Neues auf der Heft-DVD

Neues auf der Heft-DVD

22.04.2010

Viele Anwender denken bei Gentoo sofort an Frickelei. Dass es auch anders geht, beweist die darauf basierende Live-Distribution Sabayon Linux 5.2. Das im Distrowatch-Ranking auf Platz Sieben rangierende System lässt weder Komfort noch Features vermissen. So enthält es das brandaktuelle KDE SC 4.4.1, den Unterbau stellt Kernel 2.6.33 zusammen mit X.org 1.6.5. Neben den üblichen Verdächtigen wie Firefox 3.6 oder OpenOffice 3.2 bietet Sabayon ein vorinstalliertes Media-Center, mit dem Sie Ihren Rechner quasi auf Knopfdruck in einen multimedialen Allrounder verwandeln.

Wenn es im System mal klemmt, ist guter Rat oft teuer: Woran mag es liegen, wie lässt sich der Fehler beheben? Die Live-Distribution Systen Rescue CD 1.5.1 macht hier ihrem Namen alle Ehre und unterstützt Sie nicht nur bei der Diagnose, sondern stellt auch eine Vielzahl von Programmen bereit, um sowohl Linux- als auch Windows-Systeme wieder flott zu bekommen. Darüber hinaus enthält sie viele Tools um Festplatten zu partitionieren, zu formatieren oder Backups davon zu erstellen.

Frisch aus dem Systembaukasten OpenSuse Build Service kommt die aktuelle Version KDE Four Live 4.4.1. Wie der Name bereits andeutet, enthält die Live-Distribution als Hauptbestandteil die aktuelle Version des beliebten Fenstermanagers KDE SC 4.4.1. Auch hinsichtlich der Auswahl an Applikationen aus den verschiedensten Anwendungsbereichen braucht KDE Four Live keinen Vergleich zu scheuen und eignet sich damit als vollwertiges Desktopsystem, das Sie dank des integrierten Installers mit wenigen Mausklicks auf der Festplatte einrichten.

Wer in Sachen Gnome immer auf dem Laufenden bleiben möchte, der greift zum Gnome Developer Kit: Der alternative Paketmanager Conary spielt per Update stets die aktuellste Gnome-Version aus dem Git-Trunk auf das System auf.

Ganz eigene Wege geht Elive 2.0 mit dem eher unbekannten Desktop Enlightenment. Der benötigt nicht nur deutlich weniger Systemressourcen als KDE oder Gnome, sondern sieht auch noch todschick aus. Zur Installation der Live-Distribution benötigen sie einen Freischaltcode, von denen LinuxUser in dieser Ausgabe 100 Stück verlost.

Nicht wenige alte Rechner fristen auf dem Dachboden ihr Dasein, da sie für die aktuellen Distributionen wie OpenSuse oder Ubuntu einfach zu schwach sind. Mit der Mini-Distribution Puppy Linux 4.3.1 DE hauchen Sie ihnen wieder Leben ein. Das extrem ressourcenschonende System begnügt sich mit gerade einmal 50 MByte Hauptspeicher und einer Pentium-2-CPU. Sowohl der auf JWM basierende Windowmanager als auch die Vielzahl an Programmen aus allen Anwendungsbereichen lassen kaum Wünsche offen. Fehlt doch mal eines, installieren Sie es über den Paketmanager nach.

Mit Red Star OS 2.0 finden Sie in dieser Ausgabe eine ganze besondere Distribution: Sie stammt aus Nordkorea und wurde von der dortigen Regierung in Auftrag gegeben. Das auf Fedora basierende System entspricht zwar technisch nicht gerade dem aktuellen Stand, erlaubt aber interessante Einblicke sowohl in die nordkoreanische Netzstruktur als auch die ideologische Einflussnahme der Machthaber auf ihre "Schäfchen". 

Neue Programme

Dem beliebten Audioplayer Amarok spendierten die Entwickler in der aktuellen Version gleich eine ganze Reihe von Neuerungen. Dazu zählen unter anderem eine komplett neue Toolbar, die das Stöbern in der lokalen Musiksammlung erleichtert. Der Lautstärkeregler ist jetzt deutlich besser als solcher zu erkennen, ein einziger Stop/Play-Button sorgt für mehr Übersicht.

Eine funktionsreiche Alternative zu den etablierten Texteditoren bietet TEA 27.0.1. Er unterstützt unter anderem die Syntax von HTML, Docbook und Latex und steht in der aktuellen Version erstmals mit deutscher Lokalisierung zur Verfügung.

Die auf einer abgespeckten Version von Ubuntu Netbook Remix basierende Distribution Jolicloud richtet sich in erster Linie an internetaffine Anwender: Sie startet Cloud-Anwendungen wie lokale Applikationen.

Das Synchronisationsprogramm Wammu 0.32 hilft dabei, unter anderem das Adressbuch, Kurznachrichten und Einstellungen von Mobiltelefonen auf dem PC zu speichern. Das Programm unterstützt zahlreiche Modelle der Hersteller Nokia, LG, Samsung und Sony Ericsson.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 11/2014: VIDEOS BEARBEITEN

Digitale Ausgabe: Preis € 4,95
(inkl. 19% MwSt.)

Mit der Zeitschrift LinuxUser sind Sie als Power-User, Shell-Guru oder Administrator im kleinen Unternehmen monatlich auf dem aktuelle Stand in Sachen Linux und Open Source.

Sie sind sich nicht sicher, ob die Themen Ihnen liegen? Im Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben zum reduzierten Preis. Einzelhefte, Abonnements sowie digitale Ausgaben erwerben Sie ganz einfach in unserem Online-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!       

Tipp der Woche

Schnell Multi-Boot-Medien mit MultiCD erstellen
Schnell Multi-Boot-Medien mit MultiCD erstellen
Tim Schürmann, 24.06.2014 12:40, 0 Kommentare

Wer mehrere nützliche Live-Systeme auf eine DVD brennen möchte, kommt mit den Startmedienerstellern der Distributionen nicht besonders weit: Diese ...

Aktuelle Fragen

Artikelsuche
Erwin Ruitenberg, 09.10.2014 07:51, 1 Antworten
Ich habe seit einige Jahre ein Dugisub LinuxUser. Dann weiß ich das irgendwann ein bestimmtes Art...
Windows 8 startet nur mit externer Festplatte
Anne La, 10.09.2014 17:25, 6 Antworten
Hallo Leute, also, ich bin auf folgendes Problem gestoßen: Ich habe Ubuntu 14.04 auf meiner...
Videoüberwachung mit Zoneminder
Heinz Becker, 10.08.2014 17:57, 0 Antworten
Hallo, ich habe den ZONEMINDER erfolgreich installiert. Das Bild erscheint jedoch nicht,...
internes Wlan und USB-Wlan-Srick
Gerhard Blobner, 04.08.2014 15:20, 2 Antworten
Hallo Linux-Forum: ich bin ein neuer Linux-User (ca. 25 Jahre Windows) und bin von WIN 8 auf Mint...
Server antwortet mit falschem Namen
oin notna, 21.07.2014 19:13, 1 Antworten
Hallo liebe Community, Ich habe mit Apache einen Server aufgesetzt. Soweit, so gut. Im Heimnet...