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Frühjahrsputz

Neues in "Lucid Lynx"

Software: Hin und weg

Diesmal landet nicht nur neue Software in Ubuntu, es gibt auch Anwendungen, die verschwinden. Gimp beispielsweise fliegt von der Ubuntu-CD, weil es zu viel Platz verbraucht. Als "Alternative" kommt das wesentlich schlankere F-Spot zum Einsatz, das jedoch nur äußerst rudimentäre Bildbearbeitungsroutinen mitbringt.

Brandneu an Bord sind der Video-Editor PiTiVi sowie das Scan-Programm Simple Scan, das im Vergleich zu anderen Lösungen mit einer sehr überschaubaren grafischen Oberfläche glänzt. Andere Software stellt Ubuntu 10.04 in neuen Versionen bereit. Firefox klettert auf Version 3.6, neu in den Paketquellen ist auch Thunderbird 3. Die in den Paketquellen ausgelieferte Version 3.0.4 ist leider nicht besonders aktuell. Nicht zuletzt liefert Ubuntu nun Open Office in Version 3.2 standardmäßig aus. Die Version bringt einige Neuerungen mit. Sie markieren, kopieren oder umranden etwa mehrere getrennte Zellen zugleich.

Musik aus den Wolken

Zu den größten – und für Canonical wichtigsten – Veränderungen gehört aber die Integration von Online-Diensten über die "Ubuntu One Cloud". Ubuntu One erlaubt es, Dateien auf Ubuntus Servern abzulegen und von anderen Orten aus abzurufen. Im Umfang von 2 GByte ist der Dienst kostenlos; für 10 US-Dollar im Monat gibt es 50 GByte Speicher. Ubuntu will seine Cloud also nutzen, um Geld zu verdienen.

Als gewichtigere potenzielle Geldquelle für Canonical dürfte sich aber der Ubuntu One Music Store erweisen. Er ermöglicht es, über Rhythmbox oder Banshee den Online-Shop 7digital [3] zu nutzen, der ein umfangreiches Repertoire an DRM-freier Musik anbietet (Abbildung 3). Um den Shop mit Rhythmbox zu nutzen, installieren Sie zunächst aus der Software heraus die MP3-Plugins nach. Per Mausklick kaufen Sie dann einzelne Songs und komplette Alben, ein Teil des Erlöses geht an Canonical.

Abbildung 3: Mit dem in Rhythmbox und Banshee integrierten Music Store auf Ubuntu-One-Basis will Canonical, Ubuntus Hauptsponsor, Geld verdienen.

Ein weiterer kostenpflichtiger Service lässt Sie Ihre Kontakte zwischen dem Rechner und Ihrem Handy synchronisieren. Dafür hat sich das Ubuntu-Projekt mit dem Synchronisierungsexperten Funambol zusammengetan.

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Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


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LinuxUser 06/2012

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