Vertraute Umgebung

Nach erfolgreicher Installation finden Sie den Openshot Video Editor im Startmenü wieder, bei Ubuntu zum Beispiel unter Anwendungen | Unterhaltungsmedien. Nach dem Start des Editors erscheint das Hauptfenster (Abbildung 3). Die aufgeräumte Oberfläche orientiert sich an den gängigen Standards für Schnittprogramme: Links oben auf dem Register Projektdateien zeigt die Software das Rohmaterial, rechts daneben sitzt eine kleine Vorschau, und auf der Zeitleiste am unteren Rand arrangieren Sie die Videoschnipsel zu einem kompletten Film.

Abbildung 3: Der Aufbau des Hauptfensters orientiert sich am Layout anderer gängiger Schnittprogramme.

Bevor Sie mit dem Videoschnitt beginnen,legen Sie unter Datei | Neues Projekt ... ein paar Informationen fest, wie zum Beispiel einen Namen für das Resultat und die Rahmendaten für das Werk (Abbildung 4). Besonders Augenmerk verdient hier die Auswahl Projekttyp: Hier wählen Sie das Ausgangsformat aus, in dem die Videos vorliegen. Drehen Sie beispielsweise noch mit einer alten DV-Kamera, wäre DV PAL richtig, andernfalls entscheiden Sie sich gemäß der Kameraeinstellungen für das passende, hochauflösende Format. Der Projektordner dient im weiteren Verlauf als Arbeitsverzeichnis, in dem Sie auch die Videodateien ablegen sollten.

Abbildung 4: Die Projekteinstellungen dienen als Basis für alle weiteren Schritte und Aktionen in Openshot. Im Beispiel stammt das Quellmaterial aus einer DV-Kamera, der fertige Film ist auf 10 Minuten Spieldauer angelegt.

Warenanlieferung

Wie diese Daten auf die Festplatte gelangen, hängt von der verwendeten Kamera ab: Moderne, hochauflösende Modelle stöpseln Sie für gewöhnlich einfach an den USB-Port des Rechners. Linux bindet die Kamera dann automatisch wie einen USB-Massenspeicher ein. In welchem Unterverzeichnis die Videos liegen, verrät die Anleitung der Kamera. Bei älteren Modellen mit Bandlaufwerk müssen Sie ein externes Programm bemühen, wie etwa Kino oder das Kommandozeilenprogramm Dvgrab. Openshot selbst bietet hier im Moment keine Hilfe an.

Haben Sie die Videos auf der Festplatte geschaufelt, gilt es sie dem Projekt hinzuzufügen. Dazu wählen Sie in Openshot Datei | Dateien importieren... oder klicken auf das große, grüne Pluszeichen in der Symbolleiste. Alternativ ziehen Sie die Videodateien aus Nautilus per Drag & Drop auf das Register Projektdateien. Mit einem Doppelklick öffnen Sie jeweils die entsprechende Datei in der Videovorschau. Einen dort laufenden Film stoppen Sie mit einem erneuten Klick auf den Wiedergabeknopf. Haben Sie versehentlich einen falschen Clip importiert, wählen Sie ihn in der Liste mit der rechten Maustaste an und klicken auf Datei(en) entfernen.

TIPP

Openshot versteckt viele nützliche Funktionen im Kontextmenü, das Sie über die rechte Maustaste erreichen.

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