera. Den daraus resultierenden Wust an Bildern gilt es zu ordnen und zu pflegen. Dabei hilft das clevere Imgseek.

Um aus Menge der Bildbetrachtungsprogramme für Linux funktional herauszuragen, muss ein Programm besondere Alleinstellungsmerkmale mit einem hohen Nutzwert bieten. Mit Imgseek [1] bekommen vor allem Hobby-Fotografen ein Werkzeug an die Hand, das neben einem reinen Betrachter auch eine umfangreiche Bildverwaltung enthält und auch bei großen Fotobeständen schnell für Überblick sorgt. Zusätzlich verfügt Imgseek über einen Editor, mit dem Sie die bestimmte Metadaten digitaler Fotos auswerten oder modifizieren. Derzeit fehlt Imgseek eine RAW-Unterstützung, die laut der Roadmap [2] jedoch noch folgen soll. Da sich bei dem Projekt allerdings seit einiger Weile nichts mehr getan hat, erscheint das fraglich.

Imgseek installieren

Das native Linux-Programm befindet sich bereits seit Längerem in den Repositories von Debian und Ubuntu. Entsprechend installieren Sie es dort am bequemsten über den Paketmanager des Systems. Sollten Sie sich dafür entscheiden, die Software manuell einzurichten, gilt es darauf zu achten, zuvor die benötigten Qt3-Bibliotheken sowie Python, Python-qt3 und die dazugehörigen Python-Pakete zu installiert.

Auf der Sourceforge-Seite von Imgseek [3] finden Sie auch verschiedene Versionen für ältere Fedora-Varianten sowie den Quellcode als Tarball. Hier steht auch eine Server-Variante zum Download bereit, die sich zum Einsatz in größeren Umgebungen eignet. Speziell für Mandriva, OpenSuse und weitere RPM-basierte Distributionen kompilierte Pakete hält RPM.pbone.net [4] vor.

Während der automatisierten Installation legt die Routine unter Gnome einen Starter im Menü Anwendungen | Grafik an, über den Sie die Software bequem per Mausklick laden.

Konzeptionelles

Nach dem Start zeigt die Software zunächst eine gewöhnungsbedürftige Oberfläche: Das in drei Bereiche aufgeteilte Programmfenster weist zwar den typischen KDE-3-Look auf, ihm fehlen aber selbsterklärende Bedienelemente. Im oberen Bereich des Fensters sehen Sie links zwei Reihen mit horizontal angeordneten Reitern, darüber die Menüleiste mit vier Einträgen.

Imgseek dient nicht wie Eye of Gnome oder Gthumb primär der Bildbetrachtung, sondern bietet umfangreiche Verwaltungs- und Suchfunktionen, vornehmlich zum Organisieren großer Bildersammlungen. Um die Aufnahmen anzusehen und bei Bedarf zu modifizieren, müssen Sie die Software zunächst mit Ihren Fotobeständen bekannt machen. Dazu klicken Sie im Programmfenster auf den Reiter Add in der oberen Reihe und geben im folgenden Auswahlfenster den Suchpfad (Path:) ein. Die Ansicht enthält mehrere Filterfunktionen, mit deren Hilfe Sie die Bilderauswahl nach bestimmten Kriterien einschränken. So ermöglicht es die Software beispielsweise, Bilddateien unterhalb einer frei definierbaren Minimalgröße vom Indizieren auszuschließen. Zusätzlich vergeben Sie hier einen aussagekräftigen Gruppennamen, der das spätere Zuordnen erleichtert.

Sofern Sie keine eigene Bildergruppe definieren, speichert Imgseek die Fotos in eigenständig angelegten Standardgruppen ab, deren Namen es aus dem aktuellen Datum und der Uhrzeit generiert. Nach Ausfüllen der Suchmaske klicken Sie auf die Schaltfläche Add ! um die Bilder in die Datenbank einzulesen. Bleibt die Checkbox recursively aktiviert, berücksichtigt das Tool auch Unterverzeichnisse. Sofern Sie viele hochauflösende Fotos einlesen, nimmt der Import etwas Zeit in Anspruch. Imgseek informiert Sie mittels eines eingeblendeten Verlaufsbalkens über den Fortschritt (Abbildung 1).

Abbildung 1: Zum Anlegen einer neuen Bilderdatenbank bietet Imgseek einen übersichtlichen Import-Dialog.

Gruppendynamik

Nach dem Einlesen der Bilder erlaubt es die Software, die standardisierten Gruppennamen jederzeit durch aussagekräftige Bezeichnungen zu ersetzen und auch Beschreibungen hinzuzufügen. Klicken Sie dazu im Programmfenster oben links auf den Reiter Browse und danach in der unteren Reiterzeile auf Groups. Imgseek zeigt Ihnen nun im linken Fensterbereich die erfassten Gruppen als Baumdiagramm an, während es die rechte Fensterhälfte zweiteilt: Oben sehen Sie verkleinerte Abbildungen Ihrer Fotos, darunter zunächst eine schwarze Fläche. Klicken Sie auf ein Vorschaubild, erscheint das Foto hier in der vergrößerten Ansicht.

Um die einzelnen Gruppen umzubenennen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die gewünschte Gruppe und anschließend im Kontextmenü auf Rename group. Bei heterogenen Inhalten bietet es sich zudem an, der Gruppe eine aussagekräftige Beschreibung hinzuzufügen. Wählen Sie dazu aus dem Kontextmenü den Eintrag Describe group.

Falls Sie beim Betrachten der Thumbnails feststellen, dass Bilder thematisch doch nicht so gut zusammenpassen, verschieben Sie die gewünschten Fotos mit einem Rechtsklick darauf und der anschließenden Anwahl von Move to group aus dem Kontextmenü. Daraufhin zeigt Ihnen das Programm die einzelnen Gruppen in einem gesonderten Fenster in Baumstruktur, woraus Sie die neue Gruppe auswählen. Um mehrere Bilder zum Kopieren oder Verschieben vorzumerken, halten Sie vor der Anwahl mit der Maus [Strg] gedrückt. Alternativ ziehen Sie die Bilder via Drag & Drop in den gewünschten Gruppenordner.

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Kommentare
Suche lebt in digiKam weiter
Frank Ickstadt (unangemeldet), Donnerstag, 29. Juli 2010 16:46:26
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Leider ist es in der Tat so, dass die Entwicklung von ImgSeek schon seit einiger Zeit ruht. Ricardo Niederberger Cabral hat schon seit fast 4 Jahren an der Desktopversion nicht mehr weiterentwickelt.

Interessant ist jedoch, dass die Suchalgorithmen in digiKam, hier
"ungenaue Suche" genannt, aufgenommen worden sind, so dass zumindest die weitere Pflege gesichert ist.



Bewertung: 170 Punkte bei 45 Stimmen.
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It's dead, Jim
Ferdinand Thommes, Dienstag, 13. Juli 2010 17:45:15
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Imgseek ist ein sehr gutes Tool das leider mausetot und in Zeiten von KDE4/QT4 nun wirklich nicht mehr zeitgemäss ist. Wer will schon noch eine QT3 Umgebung zusätzlich installieren. In Debian dürfte die Halbwertzeit mit dem Release von Squeeze rapide gen null tendieren.


Bewertung: 202 Punkte bei 39 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht
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Re: It's dead, Jim
Ferdinand Thommes, Dienstag, 13. Juli 2010 17:47:55
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Die Suche nach dem Debian Maintainer zeigt: Debian QA Group <packages@qa.debian.org>, was auch eher darauf hinweist dass der Maintainer mia (missing in action) ist.


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