Neues auf den Heft-DVDs

Neues auf den Heft-DVDs

Mit beinahe obligatorischer Verspätung schickte Red Hats Community-Projekt den jüngsten Sprössling Fedora 13 (Codename "Goddard") ins Rennen. Wer in diesem Release nach revolutionären Neuerungen sucht, sieht sich enttäuscht: Die aktuelle Version beschränkt sich mehr auf Detailverbesserungen. So installiert sie beispielsweise automatische den passenden Treiber, sobald Sie einen Drucker an den PC anschließen. Auch die Installationsroutine erfuhr eine Runderneuerung und wartet jetzt unter anderem mit einem besseren Partitionierungsmodul auf.

Fans von schlanken Desktops kommen mit der Distribution Yoper 2010 "Dresden" XFCE voll auf ihre Kosten. Neben der XFCE-Version 4.6.2 enthält sie den Kernel 2.6.33 mit integriertem Patch-Set des Zen-Kernels. Besitzt der Rechner eine Nvidia-Grafikkarte, startet X-Server 1.7.4 automatisch den Nouveau-Treiber.

Mika Prokop, der Maintainer der beliebten Live-CD Grml, stellte jüngst die Version 2010.04 (Codename "Grmlmonster") zum Download bereit. Die multifunktionale Rettungs- und Diagnose-Distribution richtet sich vornehmlich an Admins und Anwender mit Konsolenerfahrung. Unter anderem erhielt das System in der neuen Version einige Kernel-Patches, darunter den Ndiswrapper und SquashFS. Während die 32-Bit-Variante direkt von DVD bootet, finden Sie die 64-Bit-Version als ISO-Image im Verzeichnis /iso-images/ auf Seite B der ersten DVD.

Das auf Ubuntu 10.04 basierende Linux Mint 9 "Isadora" setzt auf eine möglichst einfache Benutzerführung und zählt auf Distrowatch mit Platz 3 zwischenzeitlich zu den beliebtesten Distributionen. Die Softwareausstattung ist weitgehend mit jener von Ubuntu identisch, allerdings enthält Mint im Gegensatz zu diesem bereits viele häufig benutzte Media-Codecs sowie Java- und Flash-Unterstützung. Als Neuerung gegenüber dem Vorgänger-Release besitzt es ein integriertes Backup-Tool sowie einen komplett überarbeiteten Software-Manager. Dieser lehnt sich an Ubuntus Software-Center an, erlaubt aber auch das Bewerten von Programmen.

Multimedial Interessierte begeistert das Ubuntu Studio 10.04 mit einer breiten Palette an Programmen aus diesem Bereich. Der offizielle Ableger verwendet als Audio-Backend Jack, den Sequenzer stellt Rosegarden, und als Audio-Editor kommt Ardour zusammen mit Audacity zum Einsatz. Zum Ansehen und Bearbeiten von Videos bietet die Distribution unter anderem den Open Movie Editor, Kino und Ffmpeg. Das Erstellen von 2-und 3D-Grafiken übernehmen Blender, Inkscape und Gimp mit diversen Zusatzmodulen. Zur ruckelfreien Wiedergabe kommt ein Kernel mit Echtzeitfunktionen zum Einsatz.

Wer die Mühen der etwa umständlich geratenen Installation nicht scheut, erhält mit Arch Linux 2010.05 eine schlanke, schnelle und vor allem flexible Distribution. Das Rolling-Release-System aktualisiert sich laufend selbst, ein lästiges Distributionsupgrade gibt es also nicht. Zu den aktualisierten Software-Versionen gehören Kernel 2.6.33.4-1, Glibc 2.11.1-3 und der Arch-eigene Paketmanager Pacman 3.3.3-5.

Puppy Linux 5.0 ("Lupu") nutzt nun Ubuntu als Grundlage. Die Zwergendistribution glänzt mit extrem kurzen Boot-Zeiten und bringt alle für den täglichen Desktop-Betrieb wichtigen Programme mit. Dank des Systemwechsels bietet der integrierte Paketmanager jetzt auch Software aus den Ubuntu-Repositories zur Installation an.

Neue Programme

Die vom BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informatik) in Auftrag gegebene und von GeNUA realisierte Programmsuite Anoubis 0.9.3 ermöglicht eine anwendungsbezogene Rechtezuweisung via Application Level Gateway.

Der LaTeX-Editor Gummi 0.4.5 bietet als eines der wenigen Programme dieser Art eine WYSIWYG-Vorschau. Diese erlaubt es Ihnen, noch während des Schreibens die Änderungen im Dokument zu verfolgen.

Wer eine große Menge an Bilder im Format oder der Größe ändern möchte, findet in Converseen 0.3 das richtige Programm dafür.

Die Java-Applikation Sweethome3D 2.3 ermöglicht es, per Drag & Drop in wenigen Minuten virtuell Wohnungen zu erstellen und einzurichten. Das Programm bietet sowohl eine Skizzen- als auch eine 3D-Ansicht, die Sie optional auch virtuell betreten, um sich quasi vor Ort ein Bild zu machen.

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Infos zur Publikation

LU 12/2016: Neue Desktops

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(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

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