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Sicheres Arbeiten unterwegs

Geheimniskrämer

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Gerade mobile Computer werden oft das Opfer von Dieben, nicht selten gelangen dabei auch sensible Daten in die Hände der neuen Besitzer. Privatix verhindert das wirkungsvoll.

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Zum Schutz persönlicher Daten auf einem mobilen Rechner eignet sich am besten ein Live-System, das zudem über starke Verschlüsselungsmechanismen verfügt. Mit Privatix erhalten Sie eine gut integrierte Suite von Tools mit deutscher Lokalisierung.

Den heimischen Rechner schützen Firewall und Passwörter, zudem steht er in den eigenen vier Wände verhältnismäßig sicher. Bei einem mobilen Rechner fällt Datendieben der Zugriff schon leichter. Daher lohnt es sich, mit einem sicheren System von einem externen Datenträger zu arbeiten. Privatix [1] gibt Ihnen nicht nur alle wichtigen Werkzeuge zum Schutz der Privatsphäre an die Hand, sondern speichert sensible Daten zudem noch auf verschlüsselten Medien.

Als Grundlage für Privatix wählten die Entwickler Debian. Als Benutzeroberflächen stehen Gnome und XFCE bereit, jeweils auf einem eigenen Image. Neben den wichtigsten Standardanwendungen, wie OpenOffice, dem Webbrowser Iceweasel, dem Mailclient Icedove sowie dem Dokumentenbetrachter Evince finden sich in dem System zahlreiche Tools zum Verschlüsseln von Daten. Die Tabelle "Crypto-Tools" zeigt sie in der Übersicht.

Crypto-Tools

UsbCryptFormat GUI zum Verschlüsseln externer Datenträger
Cryptsetup Vereinfacht das Verschlüsseln von Datenträgern
Cryptbackup Verschlüsseltes Backup
GnuPG Standard-Verschlüsselungstool (PGP kompatibel)
Seahorse GUI zum Verwalten von Schlüsseln
Enigmail Thunderbird-Plugin zum Verschlüsseln von Mails
OpenSSH Verschlüsselte Terminalverbindung
OpenVPN Verschlüsselte Netzwerke über unsichere Leitungen (VPN)

Sicher ist sicher

Die Projektseite bietet Privatix sowohl mit englischer als auch deutscher Lokalisierung zum Download an. Sie wählen zwischen Images mit den Desktops Gnome und XFCE [2]. Während die Gnome-Variante direkt von Seite A der Heft-DVD bootet, befindet sich das ISO-Image mit dem XFCE-Desktop im Verzeichnis /LinuxUser/privatix/.

Im Prinzip handelt es sich bei der Distribution um ein Debian 5.0, Codename "Lenny". Entsprechend sind alle in den Debian-Repositories vorhandenen Pakete auch für Privatix nutzbar. Sie installieren sie entweder mit dem grafischen Paketmanager Synaptic oder dem textbasierten Apt-get. Traditionell setzt Debian eher auf bewährte als auf neue Programme, weswegen die zur Verfügung stehende Software dem Stand der Dinge im Schnitt um eine Generation hinterherhinkt. Eine der wichtigsten Änderungen betrifft ein zusätzliches Startskript: Dieses bewirkt, dass das System beim Booten auf ein verschlüsseltes Volume wartet, das zuvor mit Privatix erstellt wurde und die gespeicherten Daten enthält. Wie das genau funktioniert, erläutert die Dokumentation auf der Homepage des Projekts [3].

Des weiteren wartet die Distribution mit einem vorinstallierten Tor-Proxy auf, den der Webbrowser Iceweasel in der Grundeinstellung zum Kontakt ins Internet verwendet. Ebenso verfügt der Mailclient Icedove über vorinstalliertes OpenGPG-Addon, das es Ihnen ermöglicht, E-Mails zu verschlüsseln und verschlüsselte zu öffnen.

Privatix erlaubt auch die Installation – allerdings ausschließlich auf verschlüsselten Wechseldatenträgern, beispielsweise USB-Sticks oder SD-Karten. Sie starten das Setup mit einem Klick auf das Desktop-Icon Installation

Technische Daten

Name Privatix
Version 10.02.07
Basis Debian 5.0
Release 09.02.2010
Kernel 2.6.30.9
Desktop Xfce 4.6.1, Gnome 2.22.3
Kernel 2.6.33
X-Server 1.7.5
Architektur i686
Orientierung Sicherheit und Privatsphäre

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