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Aufpoliert

Finanzverwaltung Moneyplex 2011 im Test

14.04.2010 Die Banking-Software Moneyplex geht in die nächste Runde: Version 2011 bringt neben einem runderneuerten Interface viele neue Funktionen mit.

Das Online-Banking vom heimischen Computer aus gehört heutzutage fast genauso zum Alltag wie die Arbeit mit digitalen Texten. Zu den bekannteren Finanzverwaltungsprogrammen für Linux zählt Moneyplex, das aus der Schmiede des Frankfurter Unternehmens Matrica GmbH [1] stammt. Neben der Ausgabe für das freie Betriebssystem gibt es Moneyplex auch in Varianten für Windows und – ganz neu – auch für Mac OS X.

Die neueste Moneyplex-Version wartet wieder mit einigen Funktionen auf, die man bei den Mitbewerbern vergeblich sucht. Bei Redaktionsschluss Ende März plante Matrica, Moneyplex 2011 ab Anfang April in den drei Varianten Standard, Pro und Business in den Handel auszuliefern. Das Preismodell für die Version 2011 stand zu Redaktionsschluss noch nicht endgültig fest, wird aber vermutlich dem aktuellen ähneln (ca. 50/60/150 Euro).

Auch ein Update von einer Vorversion erlaubt das Unternehmen. Hier sollen sich die Preise laut Matrica ebenfalls an den aktuellen orientieren (ca. 30/50/100 Euro). Für das Update spielt dabei keine Rolle, welche Moneyplex-Version und Variante Sie derzeit betreiben: Jedes käuflich erworbene Exemplar ist Update-berechtigt.

Installation

Die Software kommt auf einer CD-ROM, auf der sich neben einer Variante für andere Betriebssysteme ein spezielles Unterverzeichnis linux befindet. Das dort lagernde Installationsskript rufen Sie im Terminal mithilfe des Befehls ./setup.sh auf, woraufhin Sie ein Assistent in wenigen Schritten durch das Einrichten der Software führt.

Dabei legt er einen mit goldenen Münzen dekorierten Starter auf dem Desktop an. In Sachen Hardware gibt sich Moneyplex recht anspruchslos, sodass selbst ein Rechner mit Pentium-II-CPU und wenigen hundert MByte Arbeitsspeicher ausreicht, um die Software zu nutzen. Lediglich einen Internet-Zugang brauchen Sie für die Transaktionen – und um das Programm nach der Installation zu registrieren. Ein spezieller Dialog hilft Ihnen bei diesem Vorgang, die Registrierungsnummer dazu finden Sie auf der Produktrechnung.

Nicht zuletzt aufgrund der dynamischen Entwicklung im Bankenumfeld fallen von Zeit zu Zeit Updates an. Moneyplex prüft bereits vor dem ersten Einrichten, ob solche auf dem Server liegen, und installiert diese automatisch. Das stellt das reibungslose Arbeiten aller Funktionen sicher.

Neuheiten

Die Entwickler haben Moneyplex 2011 eine runderneuerte Oberfläche spendiert. Sie wirkt zeitgemäßer uns soll nicht zuletzt einen schnelleren Zugriff auf wichtige Funktionen bieten. Mehrere neue Schnittstellen sorgen für umfassende Informationen in Bezug auf Wertpapierkurse – in der Vergangenheit klafften hier einige Lücken. Führen Sie ein Depot mit Moneyplex, so profitieren Sie von einer verbesserten Dokumentation der Zu- und Verkäufe. Das Programm bietet bei Gewinn und Wertzuwachs jetzt detailliertere Ansichten.

Bei der Auswahl der neuen Features orientierte sich Matrica stark an Kundenwünschen. Aus dieser Zusammenarbeit entstand auch die Funktion, die beim Einfügen von Bankdaten aus der Zwischenablage die Daten gleich in die richtigen Felder einsortiert. Außerdem beherrscht Moneyplex 2011 das optische TAN-Verfahren der Sparkassen und Volks/Raiffeisenbanken, verfügt über eine PC/SC-Schnittstelle sowie PUK-Unterstützung für SECCOS-Karten. Erweiterte Filterfunktionen erleichtern den Zugriff auf bestimmte Daten. Darüber hinaus dürfen Sie nun zwischen Splitbuchungen umbuchen und Konten als aktiv oder inaktiv markieren.

Vorarbeiten

Nutzen Sie fürs Online-Banking eine HBCI-Chipkarte Ihrer Bank und wollen einen entsprechenden Kartenleser einsetzen, gilt es diesen zunächst einzurichten. Moneyplex unterstützt gängige Kartenleser mit USB- und serieller Schnittstelle aller Sicherheitsklassen, inklusive solcher, die ein Authentifizieren über ein eigenes Tastenfeld zulassen. Daneben bietet die Software die Möglichkeit, sich per Tastatureingabe am Computer oder mithilfe eines Fingerabdrucksensors am Kartenleser zu authentifizieren.

Um die grundlegenden Einstellungen für den Chipkartenleser sowie für den Internetzugang und verschiedene Programmfunktionen vorzunehmen, klicken Sie im Hauptfenster oben auf den ganz links angeordneten Auswahlbutton mit dem I-Symbol. In übersichtlich horizontal angeordneten Reitern finden Sie in einem Dialog verschiedene Optionen, mit denen Sie die Software an Ihre Bedürfnisse anpassen. Auf diesem Weg ändern Sie später bei Bedarf die Einstellungen auch wieder.

Nach dem Einrichten der Hardware legen Sie zunächst Bankzugänge und Konten an. Für einen HBCI-Zugriff mittels Kartenleser oder Sicherheitsmedium (Diskette oder USB-Stick mit Sicherheitsdatei) nehmen Sie vor der Anlage neuer Mandanten und Konten zunächst eine Erstinitialisierung vor. Den entsprechenden Assistenten rufen Sie über einen Mausklick rechts oben auf die Schaltfläche Erstinitialisierung im Hauptfenster von Moneyplex auf.

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LinuxUser 06/2012

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