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Fedora 13 "Goddard" ist da
Der Desktop
Der Gnome-Schreibtisch von Fedora 13 gibt sich weitgehend unspektakulär. Größere Änderungen am Layout planen die Entwickler hier erst für das kommende Release mit dem Codenamen "Laughlin" [4]. Immerhin haben sie das relativ angestaubte Icon-Set von Fedora 12 in zahlreichen Bereichen durch modernere Symbole ersetzt. Der Dateimanager Nautilus zeigt zudem für die wichtigsten Ordner leicht erkennbare Symbole an, die ein wenig an Moblin/Meego erinnern (Abbildung 5).
Das Projekt-Team hat in den meisten Fällen die gleiche Programmauswahl getroffen wie die Kollegen bei Ubuntu. Einzig beim Twitter-Client Pino (Abbildung 6) und beim Fotoverwaltungstool Shotwell entschied sich Fedora anders. Wie bei Ubuntu sind als Neuzugänge das Scan-Programm Simple Scan und das Backup-Tool Déjà dup mit an Bord. Mit Planner bringt Fedora 13 zudem von Haus aus ein Projektmanagement-Werkzeug mit.
Nur bei Fedora findet sich jedoch das neue Gnome-Werkzeug für die Farbkalibrierung von Monitoren, Druckern und Scannern (Abbildung 7). Neben den mitgelieferten zwei freien Farbprofilen lassen sich damit auch eigene Profile importieren oder erstellen.
Ein feines Detail entdecken wir im Paketmanager: Nach der Installation einer neuen Anwendung fragt ein Dialog, ob man das soeben installierte Programm gleich starten möchte. Da dies bei einer einzelnen Anwendung in der Regel der Fall ist, fanden wir dieses Feature sehr nützlich.
Ebenfalls noch in die finale Version integriert haben die Fedora-Entwickler ein Gnome-Feature, das dafür sorgt, dass die unterstrichenen Hotkeys in den Menüs erst nach dem Drücken von [Alt] auftauchen. Das sorgt für ein saubereres Aussehen des Desktops. Daneben profitiert Fedora 13 von zahlreichen Verbesserungen in Gnome 2.30, wie zum Beispiel dem Split-View in Nautilus, den Sie über [F3] einschalten, der vereinfachten Schrifteninstallation und der neuen grafischen Oberfläche zur Benutzerverwaltung.
Bei der automatischen Installation von nicht unterstützten Codecs scheitert Fedora weiterhin an der legalen Hürde: Die benötigten Pakete befinden sich nicht in den offiziellen Repos. Die Nachinstallation gelingt somit nur, sofern Sie RPM Fusion bereits eingebunden haben. Anwender, die diesen Kunstgriff kennen, wissen aber auch, woher sie die benötigten Codecs bekommen.
Fedora Spins
Neben der Standard-Version mit Gnome als Desktop gibt es Fedora 13 auch in diversen sogenannten Spins [5] mit KDE, LXDE, XFCE und weiteren Versionen für 32- und 64-Bit-Systeme. Den Support für die PPC-Architektur hat Fedora mit Version 13 offiziell eingestellt. Neu ab Fedora 13 gibt es einen Security-Spin sowie eine spezielle Fedora-Version für Kreative ("Fedora Design Suite"). Mit über 2000 Downloads in den ersten drei Tagen gehört der KDE-Spin zu den beliebtesten Fedora-Versionen nach der Gnome-Variante, gefolgt vom LXDE-Spin, der Security-Variante und dem XFCE-Spin. Mit Fedora 13 löst somit LXDE (Abbildung 8) "die Maus" als beliebtester Bantamdesktop ab.



